Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Matt Mullican stellt Berlin-Block in St. Petri aus

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 07.10.2022, 14.07 Uhr: Am Samstag, den 8. Oktober 2022, um 17 Uhr wird die Einzelausstellung "Church" von Matt Mullican in Anwesenheit des Künstlers in der Kirche St. Petri zu Lübeck eröffnet. Die Installation bildet den dritten Teil von Ausstellungen und Interventionen des diesjährigen Possehl-Preisträgers für Internationale Kunst.

Noch bis zum 9. Oktober ist die florale Inszenierung auf der Domwiese "Five Color Garden" zu sehen, bis zum 6. November die Bodenarbeit "Five World Chart On Brick" auf der Terrasse des Hansemuseums. Am 29. Oktober erhält Matt Mullican den Possehl-Preis für Internationale Kunst 2022 und die Kunsthalle St. Annen zeigt die Werkschau "Mapping The World. 50 Years Of Work" bis 8. Januar kommenden Jahres.

Die monumentale Installation, „Berlin-Block“ von Matt Mullican, die im Kirchenraum von St. Petri unter dem Titel "Church" präsentiert wird, besteht aus 169 großflächigen Leinwänden. Verhandelt wird das Verhältnis zwischen Raum, Bild und Erlebnis, ein zentrales Thema im Werk Mullicans. Jeweils Tafeln von sechs Bildern schaffen großflächige, raumgreifende Elemente und gehen eine interessante Verbindung und Dynamik zwischen Werk und Ort ein. Die Petrikirche wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt und konnte nach umfangreichem Wiederaufbau erst 1987 einer neuen Nutzung als Stadt- und Kulturkirche unter pastoraler Leitung zugeführt werden. Seitdem gilt die weitgehend leere und lichtdurchflutete Kirchenhalle als ein herausragender Kulturort für den Dialog zwischen Kunst, Religion und Wissenschaft. Der Innenraum wurde „vereinfacht“ und vorwiegend in weißer Farbe gefasst. Zahlreiche Säulen teilen das Innere in fünf Schiffe. Mullican stellt seine Tafeln um die Säulen und schafft somit eine Passage, in der eine Verbindung zwischen Werk und Architektur entsteht.

„Berlin Block“ ist ein monumentales Werk, sowohl von der Anzahl der Leinwände als auch vom riesigen Ausmaß der entstehenden Installation. Gleichzeitig ist es ein besonders nüchternes Werk Mullicans. In der charakteristischen Frottagetechnik ausgeführte schwarze Zeichen auf weißem Hintergrund sind das Leitmotiv dieser sprachlichen und semantischen Reise durch zahlreiche Themen des Künstlers. Die Einfachheit und unmittelbare Dynamik ihrer Herstellung wird zu einem Schlüsselelement, das diese Serie einzigartig macht. Durch die Abwesenheit von Farbe verbindet sich die schwarz-weiße Arbeit mit ihrer Umgebung und unternimmt den Versuch, die großen Räumlichkeiten mit geometrischer Präzision abzutasten. Die jeweils aus sechs Werken zusammengestellten 23 Blöcke bilden einen Gang, dessen 6 Meter-Höhe die ausgeprägte Vertikalität der bis zu 17-Metern hohen Räume der St.-Petri-Kirche widerspiegelt.

Die Ausstellung in St Petri ist bis zum 6. November geöffnet.

Matt Mullican ist diesjähriger Possehl-Preisträger für Internationale Kunst. Foto: Felix König

Matt Mullican ist diesjähriger Possehl-Preisträger für Internationale Kunst. Foto: Felix König


Text-Nummer: 154303   Autor: Veranstalter/red.   vom 07.10.2022 um 14.07 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.