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Skater: Anlage dort bauen, wo sie nicht stört

Lübeck - Travemünde: Archiv - 13.12.2022, 20.00 Uhr: Anwohner-Argumente zum Lärmschutz haben die Diskussion um den richtigen Standort für Travemündes neue Skateanlage neu entfacht (Wir berichteten bereits am 5. Dezember). Jetzt äußern sich die Betroffenen. „Ein zusätzlicher Skatepark im Raum von Lübeck macht Sinn“, sagt Rico Roselius vom Hansestadt Lübeck Skateboard e.V. (HLSB). Wenn Travemünde einen Skatepark wolle, dann allerdings da, „wo sich keine Anwohner beschweren“.

Den Verein der Skater gibt es jetzt seit einem Jahr. In dieser Zeit hat man es auf beachtliche 44 Mitglieder gebracht. Die Skater wollen nicht untergehen im Stadtgefüge und sich da einbringen, wo Anlagen gebaut werden, erklärt der Vorsitzende Rico Roselius. Auch in Travemünde seien die jungen Leute in die Planungen mit eingebunden.

„Jede Altersgruppe hat das Recht, im öffentlichen Raum Platz zu beanspruchen“, argumentiert Rico Roselius. „Die älteren Menschen bekommen ihre Promenaden und Fitnessinstallationen und Sitzgelegenheiten in den Parks. Dann muss dort auch Platz sein einen Ort zu schaffen an dem sich Kinder und Jugendliche treffen und entfalten können.“

Der Wunsch der Skater für Travemünde und ganz Lübeck: „Es muss etwas Skatebares gebaut werden“. Für am nachhaltigsten halten sie eine Multifunktionshalle für den zunehmenden Freizeitsport. So eine Halle könnte nämlich witterungsunabhängig genutzt werden. Zum Beispiel auch mit einer Kletterwand oder für Parcours-Sportler. Wenn es aber eine Skateanlage sein solle, dann empfehlen die Aktiven einen Standort in Hafennähe, der auch schon im Gespräch gewesen sei. Angenommen werden würde die Anlage auch von Lübeckern auf jeden Fall, glauben sie. Sofern sich die Hindernisse von den bestehenden Anlagen deutlich unterscheiden. Der Standort ist für sie dabei nicht entscheidend. Es wäre zwar schön, am Strandbahnhof aus dem Zug zu steigen und die Anlage dort zu haben, aber: „Wenn der Skatepark woanders ist, fahren wir da hin.“

Der Verein bezieht klar Stellung zur Lärm-Diskussion: „Die Befürchtungen um den Lärm ist real und nicht zu verneinen. Wenn der Entwicklungsplan in Travemünde einen Skatepark vorsieht, und dieser im Ortszentrum in Nähe zu Wohnanlagen errichtet werden soll, müssen Lärmschutz Installationen errichtet werden. Um der Verschwendung von Steuergeldern entgegenzuwirken um sich den Lärmschutz zu sparen, wäre es allerdings besser einen Ort weiter außerhalb zu finden, dichter am Hafen oder anderen Gewerbeflächen, wo der Lärmpegel ohnehin schon hoch ist.“ Oder eben eine lärmfreie Halle als zentrale Begegnungsstätte.

Im Seebad Travemünde gab es schon einmal eine Skateanlage. Zuerst am damaligen Parkplatz Baggersand, dann auf dem Parkplatz Leuchtenfeld. Heranwachsende konnten dort ihrem Sport nachgehen, anschließend an den Strand gehen. Doch seit vielen Jahren bleibt es bei der Nachfolge-Anlage nur bei Ankündigungen.

Plädieren für einen Standort, wo Anwohner nicht gestört werden: Rico, Merlin, Joop und Lorenz vom Hansestadt Lübeck Skateboard e.V.  (HLSB). Foto: Helge Normann

Plädieren für einen Standort, wo Anwohner nicht gestört werden: Rico, Merlin, Joop und Lorenz vom Hansestadt Lübeck Skateboard e.V. (HLSB). Foto: Helge Normann


Text-Nummer: 155597   Autor: Helge Normann   vom 13.12.2022 um 20.00 Uhr

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