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Luftschadstoffe: Lungenkranke besonders gefährdet

Lübeck: In Deutschland sterben nach Angaben der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie jährlich mehr als 100.000 Menschen wegen gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid vorzeitig. Die Lebensdauer der Betroffenen verkürzt sich im Schnitt um 2,4 Jahre. In Lübeck leben nach Angaben der AOK NordWest allein insgesamt 18.681 Menschen, die an Asthma bronchiale oder der chronischen Lungenerkrankung COPD erkrankt sind.

Zwar sind die Emissionen hierzulande im Vergleich zu 1990 um mehr als 40 Prozent gesunken. Doch 2020 wurden in Deutschland immer noch rund 717 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Vor allem Feinstaub ist allgegenwärtig: Er entsteht zum Beispiel bei Autoabgasen, beim Abrieb von Autoreifen, Bremsen und Straßenbelägen, bei Emissionen aus Heizungen und Kraftwerken oder aus der Landwirtschaft. Eine hohe Konzentration an Feinstaub kann bei Menschen mit COPD oder Asthma einen Krankheitsanfall auslösen. Kinder sind besonders anfällig: So kann eine höhere Belastung durch Luftverschmutzung in der frühen Kindheit später zu einer verminderten Lungenfunktion führen.

Eine aktuelle Studie aus Berlin zeigt, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Asthma- und COPD-Erkrankten bei erhöhten Stickstoffdioxid-Konzentrationen in der Luft ansteigt. Luftverschmutzung kann außerdem krebserregend sein. "Die Gesundheit wird vor allem durch Feinstaub mit einer Partikelgröße unter 2,5 Mikrometer belastet. Diese dringen sehr tief in die Atemwege ein und können über die Lungenbläschen in die Blutbahn gelangen. Hier können dann Entzündungsreaktionen ausgelöst und die Entstehung von Arteriosklerose befördert werden", sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard.

Was tun, um gesundheitliche Schäden durch Luftverschmutzung zu vermeiden?

"Körperliche Bewegung wie Fahrradfahren, Spazierengehen oder Schwimmen verbessert die Lungenfunktion und stärkt das Herz-Kreislauf-System", sagt Wunsch. Bei den sportlichen Aktivitäten sollte darauf geachtet werden, dass die Ozon- und Feinstaubwerte nicht im hohen Bereich liegen, um negative Effekte auf das Herz-Kreislauf-System zu vermeiden. "Wer häufiger das Rad nimmt oder zu Fuß geht, reduziert damit ebenfalls die Treibhausgasemissionen und tut aktiv etwas für die Umwelt", so Wunsch.

In Deutschland sterben jährlich mehr als 100.000 Menschen wegen gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe.  Foto: AOK/hfr.

In Deutschland sterben jährlich mehr als 100.000 Menschen wegen gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe. Foto: AOK/hfr.


Text-Nummer: 155013   Autor: AOK/Red.   vom 15.11.2022 um 11.01 Uhr

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