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Lübecks Abwasser sorgt für Strom und Wärme in Hamburg

Lübeck: Archiv - 14.10.2022, 12.26 Uhr: Früher war Klärschlamm ein begehrter Dünger in der Landwirtschaft. Schadstoffe, Mikroplastik und Medikamentenreste im Abwasser sorgen aber zunehmend für Probleme. Für die 25.000 Tonnen Klärschlamm im Jahr, die in Lübeck anfallen, gibt es eine Lösung: Sie werden in Zukunft in Hamburg zu Strom und Wärme.

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Staatsrat Michael Pollmann, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Hamburg (BUKEA), Ingo Hannemann, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, Christine Mesek, Verbandsvorsteherin des Abwasserzweckverbandes (AZV) Südholstein, und Jan-Dirk Verwey, Geschäftsführender Direktor der Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) gaben den Startschuss für den Erweiterungsbau.

Ab 2029 wird das Ausbringen von Klärschlamm als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen weitestgehend gesetzlich verboten sein. Landwirtschaftliche Klärschlammentsorgung stellt daher eine erhebliche Belastung für die Umwelt, insbesondere für Böden und Gewässer dar. Um die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen umzusetzen, stehen deutschlandweit viele Entsorger vor der Herausforderung, neue Wege für eine umweltgerechte Klärschlammentsorgung zu finden.

Bereits 2019 haben "Hamburg Wasser", der AZV Südholstein und die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) für die Erweiterung der Verbrennungsanlage VERA in Hamburg eine interkommunale Kooperation geschlossen. Damit sichern sich die beiden Partner aus Schleswig-Holstein frühzeitig eine zuverlässige und fachgerechte Entsorgung der anfallenden Klärschlammmengen, die den strengen gesetzlichen Regelungen entspricht. "Hamburg Wasser" kann hingegen mit garantierten Klärschlammmengen für den Betrieb der Verbrennungsanlage rechnen. Die Gründungsarbeiten für den Anbau sind in vollem Gange, 2025 soll er in Betrieb gehen.

Dr. Jan-Dirk Verwey, Geschäftsführender Direktor Entsorgungsbetriebe Lübeck: „In der Hansestadt Lübeck mit ihren 220.000 Einwohnern fallen im Jahr etwa 25.000 Tonnen Klärschlamm mit einem Trockensubstanzgehalt von 19 bis 25 Prozent an, der zukünftig in der VERA entsorgt wird. Die EBL sind mit Aufgaben der Daseinsvorsorge betraut und können mit dieser Partnerschaft Entsorgungssicherheit und Ressourcenschutz in diesen unruhigen Zeiten sicherstellen. Die Kooperation fußt auf dem Prinzip der gemeinsamen Aufgabenerledigung und mit dem Einbringen der jeweiligen Stärken. Für die bisherige sehr konstruktive Zusammenarbeit danke ich den Kooperationspartnern ausdrücklich."

Die Arbeiten haben begonnen: Hamburg übernimmt ab 2025 den Lübecker Klärschlamm. Fotos: EBL

Die Arbeiten haben begonnen: Hamburg übernimmt ab 2025 den Lübecker Klärschlamm. Fotos: EBL


Text-Nummer: 154429   Autor: Hamburg Wasser/red.   vom 14.10.2022 um 12.26 Uhr

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