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Skateanlage: Ortsrat sammelt Vorschläge zum Standort

Lübeck - Travemünde: Die Leitung der Sitzung überließ der 1. Vorsitzende Gerd Schröder (CDU) am Mittwoch seinem 1. Stellvertretenden Steffen Block (SPD). Es ging um die geplante Skateanlage am Travemünder Kalvarienberg, gegen deren Standort sich Widerstand seitens der Anwohner geregt hatte (Wir berichteten). Der Ortsrat nimmt dazu gern Vorschläge der Anwohner entgegen.

Die Sitzung im Travemünder Gesellschaftshaus begann mit einer Enttäuschung, denn erwartet worden waren auch der Kurdirektor und der Vorsitzende des Skatevereins. „Herr Kirchhoff hatte sich entschuldigt“, sagte Sitzungsleiter Steffen Block nun. Auch Rico Roselius vom Hansestadt Lübeck Skateboard e.V. war nicht erschienen. „Er steht irgendwo im Stau“, erklärte Steffen Block.

Dafür standen die Bürgerschaftsmitglieder Sabine Haltern (SPD) und Jochen Mauritz (CDU) für Fragen bereit. Immerhin geht es um ein Projekt, für das eine Million Euro im Haushalt 2023 und eine weitere im Haushalt 2024 eingeplant ist.

Jochen Mauritz (CDU) verwies darauf, dass Travemünde mit den neuen Wohngebieten wachsen werde. Man wolle etwas für junge Leute machen. „Wir gehen jetzt in die Planung“, sagte er. Sabine Haltern (SPD) erinnerte an die bereits verstrichene Zeit: „2015 wurde schon versprochen, dass hier nach Travemünde wieder eine Skateanlage kommt. Wir schreiben jetzt 2023“, sagte sie. Auch sie betonte, dass man jetzt noch ziemlich am Anfang stehe. Die Bürger würden aber beteiligt. „Dass es mit allem besprochen wird, ist völlig klar“, sagte sie.

Dann meldete sich ein Anwohner der Fehlingstraße zu Wort. Man sei „ein wenig überrascht über den Standort“, erklärte er. Man sei nicht grundsätzlich gegen eine Skateanlage, aber die Anlage sei 60 bis 100 Meter von den Anwohnern entfernt geplant. Das sei nicht nachzuvollziehen. „Eine Skateanlage ist immer über 50 Dezibel“. Weiter gäbe es Hinweise auf eine Graureiherkolonie in der Nähe.

Jochen Mauritz (CDU) erklärte, dass es genau wie beim Kletterpark am Kalvarienberg Gutachten geben werde, auch zum Lärmschutz. Außerdem: „Diese Fläche ist nicht Inneres Kurgebiet“, so Mauritz. Das hätte er von der Stadt zugesagt bekommen.

Ein Anwohner der Lotsenberg Initiative lobte den Kletterpark, meinte allerding, dort hätte es schon keine Bürgerbeteiligung gegeben. Und ein Skaterpark sei der lauteste Sport von allen.

Ali Alam (Die Partei) verwies darauf, dass man sich im Bauausschuss und im Wirtschaftsausschuss informieren könne. „Beides ist öffentlich. Aber keiner interessiert sich“, sagte er. Und Sabine Haltern (SPD) verwies auf die Homepage der Stadt. „Da können Sie alles finden, was die gesamte Hansestadt Lübeck betrifft“.

Schwerpunkt der Debatte blieb die Standortfrage. So verwies ein Anwohner auf die Aussage von Skatern selbst, dass der Standort weit weg von Anwohnern und Bebauung liegen solle (Wir berichteten).

Im Ortsrat wurden dazu Flächen bei der Marina Baltica und dem Skandinavienkai erwähnt. Man würde sich aber freuen, wenn über die Homepage des Ortsrates noch Vorschläge der Bürger kämen, schloss der 1. Stellvertretende Ortsratsvorsitzende Steffen Block (SPD) die etwa einstündige Veranstaltung.

Steffen Block (2.v.r.) leitete die Sitzung des Travemünder Ortsrates zum Thema Skateanlage. Foto: Helge Normann

Steffen Block (2.v.r.) leitete die Sitzung des Travemünder Ortsrates zum Thema Skateanlage. Foto: Helge Normann


Text-Nummer: 156066   Autor: Helge Normann   vom 11.01.2023 um 21.10 Uhr

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