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Arbeitsmarkt: Von der Messe in die Qualifizierung

Lübeck: Im Handwerk fehlen nach wie vor viele Fachkräfte. Wer in die Branche einsteigt, hat beste und langfristige Jobchancen. Aus diesem Grund veranstaltete das Jobcenter Lübeck eine Messe, auf der die Besucher die Möglichkeit erhielten, sich zu Umschulungen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

Auch Aysha Abdulraziq nutzte ihre Chance und besuchte die Messe. Ihr Berufsziel: Friseurin. "In meiner Heimat habe ich bereits als Friseurin gearbeitet. Mir gefällt besonders das Kreative. Da meine Deutschkenntnisse noch nicht so gut sind, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich meine Sprachkenntnisse berufsbezogen verbessern kann. An dem Stand des Fortbildungszentrums der Handwerkskammer Lübeck wurde ich auf das Angebot ´Sprache und Beruf´ aufmerksam", erklärt sie. Die Mutter einer Tochter musste vor drei Jahren aus Syrien flüchten und lebt seitdem in Deutschland.

Sie begrüßt außerdem die Möglichkeit, den Kurs in Teilzeit absolvieren zu können: "Der tägliche Unterricht geht bis zum Mittag, das finde ich sehr familienfreundlich." In dem zehnmonatigen Lehrgang werden die Teilnehmenden sprachlich auf eine Tätigkeit oder Ausbildung im Bereich Friseur/in vorbereitet. Dies geschieht vor allem, indem Fachinhalte sprachlich erarbeitet werden.

Für Daniela Noetzel, sozialpädagogische Mitarbeiterin im Fortbildungszentrum der Handwerkskammer Lübeck, spricht vieles, für die Teilnahme an der Qualifizierung: "Im Mittelpunkt des Kurses stehen das Kennenlernen des Friseurhandwerks und die sprachliche Weiterentwicklung. Die Teilnehmenden lernen neben Basiskenntnissen und Konversation viele wichtige Fachbegriffe. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein Großteil der Teilnehmenden die Weiterbildung auch als eine Vorbereitungszeit für die Friseurumschulung in Teilzeit nutzt." Seit kurzem ist auch Aysha Abdulraziq in dem Kurs, übt fleißig deutsche Vokabeln und ist Ihrem Berufsziel etwas nähergekommen. "Mein Traum ist es, im Anschluss die Umschulung machen zu können, um danach als Friseurin zu arbeiten", so die 35-Jährige.

"Ausbildung und Arbeit sind für die Flüchtlinge, die bleiben dürfen, der beste Weg in unsere Gesellschaft", meint Christian Saar, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck. Er ergänzt: "Wir setzen uns dafür ein, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Dafür werden in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern niedrigschwellige Angebote entwickelt, von denen die Teilnehmenden stark profitieren. Auf dieser Grundlage können – Schritt für Schritt und mit zunehmendem Spracherwerb – berufliche Perspektiven ausgebaut werden."

Wer Interesse an einer Qualifizierung oder Umschulung zur Friseurin hat, darf gerne einen Termin auf www.jobcenter-luebeck.de vereinbaren. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0451/588-660 oder per E-Mail an Jobcenter-Luebeck.Qualifizierungs-Arbeitgeber-Team@jobcenter-ge.de.

Die Friseurumschülerin im 2. Lehrjahr Carmen Droma, Frisörmeisterin Karin Dürkopp und Aysha Abdulrasiq, die nun den Lehrgang Sprache und Beruf besucht. Foto: Jobcenter

Die Friseurumschülerin im 2. Lehrjahr Carmen Droma, Frisörmeisterin Karin Dürkopp und Aysha Abdulrasiq, die nun den Lehrgang Sprache und Beruf besucht. Foto: Jobcenter


Text-Nummer: 153842   Autor: Jobcenter Lübeck   vom 13.09.2022 um 09.28 Uhr

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