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Ordnungsamt auf geheimer Mission

Lübeck - St. Lorenz Süd: Da staunte ein Leser von uns nicht schlecht: Am Donnerstag parkte ausgerechnet das Ordnungsamt auf dem "Multifunktionsstreifen" in der Moislinger Allee, obwohl ausreichend legale Parkplätze zur Verfügung standen.

Das Ordnungsamt habe dann die Fahrzeuge verwarnt, die ebenfalls auf dem Streifen standen. Das sei auch gut so, schreibt uns der Leser. Der Multifunktionsstreifen ist dafür vorgesehen, Staus durch Linksabbieger zu vermeiden und Fußgängern eine sichere Querung der Straße zu ermöglichen.

Bilder von Fahrzeugen des Ordnungsamtes in Halteverboten bekommen wir häufig von Lesern zugeschickt. Die übliche Antwort der Stadtverwaltung verweist auf eine bestehende Ausnahmegenehmigung. Das ist nachvollziehbar, wenn ein zum Beispiel ein Falschparker in der Falkenstraße eine Fahrspur blockiert.

Aber warum geht das Ordnungsamt nicht mit gutem Vorbild voran und parkt zumindest dort, wo es möglich ist, auf den ausgewiesenen Parkplätzen? "Aus einsatztaktischen Gründen äußern wir uns nicht zu Einzelmaßnahmen", teilt Hansjörg Wittern vom Team "Presse und Öffentlichkeitsarbeit" in der Bürgermeisterkanzlei mit.

Warum parkt das Ordnungsamt nicht auf dem Parkstreifen? Aus einsatztaktischen Gründen kann die Stadt die Frage nicht beantworten. Foto: privat

Warum parkt das Ordnungsamt nicht auf dem Parkstreifen? Aus einsatztaktischen Gründen kann die Stadt die Frage nicht beantworten. Foto: privat


Text-Nummer: 153921   Autor: VG   vom 16.09.2022 um 11.10 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

W.Gambler

schrieb am 16.09.2022 um 11.51 Uhr:
geben Sie einem deutschen eine Uniform und er steht oftmals über den dinge. Auch sehr häufig bei Pförtnern zu beobachten.

Raubmöwe

schrieb am 16.09.2022 um 12.45 Uhr:
Interessant ist auch immer, wenn der lokale Blitzerwagen vor einer Schule steht, was ja generell richtig und sinnvoll ist, aber dann die nette Frau aus dem Wagen rauchend daneben steht (vor einer Schule) und ihre Kippen in den Rinnstein wirft. Einfach mal Frau ansprechen, dann gibt es die Aussage, dass sie die ja später auch aufhebt. Wer es glaubt. Aber so ist das in unserer Gesellschaft… Regeln sind für andere da!
Sieht man in allen Bereichen, aber was erwartet man, wenn schon Politiker bei der Doktorarbeit „betrügen“. Wie soll man da den Menschen noch Werte vermitteln.

Gruß auch an einen Vorsitzenden eines Kindergarten in Travemünde: Vor dem Kindergarten ist absolutes Halteverbot bis 17:00 Uhr und auf dem Gehweg parken ist generell verboten. Es dient dem Schutz von Fußgängern und insbesondere Kindern. Einfach mal das Hirn einschalten! Schöne neue Welt… ich werde noch zum Meckerpott!

Tobias Möller

schrieb am 16.09.2022 um 12.48 Uhr:
Die Leute, die sich über sowas aufregen, die regen sich auch über Rettungswagen, Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge auf, wenn ihnen diese einsatzbedingt "im Weg" stehen.

Im Übrigen gilt für diese Fahrzeuge, so erklärte es mir mal eine Politesse, der § 35 der StVO. Sprich sie haben schon durch ihre Aufgabe die Möglichkeit Sonderrechte, nicht zu verwechseln mit Wegerechten, für sich in Anspruch zu nehmen. Dazu bedarf es keiner gesonderten Ausnahmegenehmigung der Straßenverkehrsbehörde. Die Kennzeichnung der Fahrzeuge ist dazu völlig ausreichend.

Dies scheint für andere aber wohl schwer zu ertragen zu sein und ist, was wohl mehr als oberpeinlich ist, auch nicht allen Leuten in der Stadtverwaltung bekannt, wenn man hier den Artikel liest.

Und einen "Multifunktionsstreifen" gibt es in der Straßenverkehrsordnung auch nicht. Das ist so eine Erfindung der Straßenverplaner, die von Straßenverkehrsrecht offensichtlich auch keinen blassen Schimmer haben.
Entsprechend wissen viele nicht, welcher Zweck diesen Streifen denn nun von rechtsunkundigen Planern zugedacht wurde.

JH

schrieb am 16.09.2022 um 12.54 Uhr:
bei eine Polizeifahrzeug wäre das vllt noch verständlich, beim Ordnungsamt nicht.
Welche "einsatztaktischen Gründe" es hier wohl geben mag.

