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Wohnungsunternehmer fordern Gaspreisdeckel

Schleswig-Holstein: Die sozialen Vermieter Norddeutschlands haben die unverzügliche Einführung eines Gaspreisdeckels gefordert. „Nur so könnten hunderttausende Mieterinnen und Mieter sowie zahlreiche sozial orientierte Wohnungsunternehmen vor dem wirtschaftlichen Ruin gerettet werden“, erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

„Wir wollen nicht, dass die Menschen sich zwischen einer warmen Wohnung und einem Lebensmitteleinkauf für die Familie entscheiden müssen. Durch den Heizkostenhammer müssen in einigen Regionen Norddeutschlands Mieterhaushalte mit geringen Einkommen quasi über Nacht mehr für Energie als für die Kaltmiete zahlen. Das ist eine soziale Katastrophe und gesellschaftlicher Sprengstoff.“ Hinzu komme, dass viele kleinere soziale Vermieter schon jetzt mit den sprunghaft gestiegenen Heizkostenvorauszahlungen an die Energieversorger überfordert seien.

Allein zwischen Januar und Juli 2022 hätten die deutschen Haushalte im Schnitt 850 Euro mehr für Energie ausgeben müssen als im gesamten Jahr 2021, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „Das Problem: die neue Heizperiode hat noch gar nicht begonnen und die eigentlichen Preiserhöhungen stehen noch ins Haus. Wird kein Gaspreisdeckel eingeführt, müssen die Haushalte 2022 im Schnitt zwischen 1.360 Euro im günstigsten aber unrealistischen Fall, und bis zu 3.800 Euro in der Spitze mehr für Energie ausgeben als noch 2021.“

„Es ist fünf nach zwölf“, so der Verbandsdirektor. „Die norddeutschen Bundesländer müssen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, damit diese umgehend einen Gaspreisdeckel einführt. Deutschland verstrickt sich in immer kompliziertere und bürokratische Einzelregelungen. Die versprochenen finanziellen Entlastungen werden am Ende nicht bei den Menschen ankommen, weil Ämter und Behörden schon jetzt überfordert sind. Das Klein-Klein muss ein für alle Mal vorbei sein.“

Der Gaspreisdeckel müsse so gestaltet werden, dass zu einem sparsamen Umgang mit Energie angereizt wird, aber soziale Verwerfungen verhindert werden. Als Folge würde auch der Strompreis sinken.

Andreas Breitner ist Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

Andreas Breitner ist Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)


Text-Nummer: 153907   Autor: VNW   vom 15.09.2022 um 14.43 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Normal

schrieb am 15.09.2022 um 15.51 Uhr:
Altparteienwähler haben die Situation doch wissentlich herbeigekreuzt. Nun ist ihr Geheule groß.
Sofortige Beendigung der Sanktionen gegen Russland und Öffnung von Nordstream 1 + 2, Start mit dem Bau von mindestens 15 Atommeilern der sicheren 4. Generation auf Flüssigsalzbasis, Abkopplung vom USA Einfluss, hin zu diplomatisch wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland.
Ein Deutschland ohne Rohstoffe im eigenen Land hat den politisch ideologischen Mund zu voll genommen. Der eigens sinnbefreite Scherbenhaufen bereits deutlich sichtbar.

Steffen Peters

schrieb am 16.09.2022 um 13.19 Uhr:
@ Normal:
Tolle Ideen - aber
1. hat Russland die Piplines geschlossen
2. gibt es keine "absolut sicheren" Atommeiler - egal welcher Generation. Den GAU durfte es auch bei den bisherigen Typen lt. Planung nicht geben...
3. gibt es keine Lösung für den Müll oder den Rückbau der alten Meiler.
4. ist Atomstrom breits ohne 2. & 3. der teuerste Strom. Wenn Sicherheit & Altlasten auch berücksichtigt werden, wird er beinahe unbezahlbar.
5. kommt der BRennstoff für AKWs ebenfalls aus Russland/Weißrußland und umzu.
6. worüber wollen Sie mit Russland aktuell diplomatisch verhandeln? Beinahe JEDE Abmachung der letzten Jahre wurde einseitig von Russland gebrochen / verlogen und der eigene Vorteil daraus gezogen.

