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Große Beteiligung am Klimastreik in Lübeck

Lübeck: Mit Corona, Krieg und Wirtschaftskrise ist die Klima-Bewegung weniger häufig in den Schlagzeilen. Das Interesse an der Klima-Bewegung ist aber weiterhin hoch. Rund 1000 Lübeck sind am Freitag dem Demonstrations-Aufruf von Fridays for Future Lübeck gefolgt.

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Weltweit hatte die Bewegung am Freitag zum "Klima-Streik" aufgerufen. In Lübeck wurden 1000 Teilnehmer angemeldet. Die Zahl dürfte nach ersten Schätzungen erreicht worden sein. Neben vielen Schülern und Studenten nahmen auch viele ältere Lübecker an der Demonstration teil.

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Dabei gab es auch neue Themen, wie das Fracking von Gas. Ob diese Technologie in Deutschland eingesetzt wird, ist zwar sehr strittig, aber auf jeden Fall wird es in Zukunft in verflüssigter Form importiert. Ein weiteres Thema war aber auch eine Agrarwende.

Zentrale Forderung aller Demonstrationen in Deutschland war ein "Sondervermögen" im Bundeshaushalt. Wie bei den zusätzlichen Militärausgaben sollen auch 100 Milliarden Euro für einen Umstieg auf CO2-neutrale Technik bereit gestellt werden.

Nach ersten Schätzungen beteiligten sich 1000 Lübecker an der Demonstration von Fridays for Future Lübeck. Fotos: JW

Nach ersten Schätzungen beteiligten sich 1000 Lübecker an der Demonstration von Fridays for Future Lübeck. Fotos: JW


Text-Nummer: 154051   Autor: red.   vom 23.09.2022 um 17.33 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Bruno Bär

(eMail: Baerenkoenig-Bruno@web.de) schrieb am 23.09.2022 um 18.29 Uhr:
1000? Von 200000? Also in etwas 0,5%
Zu einer Uhrzeit wo mehr könnten. Das zeigt nur eins. Dieser Nonsens ist irrelevant. Zum Thema Frackinggas kann es nur heißen. Hoch mit dem Gas im Boden. Das reicht für 30 Jahre. In der Zeit kann man nach Alternativen schauen.

Niklas Meyer

(eMail: Nikluebe27@gmail.com) schrieb am 23.09.2022 um 18.54 Uhr:
In Deutschland demonstrieren mehr Menschen GEGEN ihre eigenen Freiheiten als FÜR ihre eigenen Freiheiten. Ich kenne kein anderes Land auf dieser Welt, in dem so verblendete und wohlstandsverwahrloste Menschen leben wie hierzulande. Und manche tragen im September 2022 immer noch (draußen!) eine Maske, das größte Symbol für staatliche Unterdrückung im 21. Jahrhundert.

G.. T.

schrieb am 23.09.2022 um 19.19 Uhr:
Korrektur:
Es waren 1500 Menschen, die mitgingen:
Zweimal von unterschiedlichen Personen alle Teilnehmenden einzeln per Smartphone gezählt, einmal zu Anfang, einmal fast zum Ende hin.

Es ist immer wieder fraglich, wie die Polizei "zählt"...
Die Vermutung der ungefähren Schätzung liegt nahe, aber leider nicht nahe genug an der realen Anzahl.

Es war wieder ein bunte, friedliche, fröhlich verbundene Gemeinschaft für das Ziel, diese wunderschöne Erde samt der Menschheit vor dem Verfall zu retten, bevor die Kipp-Punkte erfolgen
Es muss wesentlich rascher und konsequenter politisch gehandelt und entschieden werden.

Es geht ums Ganze, nicht nur um Bequem- und Befindlichkeiten und erst recht nicht um Machtspielchen.

DAS IST SEHR ERNST!!!

Peter piplak

schrieb am 23.09.2022 um 19.34 Uhr:
Schickt sie alle in die Ukraine. Lasst sie dort demonstrieren. Da wird aktuell am meisten CO2 verbraucht.

Alex

schrieb am 23.09.2022 um 21.36 Uhr:
@G T Zitat:
....Es muss wesentlich rascher und konsequenter politisch gehandelt und entschieden werden. Es geht ums Ganze, nicht nur um Bequem- und Befindlichkeiten und erst recht nicht um Machtspielchen...(Zitat Ende)

Nein nein, es geht um ein Land das damit so gut wie nichts zu tun hat, während andere Länder,bzw. ganze Erdteile zu 99,9% die Auslöser der Probleme sind und deren Regierungen die Demonstranten als Würstchen oder gar nicht sehen.

