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Presse unter Druck: Experten beantworten Schülerfragen

Lübeck: Archiv - 27.09.2022, 10.48 Uhr: Am Donnerstag, dem 29. September, um 18 Uhr kommen im Europäischen Hansemuseum Lübeck Matthias Naß (ZEIT), Lara Schulschenk (SPIEGEL), Hatice Kahraman (Salon5 (CORRECTIV)) und Lotte Laloire (Reporter ohne Grenzen) im Rahmen der Podiumsdiskussion "Presse unter Druck" zusammen, um sich über die Entwicklung der Pressefreiheit in Deutschland und Europa auszutauschen. Die Besonderheit der Veranstaltung ist, dass der Gesprächsverlauf von Schüler der Friedrich-List-Schule Lübeck mitbestimmt wird.

Denn ein Teil der Fragen an die Podiumsgäste stammen aus der Feder des Europasprofils des 12. Jahrgangs der FLS. Moderiert wird die Veranstaltung von Cornelius Gesing. Organisiert wird die Veranstaltung von Schüler Helfen Leben, dem SAME Netzwerk und dem Willy-Brandt-Haus Lübeck.

Zum Inhalt: Die Situation der Pressefreiheit in Europa hat sich verschlechtert und die Gewalt gegen Journalist nimmt auch in Deutschland stetig zu. Welche Auswirkungen haben diese dramatischen Entwicklungen auf die nächste Generation? Das Europaprofil des 12. Jahrgangs der Friedrich-List-Schule Lübeck hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und stellt für sie besonders relevante Fragen an die Experten vor Ort:< Welchen Umgang erhoffen sich Journalist seitens der EU mit Staaten wie Polen und Ungarn, die keine vollständig freie Presse zulassen? Welche Rolle sprechen die Podiumsgäste YouTuber, die keine ausgebildeten Journalisten sind, aber ja durchaus Gehör finden, zu? Und kann es Situationen geben, die eine Einschränkung der Pressefreiheit, beispielsweise hinsichtlich Falschmeldungen, rechtfertigen? "Wir wollen die Jugend zu Wort kommen lassen", erklärt Marti Mlodzian, Freiwilligendienstleistender bei Schüler Helfen Leben. "Es ist uns wichtig, dass die Fragen diskutiert werden, die ohne das Zutun der Schüler vielleicht nicht gestellt werden würden."

Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie sehen sich Journalisten mit regelmäßigen Anfeindungen und Morddrohungen konfrontiert. "Bereits Willy Brandt hat es in den 1930er Jahren am eigenen Leib erfahren: Er musste als 19-Jähriger Deutschland verlassen, weil er Artikel und Flugblätter gegen die Nationalsozialisten verfasste. Als Journalist und Politiker im skandinavischen Exil entzog ihm das Hitler-Regime die Staatsbürgerschaft", erläutert Frauke Kleine Wächter vom Willy-Brandt-Haus Lübeck. Fast 100 Jahre später erschüttern weiterhin einschneidende Erlebnisse den gesamten Europäischen Kontinent: Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Jahr 2015, die Ermordungen der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia im Jahr 2017 oder des niederländischen Journalisten Peter de Vries im Jahr 2021 – um nur einige Beispiele zu nennen. Doch neben physischer und verbaler Gewalt stehen Pressevertreter, auch in demokratischen EU-Mitgliedstaaten, Unterdrückung und Einschränkung durch die Regierung gegenüber. "Das Thema Pressefreiheit bewegt meine Klasse sehr", erklärt Anne-Marie Dibbert, Klassenlehrerin der BG21b (Europaprofil, 12. Jahrgang) an der Friedrich-List-Schule. "Von Beginn an waren sie sehr von dem Projekt begeistert. Sie freuen sich darauf, Antworten von den Experten auf ihre Fragen zu bekommen."

Im Hansemuseum soll am Donnerstag zur Situation der Presse in Europa diskutiert werden. Foto: Charleen Bermann.

Im Hansemuseum soll am Donnerstag zur Situation der Presse in Europa diskutiert werden. Foto: Charleen Bermann.


Text-Nummer: 154109   Autor: SHL/Red.   vom 27.09.2022 um 10.48 Uhr

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