Beim Abkoppeln von den USA bin ich dicht bei Ihnen! Europa muss hier einen EIGENSTÄNDIGEN Konterpart zu USA/Russland/China/Indien/Afrika bilden.
Nur dann wird es auch von Rußland & USA ernstgenommen.

Heinz H.

schrieb am 19.09.2022 um 11.43 Uhr:
@Steffen Peters (Zitat)

(schrieb am 16.09.2022 um 13.19 Uhr:
@ Normal:
Tolle Ideen - aber
1. hat Russland die Piplines geschlossen......) Zitat Ende

Nordstream 1 ist eine 11 Jahre alte Pipeline, die gewartet werden muß und zwar ständig, zudem wurde berechnet, daß eine größere Liefermenge in der Zukunft hier benötigt wird. Daher hat man NS 2 rechtzeitig ins Leben gerufen und die wurde bereits seitens Russland befüllt(!) MAN LEHNT DIE VREREINBARTE ABNAHME SEITENS DEUTSCHLAND ABER AB!(Eigentlich einfach zu verstehen)

Die von Deutschland durchgeführten Sanktionen und die von den USA bereits lange existierenden Sanktionen von NS2 , einschliesslich aller beteiligten Firmen 2018 und die klare Aussage Trumps 2019 , daß "diese Pipeline nicht in Betrieb gehen wird" ist dafür verantwortlich, daß kein Gas geliefert wird.

Vielleicht sollte man überlegen, was man tut , Russland Vorschriften machen zu müssen, durch welche Pipeline man liefert und ob Sanktionen bei der Abhängigkeit bei der Energieversorgung Sinn machen, wenn man keine Alternativen hat.

Nicht Putin hat zu Frau Baerbock gesagt, daß man "das Land wirtschaftlich mit Sanktionen zerstören wird", sondern umgekehrt!

Zum Rest Ihrer Ausführungen kann man nur sagen, besonders bei Themen wie Reaktorsicherheit, daß Sie auf dem Stand von 1960 stehengeblieben sind.

Heinz H.

schrieb am 19.09.2022 um 12.08 Uhr:
@Steffen Peters

(schrieb am 16.09.2022 um 13.19 Uhr)
@ Normal:

Zitat:

4. ist Atomstrom breits ohne 2. & 3. der teuerste Strom. Wenn Sicherheit & Altlasten auch berücksichtigt werden, wird er beinahe unbezahlbar.(Zitat Ende)

Wissen Sie eigentlich ansatzweise , wie stark die Kosten für "alternativen Energieausbau" vom Staat subventioniert wird? Sogar bis zu Privatpersonen, die Solarpaneele, bzw. eine PV-Anlage , oder Wärmepumpe installieren?
Ansonsten wären die Kosten kaum bezahlbar. Die Wärmepumpe die als Alternative gesehen wird, verbraucht übrigens je nach Bauart zwischen 2,1 und 3,8 kw/h.

Heinz H.

schrieb am 19.09.2022 um 12.30 Uhr:
@ Steffen Peters (Zitat):
....Beim Abkoppeln von den USA bin ich dicht bei Ihnen! Europa muss hier einen EIGENSTÄNDIGEN Konterpart zu USA/Russland/China/Indien/Afrika bilden.
Nur dann wird es auch von Rußland & USA ernstgenommen.(Zitat Ende)

Das werden die USA kaum unterstützen. Die entscheiden nämlich schon bei unseren politischen Entscheidungen zur Energieversorgung und sind so "schlau" Konkurrenten nicht zu sehr wirtschaftlich zu stärken. Und Konkurrenten sind wir.

Womit sollte Europa denn auch wirtschaftlich dominieren , oder auch nur ansatzweise konkurrieren? Mit Ländern wie GR, Italien, Spanien , bei denen die Weichwährung € *künstlich* am Leben gehalten wird , z. B mit Schuldenbürgschaften und bei der Gemeinschaftswährung, die zeitweise bei 0,98 Cent/ US-Dollar fällt, mit kaputter Infrastruktur, der Klimaaktivisten, die am Liebsten alle fossilen Brennstoffe gleichzeitig abschaffen wollen, der Inflation, die die Wirtschaft bremst, einer EZB, die ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommt, die Währung zu "stabilisieren". außer Neuschulden?