Etwas Transparenz steigert die Akzeptanz

Hoshi

schrieb am 16.09.2022 um 13.24 Uhr:
Moin,
ich bin Schwerbehindert und habe einen Parkausweis mit Halte- und Parksonderechten,
dann darf ich da ja auch halten und parken. Ich habe auch eine Ausnahemgenehmigung.

Typisch Ordnungsamt

schrieb am 16.09.2022 um 13.36 Uhr:
Die halten auch auch nicht an die Geschwindigkeit. Ich wurde schon des öfteren von Autos mit HL - HL inne Aufkleber von Ordnungsamt überholt. Die wissen halt genau wo die Kollegen stehen und können dementsprechend zu schnell fahren.
Und als man mit 2 Leuten im Auto Maske tragen musste, saßen die zu dritt im Auto..... ohne Maske.
Noch Fragen?

Karmeikel

schrieb am 16.09.2022 um 14.10 Uhr:
@Tobias Möller

..wenn Sie Ihre Informationsquelle, sprich Politesse, irgendwann mal wiedersehen
dann sollten Sie ihr dringend eine Nachschulung empfehlen.
Ansonsten sollten Sie nicht alles glauben, was diese Damen Ihnen erzählen.

MfG.

Karmeikel

Paulchen

schrieb am 16.09.2022 um 14.34 Uhr:
Das Ordnungsamt darf vieles,abbiegen nach links in der Fackenburger Allee zum Netto shoppen,im Winter bei laufenden Motor den Verkehr überwachen im Halteverbot parken o.grund.Sie sollten sich mal um die Lkw,s kümmern die ihre Autos rund um der Lohmühle im Halteverbot abladen. Aber das stört keinen, nicht der Polizei u.nicht den Ordnungsamt. Sie fahren einfach vorbei trotz langen Rückstau.Hauptsache der kleine Falschparker wird abgezockt.

Marco Bernet Wiebelitz

(eMail: Marbernet@aol.com) schrieb am 16.09.2022 um 15.49 Uhr:
Nahezu überall in der Stadtgemeinde sind entlang der Straßen in den neuen Siedlungen sog. Multifunktionsstreifen ausgewiesen worden. Diese dienen als Gehweg, dürfen aber auch befahren und mit Autos beparkt werden.

Henning

schrieb am 16.09.2022 um 16.36 Uhr:
Diese Jammerlappen hier sind echt lächerlich. Und damit meine ich nicht die Leute vom Ordnungsamt. Davon sollte es noch viel mehr geben. Jeder der sich nicht an die Verkehrsregeln, hält muss mit einer Bestrafung rechnen. Mir passiert das auch manchmal. Aber da man ja nur selten erwischt wird, relativiert sich die Höhe der Strafe sehr schnell. Eigentlich ist sie sogar lächerlich gering. Nichts worüber man sich aufregen muss.

Sven-Erik Mahnkeit

schrieb am 16.09.2022 um 17.42 Uhr:
Tobias Möller:

Wie beneidenswert, dass Sie in Bezug auf den Multifunktionsstreifen von Ihrem gefährlichen Halbwissen profitieren können. Kann eben nicht jeder.

w.boller@gmx.de

schrieb am 16.09.2022 um 17.46 Uhr:
Ich kenne das so: Ordnungskräfte haben eine Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit.
Das war vor vielen Jahren als Feldjäger und später bei einer Bundesverwaltung so.
Einsatztakttische Gründe sind hier wohl öfter mal eine Ausrede des Ordnungsamtes. Eine Gummibanddefinition! Einsatztaktik mit einem erkennbaren Dienst-Kfz ist eher unmöglich. Dafür gibt es Tarnkennzeichen.
Die Nutzung des Sonderrechts nach § 35 StVO setzt voraus, dass dies für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.
Dieser entscheidende Zusatz (dringend geboten) wird gerne mal übersehen, manchmal sogar von der regulären Polizei.

Lübeckerin

schrieb am 16.09.2022 um 18.44 Uhr:
(...)

Die "Ausbildung" der Leute würde mich mal interessieren, vll begleitet HL-live oder andere Medien ja mal den KOD?

So zumindest geht es nicht, Freunde der Sonne!

Normal

schrieb am 16.09.2022 um 21.22 Uhr:
Ein Multifunktionsstreifen beinhaltet das Wort bereits. Kurzes Parken, Einordnen beim Linksabbiegen um den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern oder sogar das Wenden oder Überholen.
Alle Verkehrsflächen für die Logistik nutzen. Dafür zahlen die motorisierten Verkehrsteilnehmer Steuern für ihre Mobile. Ein ideologisches Entwidmen der Verkehrsflächen ist eine Vertragsänderung und damit verbundene Verringerung der Steuern. Beim Eismann wird doch vom Kunden auch moniert wenn er statt der bezahlten 4 Kugeln nur 3 herausgibt. Hört also bitte auf mit dem ideologischen Gängeln.