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Lübeckerin wird Chefin des Deutschen-Polizeisport-Kuratoriums

Lübeck: Mit Beginn des neuen Jahres hat Maren Freyher, Leiterin der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und Bereitschaftspolizei (PD AFB) Eutin, eine neue Aufgabe übernommen: Sie ist Bundesvorsitzende des Deutschen Polizeisportkuratoriums. Die 53-jährige Polizistin wurde für zwei Jahre gewählt und bei einem Festakt in Düsseldorf in ihr neues Amt eingeführt.

Mit der Leitenden Polizeidirektorin hat die schleswig-holsteinische Landespolizei für eine zweijährige Dauer die Führung des Deutschen Polizeisportkuratoriums übernommen. In den vergangenen Jahren war Maren Freyher bereits stellvertretende DPSK-Vorsitzende. Sie kennt sich also aus: „Die Übernahme des Vorsitzes und der Geschäftsstelle ist sportlich herausfordernd. Ich übernehme diese Aufgabe mit großem Respekt, da ich um die Verantwortung und Arbeit weiß, die auf das Team Landespolizei und mich zukommt.“

Der DPSK Vorsitz sei ein wichtiger Beitrag für die Gültigkeit des Mottos „Sicherheit braucht Fitness“. Die schleswig-holsteinische Landespolizei hatte in der über 70-jährigen Geschichte des DPSK zweimal den Vorsitz (1958 bis 1959 und 1989 bis 1991) inne. „Insofern will die schleswig-holsteinische Landespolizei nunmehr im Rahmen der föderalen Struktur wieder ihren Beitrag für das DPSK leisten“, erklärt Freyher, die weiterhin die PD AFB leiten wird.

Innen- und Sportministerin Sabine Sütterlin-Waack bezeichnete die Übernahme des Vorsitzes im Deutschen Polizeisportkuratorium als Ehre für Schleswig-Holstein. Mit der Wahl der Leitenden Polizeidirektorin zur DPSK-Vorsitzenden sei eine „exzellente Entscheidung“ getroffen worden. „Maren Freyher ist es gewohnt, über den Tellerrand hinaus zu schauen und Ideenvielfalt einzubringen. Sie hat damit die Gelegenheit, den Polizeisport in Deutschland aus einer besonderen Funktion und Verantwortung heraus zu gestalten, und das möglicherweise auch durch eine andere Perspektive aus dem hohen Norden der Republik“, so Sütterlin-Waack.

Sie stehe dem Polizeisport nicht nur aufgeschlossen gegenüber, sondern sehe die sportliche Betätigung als selbstverständlich und als Grundlage für den Beruf an. „Wer als Polizistin oder als Polizist die Belastungen und Herausforderungen des Berufes erfolgreich bewältigen will, muss physisch und psychisch fit sein. Regelmäßiger Sport zur Gesunderhaltung ist da unverzichtbar“, weiß die Ministerin. Neben der körperlichen Belastungsfähigkeit brauche es im Sport wie im Polizeiberuf aber auch die mentale Stärke und eine wertschätzende Grundhaltung. Dazu gehöre ein faires und sich gegenseitig motivierendes Teamverhalten. Sport vermittele Werte und Einstellungen, die auch für den Polizeiberuf unverzichtbar seien. Für den Leistungs- und Spitzensport böten die Polizeien der Länder und des Bundes ideale Voraussetzungen, meinte Sütterlin-Waack.

Maren Freyher

Maren Freyher wurde in Lübeck geboren und ist dort aufgewachsen. Sie besuchte die Klosterhof-  und die Thomas-Mann-Schule. Sport habe schon immer eine große Rolle in ihrem Leben gespielt, so Freyher. In ihrer Jugendzeit betätigte sie sich im AIKIDO-Club Lübeck. Mit großem Respekt erinnert sich die heute 53-Jährige an Helga Brand, die dort mit ihrem Mann Rolf den Nachwuchs trainiert hatte. Helga Brand war als angesehene „Meisterin“ die erste Frau in Deutschland mit dem 5.-Dan-Aikido. „Sie war und ist nach wie vor für mich ein enorm prägendes Vorbild“, sagt Maren Freyher. Die individuellen Eigenschaften im Sport und die Vermittlung von persönlichen und sportlichen Lebensgrundlagen habe sie sich in großem Maße auch von Helga Brand angenommen, berichtet sie.

Als Schülerin hätte sie sich auch beim Lübecker Ruderclub engagiert, sagt Maren Freyher. „Und die Laufstrecken an der Trave und Wakenitz sind mir nach wie vor durchaus vertraut. Für meinen ersten Halbmarathon hatte ich vor ein paar Jahren bewusst Lübeck gewählt und als Volkssportlerin auch erfolgreich absolviert“, so die Polizistin.

Erfolge beim Polizeisport habe sie in jüngeren Jahren im Rahmen von Landespolizeimeisterschaften in der Leichtathletik beim Langstreckenlauf auf dem Sportplatz am Buniamshof für sich verbuchen können. „Nach wie vor verbringe gerne meine Freizeit in Lübeck, unter anderem mit Radfahren an der Trave und Wakenitz“, so die Leiterin der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und Bereitschaftspolizei in Eutin. Die Familie von Maren Freyher lebt in Lübeck, sie selbst mit Ehemann und der Hündin „Abbey“, einem Chesapeake-Bay-Retriever, am Westensee (Rendsburg-Eckernförde).

Das Deutsche Polizeisport-Kuratorium

Das Deutschen Polizeisportkuratorium (DPSK) wurde am 3. November 1949 in Frankfurt am Main gegründet. Es besteht aus den Polizeisportbeauftragten des Bundes und der Länder und wird durch einen selbstgewählten Vorstand geführt. Es ist ein beratendes Gremium, das sich um die verschiedenen Bereiche des Polizeisports kümmert. Dazu zählen Dienstsport, Wettkampfsport, Spitzensport sowie Gesundheits- und Präventionssport.

Maren Freyher zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden des DPSK Hans-Heinrich Heinsen und Innenministerin Sütterlin-Waack beim Eröffnungsfestakt zu den Deutschen Polizeifußballmeisteschaften im September. Foto: Thomas Gründemann

Maren Freyher zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden des DPSK Hans-Heinrich Heinsen und Innenministerin Sütterlin-Waack beim Eröffnungsfestakt zu den Deutschen Polizeifußballmeisteschaften im September. Foto: Thomas Gründemann


Text-Nummer: 155991   Autor: Th. Gründemann/red.   vom 07.01.2023 um 13.50 Uhr

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