Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Heiligen-Geist-Hospital: Grüne erheben schwere Vorwürfe gegen Lindenau

Lübeck: Archiv - 28.11.2022, 11.55 Uhr: Die Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist erfreut, dass die Bürgerschaft dem Vorschlag von Bürgermeister Lindenau nicht gefolgt ist und das Alten- und Pflegeheim im Heiligen-Geist-Hospital (HGH) nicht geschlossen hat. Zudem werfen die Grünen Bürgermeister Lindenau vor, an Öffentlichkeit und Politik vorbei "Fakten geschaffen" und darüber die "Unwahrheit" gesagt zu haben.

Hierzu erklärt Mandy Siegenbrink, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl: „Die Altenpflege im HGH hat eine über 700jährige Tradition und ist ein zentraler Bestandteil unseres Weltkulturerbes und unserer Identität, die wir sehr gerne erhalten wollen. Uns ist bewusst, dass Pflege dort langfristig teurer sein könnte als in gewöhnlichen Pflegeheimen, aber wir sind bereit, einen Beitrag zum Erhalt unserer einmaligen Bau- und Kulturdenkmäler und Traditionen zu leisten. Wir sind sehr froh darüber, dass die Bürgerschaft mit großer Mehrheit dem Vorschlag zur Schließung von Bürgermeister Lindenau nicht gefolgt ist, die endgültige Entscheidung auf Februar vertagt und die Verwaltung zur Erarbeitung einer Weiterbetriebsperspektive aufgefordert hat. Besonders gefreut hat uns, dass auch die SPD nicht mehr für eine Schließung gestimmt hat, nachdem sie dies vorher in der Presse noch angekündigt hatte.”

Dr. Axel Flasbarth, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl, ergänzt: „Wir erheben in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Lindenau. Denn bereits am 10. Juni hat Herr Lindenau an Öffentlichkeit und Politik vorbei entschieden, den Betrieb eines Alten- und Pflegeheimes im HGH zu beenden. Eine Entscheidung, die nicht er treffen kann, sondern nur die Bürgerschaft. Erst am 1. November hat er dann Öffentlichkeit und Politik seinen Vorschlag zur Schließung unterbreitet.
Zudem hat Herr Lindenau am 10. Juni die Verwaltung angewiesen, die Planungen für die Sanierung des HGH zu beenden und damit begonnen, Fakten für eine Schließung des Alten- und Pflegeheimes zu schaffen. Öffentlichkeit und Politik wurden darüber bis heute nicht informiert.
Angesichts der von ihm für September 2023 avisierten Schließung hat Herr Lindenau am 1. November der Bürgerschaft vorgeschlagen: “Es ist ein Aufnahmestopp vorgesehen.” Tatsächlich wurde der Aufnahmestopp laut Verwaltung aber bereits am 5. September verhängt. Nach unseren Informationen gilt dieser Aufnahmestopp schon seit März.
Ein solch anmaßendes und widerrechtliches Entscheidungs- und Informationsverhalten gegenüber Öffentlichkeit und Politik ist im demokratischen Miteinander nicht hinnehmbar. Wir fordern Bürgermeister Lindenau auf, unverzüglich und transparent über sämtliche von ihm angewiesenen Maßnahmen und Entscheidungen aufzuklären, die die Sanierung des Heiligen-Geist-Hospitals erschweren und verzögern und eine Schließung des Alten- und Pflegeheimes vorbereiten.”

„Wir erheben schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Lindenau“, sagt Dr. Axel Flasbarth (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: GRÜNE

„Wir erheben schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Lindenau“, sagt Dr. Axel Flasbarth (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: GRÜNE


Text-Nummer: 155302   Autor: Nicolas Döring/red.   vom 28.11.2022 um 11.55 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.