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Polizei: Wir müssen die Drogenszene am Bahnhof dulden

Lübeck - St. Lorenz Süd: Als neuer Hotspot der Lübecker Drogenszene hat sich mittlerweile der Bereich rund um das Bismarck-Denkmal am Bahnhof herausgebildet. Polizei, Ordnungsamt und Streetworker gehen dagegen vor, sehen die Lage aber aktuell nicht als angespannt.

Thomas Wolff, Vertreter der Lübecker Polizei, macht sich keine Sorgen um die Situation: „Natürlich behalten wir das im Auge, aber im Moment sehen wir kein besonders großes Problem.“ Es seien aktuell etwa 20 Personen, die dort regelmäßig Drogen konsumierten. Dabei lasse sich eine gemischte Szene feststellen: „Einerseits haben wir die Alkoholabhängigen und auf der anderen Seite Konsumenten von Betäubungsmitteln“, sagte Wolff.

Bei der Bekämpfung der Drogenszene werde momentan auf Geduld gesetzt: „Wir warten auf die geplante Drogenbegegnungsstätte, die dann bald Abhilfe schaffen wird.“ So sei die Lage zwischen Drogenabhängigen und Polizei eine Art gegenseitige Akzeptanz. „Die Szene akzeptiert die Polizei und dass sie regelmäßig vor Ort ist. Zu einer endgültigen Vertreibung führt das allerdings nicht. In gewisser Weise müssen wir diese Szene dort also dulden“, erklärte Wolff. Das zuständige zweite Polizeirevier habe die Lage im Griff. Die Beamten wollten bei Kontrollen „unberechenbar bleiben“, weshalb diese mehrmals am Tag, aber in unregelmäßigen Abständen erfolgten. Auch das Ordnungsamt führe Kontrollgänge vor Ort durch.

Zudem gebe es tagsüber unter der Woche mindestens einen Streetworker der AWO, der sich zu Fuß um die Drogenabhängigen rund um den Bahnhof kümmere. Diese Hilfe solle noch erweitert werden; aktuell sei eine weitere Streetworker-Stelle ausgeschrieben.

Durch diese Maßnahmen sei laut Polizei bereits eine positive Entwicklung erkennbar. Eine dauerhafte Verbesserung der Umstände sei allerdings erst mit der Fertigstellung der Drogenbegegnungsstätte zu erwarten, welche erst im Frühjahr 2023 geplant ist.

Die Polizei sieht die Lage am Lindenplatz als nicht mehr angespannt an. Foto: Lisa Gerlach

Die Polizei sieht die Lage am Lindenplatz als nicht mehr angespannt an. Foto: Lisa Gerlach


Text-Nummer: 154017   Autor: Lisa Gerlach   vom 21.09.2022 um 19.05 Uhr

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