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Gemeinsame Gedenkstättentagung in Lübeck

Lübeck: Unter dem Titel "Neues Erinnern – alte Geschichte(n). Umbruch und Kontinuität in Gedenkstätten und Erinnerungsorten" findet vom 18. bis 20. November 2022 in Lübeck die 2. Gemeinsamen Gedenkstättentagung Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein statt. Zum Auftakt am Freitagnachmittag werden hochrangige Vertreter der Bildungs- und Kulturministerien der beiden Bundesländer sprechen.

Am Freitagabend findet eine Podiumsdiskussion mit Bürgermeister Jan Lindenau im Lübecker Rathaus statt. Veranstalter der Tagung sind acht Organisationen aus beiden Ländern. Die 1. Gemeinsame Gedenkstättentagung fand im November 2019 in Schwerin statt.

Gedenken und Erinnern an deutsche Zeitgeschichte sind auf vielen Ebenen in Bewegung geraten. Besonders die Debatte um die Zukunft der Erinnerungskultur bewegt viele Menschen. Meist geht es dabei um zeitgemäße, antirituelle und auf junge Menschen konzentrierte Formen der Vergegenwärtigung der NS-Verbrechen und des SED-Unrechts. Aber auch die historische Forschung und der gesellschaftliche Wandel verändern die Voraussetzungen für das öffentliche Erinnern. Wie wirkt sich das auf den Arbeitsalltag in Gedenkstätten, zeitgeschichtlichen Museen und Initiativen aus? Oft wird auch debattiert, in welchem Verhältnis die unterschiedlichen Verfolgungskomplexe und Ereignisse zueinander sowie die Kulturen des Erinnerns zu gegenwärtigen Herausforderungen stehen.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Tagung in ihrem Schwerpunkt dem Gedenken, Erinnern und Lernen in der Hansestadt Lübeck – und deren Leerstellen sowie aktuellen Entwicklungen. Insbesondere die Zeit des Nationalsozialismus steht dabei im Vordergrund, daneben geht es auch um die Jahrzehnte der deutschen Teilung, da Lübeck bis 1989 Grenzstadt zur DDR war.

Die mit 80 Teilnehmer erfreulicherweise ausgebuchte Tagung, die in der Gedenkstätte Lutherkirche stattfindet, führt in die Erinnerungs- und Gedenklandschaft Lübecks ein, diskutiert mit maßgeblichen Akteuren den aktuellen Stand der Weiterentwicklung der städtischen Erinnerungskultur und stellt wichtige lokale Brennpunkte der Auseinandersetzung mit dem "Zeitalter der Extreme"(Eric Hobsbawm) eingehend vor.

Veranstalter:
Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Schleswig-Holstein
Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten
Evangelische Akademie der Nordkirche
Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein e.V.
Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein e.V.
Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein
Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V.
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Zum Veranstaltungsprogramm: www.gedenkstaetten-sh.de/

Die Tagung findet in der Gedenkstätte Lutherkirche statt und ist ausgebucht.

Die Tagung findet in der Gedenkstätte Lutherkirche statt und ist ausgebucht.


Text-Nummer: 155065   Autor: GDS LK/Red.   vom 17.11.2022 um 11.11 Uhr

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