Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Ali Alam: Ein Leben für die Skaterbahn

Lübeck - Travemünde: Als Antje Jansen von der GAL in der letzten Bürgerschaftssitzung ihren denkwürdigen Beitrag zum Skaterbahn Desaster vortrug, dachte sie besonders auch an den Travemünder Ali Alam, der über die Satirepartei "Die Partei" in die Lübecker Politik eingestiegen ist und sich als engagierter Jugendlicher bereits die Anlage gewünscht hat.

Es gibt nicht nur Grandezza in Travemünde und Erinnerung an große Zeiten, sondern auch Jugendliche, die dort leben und die Anlaufpunkte für zeitgemäße Aktivitäten brauchen, war immer seine Überzeugung.

Über die Planung der Skateranlage und jahrelange Umplanung und Neuplanung, begleitet von unendlicher Bedenkenträgerei und Ausbremsung dieser Gestaltungsidee wurde Ali Alam Familienvater, der sich jetzt für seine Kinder eine Realisierung der Anlagen wünscht. In der Bürgerschaftssitzung war immer von mittlerweile neun Jahren Planungsanstrengungen die Rede, Ali Alams Unterlagen gehen bis in das Jahr 2007 zurück, als Peter Sünnenwold noch Stadtpräsident war, und Klaus Puschaddel eine CDU Fraktion führte, die seinerzeit über die absolute Mehrheit verfügte.

Ein gewisser Jan Lindenau nahm sich der Sache schon im Jugendhilfeausschuss an, aber wie gesagt, das waren damals die ersten Ideen in diese Richtung.

Mittlerweile sind die Jahre ins Land gegangen und zurzeit zünden alle Parteien die Sachthemen für den Kommunalwahlkampf 2023. Und da gibt es für Travemünde natürlich Bedeutendes. Grillschwaden, SUV-Falschparker und wummernde Bässe am Grünstrand; brave Hunde, die auf einem rutschigen Badesteg in die Klippen stürzen, und dann natürlich die Skateranlage, die momentan kurzfristig einmal alle Herzen bewegt. Täglich gibt es neue Vorschläge, wie man das peinliche Schneckentempo bei der bisherigen Planung durch kunstvolle Verwaltungskniffe beschleunigen könnte, so dass die Bagger noch während des aufziehenden Wahlkampfes an der entstehenden Anlage schaufeln.

Das ist Ali Alam alles Recht, und es ist ihm auch völlig egal, wer denn nun letztlich den entscheidenden Nagel einschlägt. "Hier geht es um die Sache und die Jugendlichen", betont er immer wieder. Die Profilierungsübungen der Parteien nimmt er dabei als selbstverständliches und in keiner Weise störendes Beiwerk in Kauf. Hauptsache es passiert etwas und als selbsterklärter "Bürgermeister der Herzen" hat er wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass Kollege Jan Lindenau der Lübecker Bürgerschaft in der letzten Sitzung schon einmal genau die jetzt möglichen Handlungsoptionen aufgezeigt hat. Er ist daher überzeugt, dass in der kommenden Haushaltssitzung skaterbahntechnisch bereits deutliche Zeichen gesetzt werden, besonders wo doch die 'Fraktion Vielfalt', der er angehört, neuerdings auch die CDU-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft unterstützt. Die Vorfreude im Hause Alam ist auf alle Fälle schon einmal groß. Auf Alis Frage an seine Kinder "Wollt ihr eine Skaterbahn", ist ein deutlich vernehmbarer, freudiger Jubelschrei zu hören.

Om Original-Ton hören Sie ein Gespräch von Harald Denckmann mit Ali Alam.

Vor einem Jahr demonstrierte Ali Alam (rechts) zusammen mit Vertretern der Grünen erneut für den Bau der Skaterbahn.

Vor einem Jahr demonstrierte Ali Alam (rechts) zusammen mit Vertretern der Grünen erneut für den Bau der Skaterbahn.


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 153681   Autor: Harald Denckmann   vom 03.09.2022 um 17.07 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.