Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Schüler benoten in Zukunft die Lehrer

Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein wird das Schülerfeedback flächendeckend einführen. Bildungsministerin Karin Prien erläuterte am Freitag im Landtag, warum das Vorhaben gleichermaßen wichtig ist für die Persönlichkeitsstärkung der Schüler wie für die Qualitätsverbesserung der Schulen.

"Kritikfähigkeit und der konstruktive Umgang mit Fehlern sind wesentliche Voraussetzungen dafür, Krisen zu bewältigen", sagte Prien. Das gut erprobte Instrument des Schülerfeedback könne entscheidend dazu beitragen diese Fähigkeiten und zugleich die Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken. "Zugleich macht das Schülerfeedback die Schülerinnen und Schüler zu Handelnden im Lehr-Lern-Prozess. Sie bekommen eine Stimme und erfahren, dass ihre Meinung und Perspektive gefragt sind", so Prien. Das Schülerfeedback rege die Schüler dazu an, sich differenziert mit dem Unterricht und seinen Bestandteilen auseinanderzusetzen und auch über die eigene Rolle dabei zu reflektieren. So könnten Kriterien für eine konstruktive Rückmeldung und eigene Einflussmöglichkeiten erfahren werden.

"Bereits jetzt nutzen viele Schulen erfolgreich das Instrument des Schülerfeedbacks und auf der Grundlage dieser Erfahrungen wollen wir es nun flächendeckend einführen", sagte die Ministerin. Das Schülerfeedback sei nicht nur ein wirkungsvolles Instrument zur Persönlichkeitsstärkung und zur Demokratiebildung, sondern auch ein wissenschaftlich bestätigtes Mittel zur Qualitätssteigerung. So sei mit der vom "IQSH begleiteten Nutzung des Schülerfeedbacks auch das Ziel verbunden, die Leistungen der Schüler in Schleswig-Holstein zu verbessern."

Nach Aussage von Prien sei die Bedeutung der Kommunikation mit den Schülern und der Wunsch nach Feedback-Möglichkeiten nicht zuletzt im Rahmen der fünf Regionalkonferenzen mit Vertretungen aus Schule, Schüler- und Elternschaft sowie Verbänden, Politik und Wissenschaft angesprochen worden. Sowohl der Koalitionsvertrag als auch das Rahmenkonzept für das Schuljahr 2022/23 weisen regelmäßiges Schülerfeedback als Instrument zur Unterrichts- und Schulentwicklung mit aus. Bei der Weiterentwicklung des Verfahrens werden die Landesschülervertretungen einbezogen werden.

Um die Schulen bei der Umsetzung zu unterstützen, wird das IQSH in Kürze eine Handreichung herausgeben und die zusätzlichen Fortbildungsangebote und die neuen und weiterentwickelten Instrumente auch im Fachportal des IQSH zur Verfügung stellen. Für Schulen oder einzelne Lehrkräfte, die dem Schülerfeedback noch skeptisch gegenüberstehen, gibt es zum Beispiel Kommunikationstrainings als ersten vertrauensbildenden Schritt hin zur Feedbackkultur. Hat eine Schule sich für das Schülerfeedback entschieden, führt sie zunächst über die Befragungsplattform LeOniE eine Befragung durch. Auf Basis der Ergebnisse werden gegebenenfalls mit Unterstützung des IQSH Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung abgeleitet und ergriffen. Besteht durch die Auswertung der Befragung ein Bedarf zur Begleitung der Schule, bietet das IQSH Unterstützungsmöglichkeiten an.

An den Schulen wird flächendeckend das Schüler-Feedback eingeführt.

An den Schulen wird flächendeckend das Schüler-Feedback eingeführt.


Text-Nummer: 153665   Autor: BiMi/red.   vom 02.09.2022 um 16.14 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.