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Lübecker Wohnungsmarkt: Mieten steigen weiter

Lübeck: Archiv - 29.11.2022, 09.15 Uhr: Die Mieten in deutschen Großstädten steigen seit Jahren nahezu unaufhaltsam an. Wer heute eine Mietwohnung sucht, zahlt bis zu 37 Prozent mehr als noch 2017. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, in der die Angebotsmieten von Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter, Bestand ohne Neubau) zwischen Januar und Oktober 2017 mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2022 verglichen wurden.

Demnach haben sich die Kaltmieten in den vergangenen 5 Jahren in allen 79 untersuchten Städten verteuert. Die Analyse von immowelt kam zu dem Ergebnis, dass Neumieter in 33 Städten aktuell sogar mindestens 20 Prozent mehr als noch 2017 bezahlen. Zum Vergleich: Die Inflation beträgt im gleichen Zeitraum knapp 15 Prozent, wobei vorwiegend die Entwicklung im laufenden Jahr die Teuerung getrieben hat.

Bis zur Coronakrise erhöhten sich die Mieten in den meisten Großstädten nahezu ungebremst. Im Zuge der Pandemie stockte das Wachstum in den größten Städten allerdings. Die Nachfrage verschob sich in Richtung kleinerer Großstädte, wo sich die Preise in der Folge deutlich verteuerten. Zuletzt haben die Mieten auch in den Metropolen wieder zugelegt.

So ist der Immobilienkauf aufgrund der seit Jahresbeginn deutlich gestiegenen Bauzinsen für viele Menschen nicht mehr leistbar. Dadurch konzentriert sich die Nachfrage noch stärker auf den Mietmarkt, was sich preistreibend auswirkt. In den ohnehin hochpreisigen Städten sind die Mieten in den vergangenen 5 Jahren deutlich gestiegen. So sind die Angebotsmieten in München von 16 Euro auf 18,70 Euro pro Quadratmeter geklettert. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent. In Stuttgart, der zweitteuersten Großstadt, zahlen Wohnungssuchende sogar 22 Prozent mehr für die Miete als vor 5 Jahren. Der Quadratmeter in der Schwabenmetropole kostet aktuell im Median 13,90 Euro. Damit sind Mietwohnungen in Stuttgart inzwischen teurer als in Frankfurt am Main, wo die mittlere Angebotsmiete seit 2017 um 12 Prozent gestiegen ist und aktuell bei 13,50 Euro pro Quadratmeter liegt. Etwas stärker fällt der prozentuale Anstieg in Hamburg (12,50 Euro) und Köln (11,80 Euro) aus, wo sich Mietwohnungen seit 2017 um jeweils 18 Prozent verteuert haben.

Am deutlichsten fällt das Plus in Rostock aus, wo sich die Angebotsmieten seit 2017 um 37 Prozent erhöht haben. Während Wohnungssuchende vor 5 Jahren für den Quadratmeter noch 6 Euro zahlten, sind es aktuell bereits 8,20 Euro. Damit ist das Niveau aber noch deutlich unter den Preisen in der Hansestadt: In Lübeck stiegen die geforderten Mietpreise von 7.80 Euro 2017 auf jetzt 9.80 Euro: ein sattes Plus von beachtlichen 26 Prozent.

Doch nicht in allen Großstädten liegen die prozentualen Mietpreisanstiege im zweistelligen Bereich. Insgesamt sind die Angebotsmieten in 21 von 79 untersuchten Großstädten langsamer gestiegen als die Inflation. Daneben haben sich Mietwohnungen auch in mehreren ostdeutschen Großstädten seit 2017 nur moderat verteuert. Experten erwarten aber auch hier Preissteigerungen. Dafür würden insbesondere die zunehmende Ansiedlung von Industrieunternehmen im Osten sowie das bisher vergleichsweise niedrige Preisniveau sprechen. In Zukunft könnte die Nachfrage nach Wohnraum in ostdeutschen Städten somit deutlich zunehmen.

Die Angebotsmieten in Lübeck sollen sich seit 2017 um 26 Prozent verteuert haben. Symbolbild.

Die Angebotsmieten in Lübeck sollen sich seit 2017 um 26 Prozent verteuert haben. Symbolbild.


Text-Nummer: 155317   Autor: Immowelt/Red.   vom 29.11.2022 um 09.15 Uhr

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