Zu ersten mal nach Ende des 2. WK hat Deutschland im Jahre 2022 eine negative Außenhandelsbilanz gehabt. Ihre Vorstellungen werden kaum in Erfüllung gehen.
Außerdem kennen Sie wohl die Worte Nancy Pelosis nicht, in der sie die Stellung der EU bewertete.

Andrew Wt.

schrieb am 19.09.2022 um 18.31 Uhr:
Mal abgesehen davon, ist der größte Nutznießer von den explodierten Preise der Staat.
Egal ob es die CO2-Steuer auf Gas oder Kraftstoff ist ,die Ökosteuer , der Bevorratungszuschlag usw. trägt dazu bei.

Egal ob es die Mehrwertsteuer auf Energien ist, welche andere Steuern nochmal versteuert. Sowie absolut egal, dass drei AKW für eine Laufzeitverlängerung bereit stehen und noch zwei weitere reaktiviert werden könnten, um das Problem zumindest "zu verkleinern"

Das "Problem" sitzt im Wirtschafts- und Klimaministerium mit geballter Inkompetenz.

Schaut man sich die "Young Global Leader Mitglieder" sowie die Agenda des "WEF 2030" an, wird einem der denken kann, einiges klar- das ist alles kein Zufall!
Die Bürger und Steuerzahler sitzen alles bis zum Ende aus, wie der Frosch im Topf mit kaltem Wasser auf der Herdplatte und hoffen auf Besserung.

Es wird aber nicht besser werden. Denn schon jetzt(!) wird derzeit in der EU über ein Verbot für Holz als Brennstoff für Kamine, usw. nachgedacht. Der Bürger wird ausgebeutet und ihm alle ausweichenden legalen Möglichkeiten dem zu entkommen, indem er andere Lösungen anstrebt und darin investiert genommen. Warum will man sonst die Preise für die Energie hoch belassen, dann die entstehenden Gewinne "abgreifen" und die Gelder umverteilen?


Berücksichtig man dann noch, dass über 40% der Steuereinnahmen des Bundes ins Ausland abfließen, wird einem übel. Das Geld wird außer Landes gebracht und dann erzählt man dem Bürger, es wäre nichts da und die schwarze Null ist weiterhin in Gefahr, die Schuldenbremse natürlich auch.

Vor ca. 20 Jahren waren die Schulen, Infrastruktur sowie das Gesundheitswesen vorzeigbar. Dann ging es mit der damaligen Regierung unter Schröder und Fischer los mit dem kaputt sparen und abkassieren.
Was hat man sich alles einfallen lassen: Ökosteuer für die Rentensicherung, Praxisgebühr zur Entlastung der Bürger(!) , EEG für günstigeren und "klimaneutralen" Strom, Versteuerung der Renten, Versteuerung von Zusatzrenten mit Abgaben für Krankenkassen AG und AN Anteil, ebenso Pflegeversicherung, Zusatzbeitrag für die KK. Und das bei Zahlungen an die Türkei für KK-Beiträge, Kindergeld, hunderte Millionen für die Taliban, Entwicklungshilfe für Länder die uns weder nahestehen,noch es nötig haben, wie China, Zahlungen in Millionenhöhe an NGO`s die uns immer neue Fachkräfte bescheren und übernehmen Bürgschaften für andere Länder, zahlen horrende Beiträge an die EU und die nun fehlenden Beiträge der Briten gleichen wir mit mehr Zahlungen aus.


Das ist verantwortungsvolle Politik für Deutschland? Wer es jetzt noch nicht bemerkt, sollte schnellstens aufwachen. Meiner Ansicht nach wird Deutschland abgewickelt- und wir Bürger mit! *Ich kenne nur eine einzige Partei, die das nicht mitmacht und 24 Std. kritisiert!*