Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Hamburg-Lübeck: Bahn zeigt Auslastung der einzelnen Waggons

Lübeck: Die Deutsche Bahn möchte in S-Bahnen und Regionalbahnen in Zukunft die Auslastung in den einzelnen Waggons anzeigen. Die erste Teststrecke für Regionalbahnen ist die Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck. Hier wird das System im Februar eingeführt.

Die Deutsche Bahn (DB) führt Echtzeit-Auslastungsanzeigen auf ersten Strecken im Regionalverkehr ein. Dabei werden Informationen zur Auslastung der Waggons ermittelt und auf dem Bahnsteig, am Fahrzeug und per App direkt an die Fahrgäste weitergegeben.

Hinter den Auslastungsanzeigen steckt ein umfassendes System zum Kapazitätsmanagement. "Damit finden Kunden schneller einen Sitzplatz und der Bahnbetrieb wird effizienter", teilte das Unternehmen am Sonntag mit. "Wenn Reisende nämlich gezielt in wenig besetzte Wagen einsteigen, können Züge pünktlicher abfahren. Das wiederum ermöglicht eine bessere Nutzung der Kapazitäten im Schienennetz."

Die Auslastungsanzeige am Bahnsteig erfolgt in dreistufiger Ampellogik oder in Personen-Piktogrammen für die jeweiligen Wagen. So sehen Kunden, wo sie sich positionieren können, um besser einen Waggon mit freien Sitzplätzen zu finden. Die Anzeigen werden zuerst auf Pilotstrecken der S-Bahn-Hamburg und im Stuttgarter S-Bahn-Netz eingesetzt. Im Februar ist der Start für den Regionalverkehr zwischen Hamburg und Lübeck geplant. Deutschlandweit werden bis Ende 2024 mehr als 1.500 Wagen von DB Regio, ein Viertel aller DB-Züge im Regionalverkehr, zur Auslastungsanzeige fähig sein.

Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen sind nach Angaben der Bahn der Hauptgrund für Haltezeitüberschreitungen und damit für Verspätungen. Durch das neue System verteilen sich Fahrgäste besser am Bahnsteig und Züge können pünktlicher abfahren. Außerdem helfe die Auslastungsanzeige via App den Reisenden, weniger voll besetzte Züge für ihre Fahrt zu wählen. Das neue System bringe auch Vorteile für den Betrieb: Durch die Transparenz über Reisendenströme und die Auslastung von Zügen können Disponenten in Zukunft den Zugverkehr besser koordinieren.

Die Anzahl der Fahrgäste wird abhängig vom Fahrzeugtyp über verschiedene technische Ansätze gemessen. Eingesetzt werden beispielsweise Zähler im Türbereich oder Lichtsensoren, welche die Auslastung in den vorbeifahrenden Wagen scannen. In Sekundenschnelle verarbeitet das System die Daten und gibt sie dann als Auslastungsinformationen an Reisende weiter.

Das neue System wird zuerst auf der Strecke Hamburg-Lübeck eingeführt.

Das neue System wird zuerst auf der Strecke Hamburg-Lübeck eingeführt.


Text-Nummer: 155995   Autor: Bahn/red.   vom 08.01.2023 um 11.06 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.