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Lübeck erinnert an Sturmflut vor 150 Jahren

Lübeck: Am 13. November dieses Jahres jährt sich die bisher schwerste Ostseesturmflut zum 150. Mal. Mit etwa 3,30 Meter über Normalnull hatte das Hochwasser verheerenden Folgen entlang der Ostseeküste: Zahlreiche Menschen kamen ums Leben, Häuser und Schiffe wurden zerstört, Nutz- und Haustiere ertranken. Mit mehreren Veranstaltungen erinnert die Stadt an die Katastrophe.

Hierzu stellen sich verschiedene Fragen, vor allem mit Blick auf den steigenden Meeresspiegel als Folge des Klimawandels: Kann so ein Ereignis wieder auftreten und welche Folgen hätte dies für Lübeck? Gibt es Schutz- oder Anpassungsmaßnahmen, die die Hansestadt ergreifen könnte? Und wissen Bürgerinnen und Bürger überhaupt, dass sie gesetzlich verpflichtet sind, sich vor Hochwasser zu schützen?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die Klimaleitstelle der Hansestadt Lübeck im Rahmen der Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes, das im September 2020 durch die Lübecker Bürgerschaft beschlossen wurde. Unterstützt wird die Klimaleitstelle durch zwei Forschungsprojekte: SEASCApe II und Komm.Flut.Ost. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Universität Rostock und des Global Climate Forums Berlin werden unter anderem die Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels als Folge des Klimawandels systematisch analysiert und mögliche Anpassungs- und Schutzmaßnahmen bewertet. 2023/2024 sollen die Ergebnisse vorliegen.

Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und zu informieren, lädt die Klimaleitstelle zu verschiedenen Veranstaltungen ein: Die Veranstaltungsreihe startet mit dem Vortrag „Der Pegel steigt! 150. Jahrestag der Ostseesturmflut von 1872“ am 9. November 2022. Nach einer Begrüßung durch den Senator Ludger Hinsen wird Dr. Elke Kruse einen kurzen Überblick über die Arbeit der Klimaleitstelle zu diesem Thema geben. Anschließend wird Dr. Jacobus Hofstede vom Referat Küstenschutz, Hochwasser und Häfen im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein die Katastrophenflut von 1872 hinsichtlich ihrer Entstehung und Auswirkungen genauer analysieren. Zudem wird er der Frage nachgehen, ob sich dieses Ereignis wiederholen kann.

Zum Ende werden Dr. Jana Koerth und Dr. Anna Lena Bercht von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Outdoor-Ausstellung „ÜberFlut“ eröffnen. Entlang der Kaikante beim Schuppen 6 an der Untertrave werden Ausstellungstafeln zum Thema „Überflutung? Eigenverantwortung. Wissen.“ angebracht, mit Beiträgen von Lübeckerinnen und Lübeckern. Bei hohen Coronazahlen werden die Vorträge alternativ digital stattfinden.

Am 13. November 2022 – dem eigentlichen Jahrestag – lädt der Lübecker Stadtführer e.V. zusammen mit der Klimaleitstelle der Hansestadt Lübeck zu einer Führung mit dem Titel „Was haben Margarine und Badewanne mit Hochwasser zu tun?“ durch die gefährdeten Gebiete der Altstadt ein. Es werden nicht nur die ersten erhöhten Siedlungsgebiete gezeigt, sondern auch die Sicherungsmaßnahmen der Altstadthäuser erläutert.

Die Veranstaltungstermine

Vortrag: „Der Pegel steigt! 150. Jahrestag der Ostseesturmflut von 1872“
Termin: Mittwoch, 9. November 2022
Uhrzeit: 17 bis 18.30 Uhr
Ort: Schuppen 6, An der Untertrave 47a
Anmeldung: klimaleitstelle@luebeck.de

Outdoor-Ausstellung: „ÜberFlut“
Termin: Mittwoch, 9. November bis 7. Dezember 2022
Ort: An der Außenwand des Schuppen 6 entlang der Kaikante, An der Untertrave 47a
Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen des Vortrags statt. Die Ausstellungstafeln sind rund um die Uhr zugänglich.

Stadtführung: „Was haben Margarine und Badewanne mit Hochwasser zu tun?“
Termin: Sonntag, 13. November 2022
Uhrzeit: 11 bis 13 Uhr
Treffpunkt: Schuppen 6, An der Untertrave 47a
Keine Anmeldung notwendig.

Wie stark kann das Hochwasser in Lübeck steigen?

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Text-Nummer: 154826   Autor: Presseamt Lübeck   vom 06.11.2022 um 12.34 Uhr

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