Aber das merken die Leute eben etwas später. Bis dahin lasst sie sich hier auf der Fahrbahn festkleben, demonstrieren, den Namen tanzen und sich auf der BAB abseilen. :O)

Alternativ könnten Sie in der Mongolei, bei Xi in China oder in Indien demonstrieren. So bleibt das Ganze eine Farce und kompletter Unsinn.

Im Übrigen , falls es noch niemand bemerkt haben sollte, ist man dabei riesige Mengen LNG Gas aus den USA usw. ,mit riesigen Tankern und unendlich viel Ausstoß von Treibhausgasen über die Ozeane im Tagestakt nach Deutschland zu karren! Die Terminals werden gebaut und bald eingeweiht. Also Leute, geht den Richtigen auf den Geist, den Entscheidungsträgern! Aber es ist wohl etwas schwer zu verstehen, daß der Klempner , Tischler , Maurer oder Tante Erika eben nichts dafür kann. :O)

Rainer

schrieb am 23.09.2022 um 23.42 Uhr:
Alle Anstrengungen in Sachen Klima sind jetzt sofort wichtig und kommen leider bereits viel zu spät. Allerdings wird hier von manchen wohl das Pferd von hinten aufgezäumt. Deutschland ist im Moment ein energiehungriges Land, das noch lange Zeit überwiegend auf Gasverstromung, Kohleverstromung und Atomkraft angewiesen sein wird, denn die technischen Umstellungen brauchen Jahrzehnte! Die Elektroautos und Wasserstoffgewinnung werden das Energieproblem zusätzlich massiv verschlimmern. Es sei denn, wir verabschieden uns von der Spaßgesellschaft, realisieren ständige "Lastabwürfe" beim Strom, verreisen nicht mehr mit dem Flieger, schrauben unsere Wohlstandsansprüche und den Konsum drastisch zurück und leben überwiegend von Hartz4-Bürgergeld. Ob "schön unterhaken" zum Leben reicht?

Calle

schrieb am 24.09.2022 um 00.25 Uhr:
Das Klima war noch nie eine konstante Größe. Es gibt auch kein Klimagleichgewicht. Das einzig konstante am Klima ist der Klimawandel, denn wie selbst der IPCC schon vor etwa 10 Jahren zugegeben hat, ist das Klima nicht konstant oder gar linear sondern ein chaotisches nicht vorausberechenbares System. Auch wenn es die Modellierer der Klimaalarmisten es immer wieder versuchen. Die über das IPCC verbreiteten Klimamodelle haben sich bisher immer als falsch erwiesen und wir werden sehr wahrscheinlich sehr bald auch das Scheitern der aktuellen Klimamodelle erleben.

Das letzte Temperaturhoch hatten wir in unseren Breiten rund um 1200 als hier in Lübeck die Marienkirche gebaut wurde. Da war es noch wärmer als heute. Zwischenzeitlich ging es meißt im kleineren Umfang auf und ab. Aber auch einmal gab es einen heftigen Ausreißer nach unten...die kleine Eiszeit, die zu Missernten und Hungersnöten führte. Das letzte kleine Temperaturtief hatten wir um 1860.

Das Jahr 1860 ist der Bezugspunkt wenn heute über die Temperaturerhöhung gesprochen wird. Ja, seit 1860 ist die Temperatur gestiegen. Aber das ist völlig normal wenn man aus einem Temperaturtief kommt. Der Anstieg war auch keineswegs konstant. Nach Krisegsende bis in die 1960er Jahre hatte man sogar Angst vor einem erneuten Temperaturtief oder gar einer kleinen Eiszeit. Zu der Zeit Stieg das CO2 aber die Temperaturen sanken.

Dann gab es etwa im Zeitraum von 1975 bis 2000 tatsächlich einen parallelen Anstieg von Temperatur und CO2. Aber seit der Jahrtausendwende ist die Temperatur im Mittel konstant und das CO2 steigt weiter. Der ca 25 Jahre lange zeitliche Zusammenhang von Temperatur und CO2 hat sich als Scheinkorrelation herausgestellt und keineswegs als kausaler Zusammenhang erwiesen. In wie weit der Mensch tatsächllich an diesem Temperaturanstieg ursächlich beteiligt ist, ist wissenschaftlich durchaus umstritten. Ich gehe davon aus, dass wir uns innerhalb einer hauptsächlich natürlichen Temperaturschwankung befinden, deren Ende ich wohl nicht aber meine Kindeer durchaus noch erleben werden.

