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Lübeck hat ein Netzwerk gegen resistente Erreger

Lübeck: Archiv - 02.10.2022, 15.37 Uhr: Schwere, zum Teil lebensbedrohliche Infektionen, wie schwer heilende Wunden, Lungenentzündungen oder Fälle von Sepsis („Blutvergiftung“) können durch Bakterien ausgelöst werden, die widerstandsfähig (resistent) gegenüber üblichen Antibiotika sind. Man spricht in diesem Fall von multiresistenten Erregern – kurz: MRE. In Lübeck hat sich ein Netzwerk gebildet, um gegen diese Keime vorzugehen.

Die Corona-Pandemie hat vielerorts die Aktivitäten zur Bekämpfung anderer Infektionserregern eingeschränkt. Mit einer Auftaktveranstaltung soll die Wichtigkeit abgestimmter präventiver Hygienemaßnahmen in den Vordergrund gestellt werden. Um Übertragungen von Krankheitserregern zu vermeiden, ist es wichtig, dass nicht nur medizinisches Personal, sondern auch Pflegefachkräfte und andere betreuende Personen mit einbezogen werden.

Um den zunehmenden Problemen mit multiresistenten Erregern (MRE) wirksam entgegenzutreten, besteht seit vielen Jahren ein Verbund der unterschiedlichen Beteiligten, wie Kliniken, Ärzte, Hygienefachkräfte, pflegerische Einrichtungen und weiteren.

Ende September 2022 trafen sich deshalb Fachkräfte aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich, aber auch Vertretern aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, Gemeinschaftsunterkünften sowie Interessierte bei der Veranstaltung „MREplus Netzwerk Lübeck“. Im Rahmen von Fachvorträgen und Diskussionsmöglichkeiten tauschten sich die Experten rund um dieses Thema in den Media Docks aus. Denn um Krankheiten zu reduzieren sind alle gefragt: von den Ärzten über die Labordiagnostik bis hin zum umfassenden Hygienebewusstsein aller Versorgenden. So stand diese Auftaktveranstaltung auch unter dem Motto „Time is now“.

„Die Bekämpfung von multiresistenten Erregern ist eine gemeinschaftliche Aufgabe im Gesundheitswesen. Neben Maßnahmen zum sinnvollen Einsatz von Antibiotika, dem so genannten Antibiotic Stewardship (ABS), ist eine weitere wichtige Säule die Abstimmung von Hygienemaßnahmen im ambulanten und stationären Bereich. Die in Lübeck seit vielen Jahren erfolgreich gelebten Runden mit den unterschiedlichen Professionen haben dazu geführt, dass wir bewusst den Zusatz 'plus' in die Namensgebung einbezogen haben, da eine Vielzahl von Themen neben ABS behandelt wurden“, so Dr. Alexander Mischnik, Leiter des Lübecker Gesundheitsamtes.

„Unser Ziel ist es, durch den Austausch und die fachliche Abstimmung zu einem erhöhten Patientenschutz beizutragen. Das Gesundheitsamt sieht sich als Akteur in einem Netzwerk von unterschiedlichen Berufsgruppen und Interessen, bündelt und moderiert. Das Netzwerk kann nur durch starke Akteure funktionieren. Diese Aktivitäten möchten wir nun wieder aufnehmen“, fährt er fort. Ein Folgetermin sei bereits für März 2023 geplant.

Weitere Informationen sind online abrufbar unter www.luebeck.de/gesundheitsamt. Das Netzwerk MREplus ist telefonisch unter der Rufnummer 0451/122-5369 oder per Email an mreplus@luebeck.de erreichbar.

Die Auftaktveranstaltung fand in den MediaDocks statt. Foto: HL

Die Auftaktveranstaltung fand in den MediaDocks statt. Foto: HL


Text-Nummer: 154222   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 02.10.2022 um 15.37 Uhr

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