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Fahrradstraßen: Politik will Querung durch die Altstadt

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 22.12.2022, 14.00 Uhr: Eine lange Liste von Vorschlägen für zukünftige Fahrradstraßen hatte die Politik der Verwaltung zur Prüfung vorgelegt. Am Montag wurde im Bauausschuss darüber debattiert. Die Politiker möchten dabei alle Straßen weiter auf der Prüfliste behalten – auch die, für die die Verwaltung keine Chancen sieht.

Gute, mittlere und schlechte Voraussetzungen
Bei fünf geprüften Routen für Fahrradstraßen waren die Voraussetzungen sehr gut (Eschenburgstraße, Bergenstraße, Charlottenstraße / Uhlandstraße / Bernt-Notke-Straße, Wakenitzstraße / Hohelandstraße, Rose). Sechs weitere Vorschläge landeten in der mittleren Kategorie (Lindenstraße / Märkische Straße, Brockesstraße, Moltkeplatz / Von-Morgen-Str. / Elisa-Bartels-Str., Kastanienallee / Adalbert-Stifter-Str. / Sudentenstraße, Gärtnergasse, Rehsprung / Hudestraße). Und drei Vorschläge schnitten sehr schlecht ab (Hauptbahnhof / Holstenstraße / Hüxtertor, Hauptbahnhof / Beckergrube / Hüxtertor, Klingenberg / Engelswisch).

Querung der Altstadt mit dem Fahrrad
Den Politikern im Ausschuss ging es jedoch gerade um die als „schlecht“ bewerteten Vorschläge, denn sie betreffen die Querung durch die Altstadt. Zu der Bewertung führte unter anderem, dass Fahrradstraßen nur eine untergeordnete Bedeutung für den Kraftfahrzeugverkehr haben dürfen. Das sei zum Beispiel bei der vorgeschlagenen Route vom Bahnhof über die Holstenstraße weniger gegeben, hieß es von Seiten der Verwaltung. Etwa aufgrund des Busverkehrs und des Lieferverkehrs. Man erkenne nicht, dass dort eine Fahrradstraße angeordnet werden könne. Dr. Ulrich Brock (CDU) sah das etwas anders: „In der Holstenstraße ist es ja so, dass wir da nur noch sehr mäßig hochfahren und auch das in Frage stellen können“, meinte er. Weiter sprach er von größeren Anstrengungen, die unternommen werden sollten, denn „da fehlt ja die Querung der Altstadt mit dem Fahrrad.“

Auch Parallelstraßen prüfen
Der Ausschussvorsitzende Christopher Lötsch (CDU) warf ein, wenn eine Straße nicht passe, dann passe ja vielleicht die Parallelstraße. „Da erwarten wir einfach, dass das vernünftig geprüft wird“, so Lötsch. Auch die drei als schlecht bewerteten Verbindungen sollten als Prüfauftrag verbleiben, erweitert darum, dass auch Parallelstraßen mit geprüft werden können. Kernpunkt sei eben die Querverbindung für die Radfahrer

Mit den einfachen Straßen anfangen
Die Vertreter der Verwaltung schlugen nun vor, angesichts des nicht gerade trivialen Aufwands erst einmal mit den vielversprechendsten Straßen anzufangen. Ansonsten sei ja auch ein Verkehrsentwicklungsplan beauftragt, der auch besage, dass ein Wegeroutennetz für die gesamte Stadt erstellt werden solle. Darin werde dann auch die Frage der Querung der Altstadt behandelt. Man solle erst einmal die Prüfung des Gesamtnetzes abwarten.

Alle Vorschläge bleiben Prüfauftrag
Der Bauausschuss-Vorsitzende erklärte, man habe nichts dagegen, wenn mit bestimmten Straßen angefangen werde. Der Ausschuss sei aber dagegen, einen Bericht zur Kenntnis zu nehmen, bei dem drei Strecken herausgestrichen seien. Wie das dann abgearbeitet werde, sei Sache der Verwaltung. Entsprechend wurde beschlossen, dass die drei „schlechten“ Routen als „perspektivisch“ im Auftrag verbleiben und der Bericht als Zwischenbericht zur Kenntnis genommen werde.

Der Bauausschuss debattierte über das Thema „Fahrradstraßen“. Besonders die Querung der Innenstadt ist den Politikern wichtig. Foto: Archiv

Der Bauausschuss debattierte über das Thema „Fahrradstraßen“. Besonders die Querung der Innenstadt ist den Politikern wichtig. Foto: Archiv


Text-Nummer: 155763   Autor: Helge Normann   vom 22.12.2022 um 14.00 Uhr

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