Der CO2 Gehalt in der Luft beträgt derzeit rund 0,04%. CO2 ist damit immernoch ein Spurengas und obendrein ein sehr wichtiges Gas. CO2 ist Bestandteil der "Formel des Lebens": aus Wasser+CO2 wird unter Einwirkung von Licht Zucker und Sauerstoff. Die Fotosynthese. Ohne CO2 keine Fotosynthese und ohne Fotosynthese kein Leben.

Der höhere CO2 Gehalt hat zu einer Erhöhung der weltweiten Getreideernte geführt und hilft so gegen den Hunger, in Südamerika wachsen die Urwaldbäume schneller und in der Sahelzone erobert die Steppe nach und nach die Wüste zurück. Das sind doch äußerst positive Auswirkungen der CO2 Erhöhung. Ich mache mir daher kaum Sorgen wegen des CO2.

Trotzdem sind die Proteste von FFF und Co richtig. Nicht wegen des CO2, sondern wegen des ständig steigenden, hemmungslosen Ressourcenverbrauch. Es spielt dabei keine Rolle dass man fordert z.B. für den Verkehr die Ressource Erdöl zu schließen und dafür die noch knappere Ressource Lithium zu öffnen. Dies führt lediglich zur Vermarktung neuer Technologien, die man wieder auf jeder Entwicklungsstufe millionenfach neu verkaufen kann und so das immer notwendige Wachstum generiert. Nachhaltig ist das auch nicht.

Wie wichtig für unser Land Wirtschaft und Wachstum sind, merkt man gerade jetzt wo uns die Energiekrise in den Kollaps treibt. Aber warum ist Wachstum so wichtig. Nun, das liegt an unserem verzinsten Geldsystem. Ganz kurz und grob. Geld ensteht in unserem System hauptsächlich dadurch das jemand zur Bank geht und einen Kredit aufnimmt. Nur wird das Geld immer nur für den Kredit aber niemals für die Zinsen geschöpft. Das heißt, im gesamten weltweiten Geldsystem fehlt immer das Geld für die Zinsen. Die kann man nur durch Gewinne bezahlen. Doch jeder Gewinn des einen ist immer auch der Verlust eines anderen. Derjenige der den Verlust erleidet hat nur zwei Möglichkeiten. entweder steigt er aus oder er nimmt neue, größere Schulden auf, produziert mehr, verkauft mehr und das immer schneller.

Hier steckt das Hauptdilemma unseres Geld und Wirtschaftssystem. Einerseits sind die Zinsen der Motor unserer Wirtschaft, sie sorgen neben dem Wachstum (auch der Schulden) für Innovation und technischen Fortschritt andererseites zum hemmungslosen Ressourcenverbrauch, zu Kriegen, Hunger, Flucht, Vertreibung und Umweltverschmutzung, etc.

Warum führt Wachstum zum Krieg? Seit ewigen Zeiten läuft unsere Wirtschaft auf Pump. Die Investitionen u.a.in Waffen und Armeen führen zu hohen, ständig steigenden Staatsschulden. Krieg und Eroberung dienten neben der Machterweiterung schon immer zur Schuldentilgung, durch die Ressourcen des hoffentlich geschlagenen Kriegsgegner.

Mit einer Energiewende und CO2 neutraler Technologie wird man dieses System kaum ändern können. Nur eine Überwindung des derzeitigen Geldsystems kann eine nachhaltige Lösung bringen. Es gibt da durchaus interessante Alternativen. Mein Favorit wäre das System "Informationsgeld" wie es vom Wirtschaftsprofessor Hörmann aus Wien propagiert wird. Nur wie kann man da hin kommen?

Man erinnere sich einige Jahre zurück. Da gab es einen Papstbrief gegen die Auswirkungen unseres Systems. Eine Kernaussage war da "dieses System tötet". In einer Talkshow über dieses Thema hat damals Oskar Lafontaine den entscheidenden Satz gesagt: Es gibt nur eine Institution die dieses System zu fall bringen könnte. Das Volk......

Nur halten die meisten das Geldsystem für völlig natürlich und von Gott gegeben und das Interesse sich mit diesem System auseinander zu stetzen ist in der breiten Masse sehr begrenzt.

Hier passt mal wieder ein Zitat von Henry Ford: Würden die Leute da draußen unser Geldsystem heute abend auch nur ansatzweise verstehen, hätten wir morgen eine Revolution.......