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Höhere Bußgelder schrecken Raser nicht ab

Lübeck: Ende vergangenen Jahres wurde der Bußgeldkatalog überarbeitet. Raser und Falschparker müssen jetzt deutlich mehr zahlen. Eine abschreckende Wirkung hat das nicht: Die Stadt verzeichnet deutlich mehr Einnahmen, aber keine Abnahme der Verstöße.

Mit den neuen Regelsätzen sollte die Zahl der Verstöße reduziert werden. So kostet das Parken im Halteverbot jetzt 25 statt 15 Euro, das Fahrzeug in zweiter Reihe abstellen führt zu einer Strafe von mindestens 55 Euro. Die 5 Euro Knöllchen am Parkscheinautomat gibt es nicht mehr. Hier sind bei einer Zeitüberschreitung 20 bis 40 Euro fällig. Und auch bei Geschwindigkeitsverstößen haben sich die Bußgelder fast verdoppelt.

Die Preiserhöhungen beeindrucken die Autofahrer in Lübeck nicht. "Seitens des Ordnungsamtes können keinerlei Veränderungen festgestellt werden", berichtet Nina Rehberg, stellvertretende Pressesprecherin der Lübecker Stadtverwaltung.

Das lässt sich auch mit Zahlen belegen. Im ersten Halbjahr 2021 zahlten Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren, in Lübeck 493.100 Euro an Verwarnungs- und Bußgeldern. Von Januar bis Juni 2022 hat sich der Betrag auf 1,238 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch bei den Falschparkern gibt es einen deutlichen Anstieg von 398.100 Euro auf 875.200 Euro.

Die Zahl der schweren Parkverstöße nimmt offenbar sogar zu. So zahlten die Autofahrer im ersten Halbjahr vergangenen Jahres 38.300 Euro für das Abschleppen ihrer falsch abgestellten Wagen, in diesem Jahr waren es im gleichen Zeitraum 86.500 Euro.

Die Erhöhung des Bußgeldes hat in Lübeck nicht zu einer Abnahme der Verkehrsverstöße geführt. Foto: Harald Denckmann/Archiv

Die Erhöhung des Bußgeldes hat in Lübeck nicht zu einer Abnahme der Verkehrsverstöße geführt. Foto: Harald Denckmann/Archiv


Text-Nummer: 153712   Autor: VG   vom 05.09.2022 um 19.35 Uhr

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