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Abschlag für Fernwärme: TRAVE ist bereits tätig

Lübeck: Die Grundstücksgesellschaft TRAVE besitzt im Stadtteil Buntekuh 776 Wohnungen, in denen die Wärmelieferung aus einem vor Ort befindlichen Kraftwerk des bundesweit tätigen Energieversorgers Getec als Fernwärme erfolgt. Wie berichtet hat die Getec vor zwei Wochen die monatlichen Abschlagszahlungen für Wärmekunden ab 1. Dezember 2022 um 300 Prozent erhöht. Die TRAVE betont, dass sie bereits gegen die Erhöhung tätig geworden ist.

"Dies bringt viele Mieterinnen und Mieter in Schwierigkeiten, da sie die kurzfristig angekündigten neuen Abschläge aus ihrem Einkommen nicht leisten können. Aus dem Erhöhungsschreiben geht zudem nicht hervor, wie sich die Kosten der Getec bei der Wärmeerzeugung konkret entwickelt haben, um die neue Abschlagshöhe zu begründen", teilt das Unternehmen mit.

Die TRAVE habe sich deshalb bereits vor einigen Tagen selbst dazu entschlossen, die Erhöhung der Abschläge rechtlich prüfen zu lassen und ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Getec zu führen. Dieses werde Anfang Dezember in Lübeck stattfinden. Auch mit dem Bereich Soziale Sicherung der Hansestadt Lübeck und anderen Vermietern in Buntekuh sei die TRAVE schon in Abstimmung und gehe davon aus, "dass die Getec angesichts der jetzt von der Bundesregierung beschlossenen Preisbremse auch für Fernwärme ab 1. Januar 2023 die Höhe der geforderten Abschläge noch einmal kritisch überprüft."

Ein Anbieterwechsel ist bei der Fernwärme, anders als bei Gas und Strom, nicht möglich, da der Erzeuger das geschlossene Netz und das dazugehörige Kraftwerk selbst betreibt. "Grundsätzlich ist die Fernwärme aber eine effiziente und zukunftsfähige Beheizung, die in den nächsten Jahren mit neuen Wärmenetzen noch an Bedeutung gewinnen wird", sagt TRAVE-Geschäftsführer Dr. Matthias Rasch.

Die Grundstücksgesellschaft TRAVE erwartet, dass die Abschlagszahlungen für Fernwärme noch einem kritisch überprüft werden. Symbolbild

Die Grundstücksgesellschaft TRAVE erwartet, dass die Abschlagszahlungen für Fernwärme noch einem kritisch überprüft werden. Symbolbild


Text-Nummer: 155232   Autor: Trave/red.   vom 24.11.2022 um 16.11 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Horsti

schrieb am 24.11.2022 um 16.35 Uhr:
Die Bundesregierung hat vor, im Rahmen der "Preisbremse" die Abschlagzahlung Januar 2023 zu übernehmen. In diesem Zusammenhang liegt es nahe, daß sich hier ein Unternehmen auf Kosten des Bundes sanieren will. Eine Erhöhung um 300% ist auch mit gestiegenen Öl- und Gaspreisen nicht zu rechtfertigen. (...)

Martin

schrieb am 24.11.2022 um 17.47 Uhr:
Und wenn das Haus mit Heizöl beheizt wird und man auch eine 300 Prozent Erhöhung bekommen hat, wo kann man sich da beschweren?
Zahlt die Erhöhung direkt Herr Habeck oder muß man sich da an die Geschäftstelle der grünen Partei wenden? Zahlen die das hier vor Ort aus oder muss man sich an die Bundesebene wenden?
Mit der falschen Energiepolitik kann man sich den ganzen Wohlstand ruinieren. Warme Pullover reichen da nicht aus um das wieder gerade zu biegen.

Alex

schrieb am 25.11.2022 um 04.56 Uhr:
@Martin
(Und wenn das Haus mit Heizöl beheizt wird und man auch eine 300 Prozent Erhöhung bekommen hat, wo kann man sich da beschweren?
Zahlt die Erhöhung direkt Herr Habeck oder muß man sich da an die Geschäftstelle der grünen Partei wenden?)


Da können Sie sich beim Wähler bedanken, der das Wahlprogramm vor der BTW 21 sicher gelesen hat oder sich bei den Mitgliedern der Ampel per Brief beschweren - Letzteres mit dem Erfolg des Sack Reis in China.

Sie wissen doch wie unsere gemeinsame Formel lautet: "Wir schaffen das"

Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen großen Schritt weiter!

Machen Sie es doch wie die Politik vorschlägt: Wem es hier bei "Wohlstand und Sicherheit" nicht gefällt, sollte an die Menschen in der Ukraine oder (damals) Syrien denken.

*Doppel-oder Dreifachwumms*