Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Lübecker Stadtwald als Vorbild für Berlin

Lübeck: Eine Delegation der Berliner Landesforsten unter Leitung der Staatssekretärin Frau Dr. S. Karcher hat die Lübecker Stadtwälder besucht. Hintergrund dieser Reise sind die anhaltenden Konflikte in Teilen der Berliner Wälder mit Bürgerinnen und Bürgern über die Intensität der Waldbewirtschaftung, vor allem vor dem Hintergrund des Umbauens von naturfernen zu klimastabilen naturnahen Wäldern.

Dabei wird in Berlin häufig der Lübecker Stadtwald als Vorbild für eine angepasste Waldbewirtschaftung von Seiten der Bürgern vorgetragen. Um sich ein Bild von den Zielen und Maßnahmen im Lübecker Stadtwald zu machen, wurde ein gemeinsamer Termin mit dem Stadtwald, Umweltsenator Hinsen und der Naturwald-Akademie vereinbart. Die Begehung fand schwerpunktmäßig in Wäldern statt, die sowohl Lübeck als auch Berlin vorweisen können – also kieferndominierte Wälder. Diskutiert wurden das Verbot des Harvestereinsatzes, die Abstände der Rückegassen, die Stärke der Holzentnahme sowie deren Intervalle, jagdliche Aktivitäten und vor allem die Sinnhaftigkeit von sogenannten Referenzflächen im Lübecker Stadtwald.

Die Berliner Gäste waren beeindruckt von der konsequenten Umsetzung der Maßnahmen zur Eingriffsminimierung und des konsequenten Anwendens von wissenschaftlichen Ergebnissen aus den Referenzflächen. Letzteres wurde insbesondere beim nachmittäglichen Besuch im Schattiner Zuschlag (eine zum Teil seit über hundert Jahren nicht bewirtschaftete Referenzfläche) deutlich. Im Schattiner Zuschlag wurde vor allem die extensive Laubwaldbewirtschaftung sowie der Umgang mit Störungen in Waldökosystemen (Totholz, Windwurf und Borkenkäferbefall) diskutiert. Gunnar Heyne, der Leiter der Berliner Landeforsten und Knut Sturm, Bereichsleiter Stadtwald Lübeck, haben zum Abschluss des für beide Seiten sehr interessanten Tages, einen weiteren fachlichen Austausch in Berlin und in den Lübecker Wäldern vereinbart, der nicht nur die Leitungsebene der Forstverwaltungen umfassen sollte. Gunnar Heyne besuchte gemeinsam mit Senator Hinsen und Knut Sturm auch den Walderlebnistag am Sonntag und zeigt sich auch in Anbetracht der Öffentlichkeitsarbeit und der guten Resonanz der angebotenen Aktivitäten, besonders interessiert an einer Fortsetzung des gelungenen Austausches über forstliche Aktivitäten.

Umweltsenator Ludger Hinsen (links) und Knut Sturm (rechts), Bereichsleiter Stadtwald, zeigten den Gästen den Lübecker Stadtwald. Foto: HL

Umweltsenator Ludger Hinsen (links) und Knut Sturm (rechts), Bereichsleiter Stadtwald, zeigten den Gästen den Lübecker Stadtwald. Foto: HL


Text-Nummer: 153714   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 06.09.2022 um 09.30 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.