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Thementag Kolonialismus und Rassismus in zwei Museen

Lübeck: Am Sonntag, 20. November, lädt die Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck zum Thementag „Kolonialismus und Rassismus“ anlässlich der Sonderausstellung „Afrika und Lübeck – eine Spurensuche“ von 10 bis 17 Uhr in das Industriemuseum Herrenwyk ein.

Mit einem abwechslungsreichen Aktionsprogramm heißt die Völkerkundesammlung Lübeck Jung und Alt willkommen und gibt mit Führungen, Buchpräsentationen, Kurzvorträgen und Workshops anregende Informationen zum Thema „Kolonialismus und Rassismus“. Der Thementag endet mit einem inspirierenden Vortrag zur Kolonialgeschichte schleswig-holsteinischer Museumssammlungen von 19 bis 21 Uhr im Museum für Natur und Umwelt.

Das erste Tageshighlight ab 10 Uhr ist ein Trickfilmworkshop für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Unter dem Motto „Mache deinen eigenen Film!“ wird erlernt wie ein Trickfilm produziert wird und Content für den eigenen TikTok, YouTube und anderen Social Media Auftritt erschaffen wird, so dass es gleich an die praktische Umsetzung geht. Maximale Teilnehmeranzahl sind 20 Personen, eine Anmeldung unter vks@luebeck.de ist notwendig.

Neben dem weiteren Aktionsprogramm startet ab 14 Uhr das erste Kücknitzer Hochofengespräch mit einer Diskussion über „Cancel Culture? Oder: Darf man heute noch Karl May lesen?“. Dr. Lars Frühsorge, der Leiter der Lübecker Völkerkundesammlung, diskutiert über Alltagsrassismus und den aktuellen Streit um kulturelle Aneignung und Unterhaltungsliteratur mit den Gästen Evans Gumbe, Dozent der Technischen Hochschule Lübeck und Teil der afrikanischen Community in Lübeck, und Franziska Schüßler, Wissenschaftsphilosophin des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck. Ab 15 Uhr findet eine der beliebten Führungen durch die Sonderausstellung „Afrika und Lübeck – eine Spurensuche“ mit dem Kurator Dr. Lars Frühsorge statt.

Der Thementag „Kolonialismus und Rassismus“ klingt ab 19 Uhr mit einer Premiere im Museum für Natur und Umwelt aus: Erstmalig präsentieren bei dem Vortragsabend führende Fachleute gemeinsam Exponate aus verschiedenen Teilen Schleswig-Holsteins und eröffnen so einen breiten Einblick in die Kolonialgeschichte des Bundeslandes. Dr. Mechthild Freudenberg vom Landesmuseum Schleswig, Dr. Claudia Kalka vom Projekt „Schleswig-Holstein – zwischen Weltoffenheit und Kolonialismus“ und Dr. Lars Frühsorge von der Lübecker Völkerkundesammlung geben Einblicke und Denkanstöße zur Kolonialgeschichte im Hinblick auf die Sammlungen der schleswig-holsteinischen Museen.

Die Teilnahme im Industriemuseum Herrenwyk beträgt für Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 3 Euro und für Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahren 2 Euro. Der Eintritt im Museum für Natur und Umwelt ist kostenfrei.

In der Geschichtswerkstatt Herrenwyk in der Kokerstraße finden mehrere Veranstaltungen statt. Foto: JW

In der Geschichtswerkstatt Herrenwyk in der Kokerstraße finden mehrere Veranstaltungen statt. Foto: JW


Text-Nummer: 155081   Autor: Museen   vom 17.11.2022 um 16.34 Uhr

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