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FFF: Kundgebung zur Klimakonferenz

Lübeck - Innenstadt: Am Samstag, 12. November, hat Fridays for Future Lübeck mit einer Kundgebung vor dem Lübecker Rathaus auf die aktuell im ägyptischen Sharm El-Sheikh stattfindende Weltklimakonferenz (COP27) aufmerksam gemacht. Fridays for Future betont, dass die Stimmen der Menschen im globalen Süden, die schon jetzt am stärksten von Klimafolgen betroffen sind und am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben, im Zentrum der Weltklimakonferenz stehen müssten.

„Auf der Weltklimakonferenz müssen die Industriestaaten des globalen Nordens, die Hauptverursacher der Klimakrise sind, endlich Verantwortung übernehmen und sich zu ausreichender Klimafinanzierung verpflichten, vor allem auch in Form von Reparationszahlungen für Schäden und Verluste im globalen Süden. Bislang bleibt die internationale Klimafinanzierung weit hinter den Zusagen zurück, zudem sind diese Gelder für Klimaanpassung und Klimaschutzmaßnahmen bestimmt, aber eben nicht für die Klima-Folgekosten. Das muss sich ändern! Das ist eine Frage von globaler Gerechtigkeit für diejenigen, die bereits heute ums Überleben kämpfen“, sagt Fine Beckfeld von Fridays for Future Lübeck.

Die Klimagerechtigkeitsbewegung fordert, dass auf und während der COP27 Handlungen statt weiterer leerer Worte und Versprechungen von Politiker stattfinden müssen. „Trotz der Beschlüsse der letzten Weltklimakonferenzen steigen die Emissionen weltweit weiter an und wir bewegen uns mit rasanter Geschwindigkeit in Richtung Katastrophe. Es ist zynisch, dass der Bundeskanzler bei der Klimakonferenz sagt, es dürfe keine Renaissance der fossilen Energien geben, während die deutsche Bundesregierung langfristige Verträge über Gaslieferungen abschließt, das Dorf Lützerath in Nordrhein-Westfalen dem Braunkohletagebau opfert und fossile Energien weiterhin in Milliardenhöhe subventioniert. Energiekrise, Krieg und Inflation dürfen nicht als Ausreden genutzt werden, um weiter Lebensgrundlagen zu zerstören. Wir fordern die Bundesregierung auf, einen Ausstiegsplan für Investitionen in Kohle, Öl und Gas vorzulegen und die Finanzierung fossiler Projekte auf internationaler Ebene sofort zu beenden“, so Florian Doll von Fridays for Future Lübeck.

Besonders kritisch sehen die Demonstranten auch die Menschenrechtslage im Gastgeberland. „Die Vorstellung, Klimaschutz und Menschenrechte ließen sich voneinander trennen ist genauso falsch wie gefährlich. Demokratische Regierungen müssen sich auch für eine Stärkung der Zivilgesellschaft in Ägypten und eine Freilassung aller politischen Gefangenen einsetzen“, sagt Fine Beckfeld von Fridays for Future Lübeck.

Fridays for Future Lübeck demonstrierte am Samstag vor dem Rathaus. Foto: FFF Lübeck

Fridays for Future Lübeck demonstrierte am Samstag vor dem Rathaus. Foto: FFF Lübeck


Text-Nummer: 154965   Autor: FFF/red.   vom 12.11.2022 um 17.19 Uhr

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