So geht Strand an gut besuchten Tagen

Lübeck - Travemünde: Archiv - 14.06.2023, 12.03 Uhr: Willkommen am Strand – Welcome to the beach! Im Seebad Travemünde trifft historische Seebadtradition auf unbeschwerte Gegenwart und maritime Glücksmomente. Damit das so bleibt, wird jetzt der neue Maßnahmenplan zum Umgang mit Tagesgästen umgesetzt. Und der im Mai als „Strand-Knigge“ angekündigte Flyer erscheint.

Am feinen Travemünder Sandstrand können Gäste und Bürger den Sommer entspannt genießen, Sonne tanken, Schiffe gucken und in die herrlich erfrischende Ostsee springen. Das war schon 1802 bei der Gründung des Seebades so und auch heute erfreut sich Travemünde während der Sommermonate großer Beliebtheit. Damit auch künftig alles so freudig und gelassen bleibt, vor allem, wenn im Sommer die Zahl der Tagesgäste steigt, hat die Verwaltung der Hansestadt Lübeck unter der Federführung des Kurbetriebes Travemünde einen entsprechenden Maßnahmenplan erstellt (Wir berichteten am 28.04.2023).

„Der Zustrom an Tagesgästen bei hochsommerlichen Witterungsverhältnissen führt traditionell zu einem starken Besucheraufkommen in den Seebädern an der gesamten Lübecker Bucht,“ erklärt Ludger Hinsen, Senator für Umwelt, Sicherheit und Ordnung der Hansestadt Lübeck. “Im Fokus der Unmutsäußerungen der Bevölkerung, aber auch der Übernachtungsgäste stehen die negativen Begleitumstände, wie das umfängliche Grillen und die damit verbundene Rauchbelästigung auf der Liegewiese, Falschparken, lange Wartezeiten vor den öffentlichen WCs, Überbelegung der Strände und Freiflächen sowie illegales Campen.“

„Die Gründe für die besonders hohe Besucherkonzentration in der Sommersaison 2022 waren sehr vielschichtig. So führte die Neuschaffung zahlreicher Ferienunterkünfte in den letzten Jahren zu mehr Übernachtungsgästen, das günstige 9-Euro-Ticket trug dazu bei, dass mehr Tagesgäste nach Travemünde und in die anderen Seebäder kamen. Auch der Corona bedingte Nachholbedarf der Menschen führte zu vollen Stränden und einer teilweisen Überlastung der öffentlichen touristischen Infrastruktur,“ ergänzt Wirtschafts- und Sozialsenatorin Pia Steinrücke. „Ziel der aktuellen Maßnahmen ist, die durch das hohe Besucheraufkommen ausgelösten negativen Begleitumstände im Seebad zu lindern und die Aufenthalts- und Lebensqualität an den Stränden und in den Kuranlagen auch in der Hochsaison für alle zu gewährleisten.“

Der Kurbetrieb Travemünde hat ein Drei-Säulenmodell zur Erreichung der Maßnahmenziele entwickelt. Dieses besteht aus infrastrukturellen, ordnungspolitischen und kommunikativen Maßnahmen. Zur Verbesserung der öffentlichen touristischen Infrastruktur wird es zusätzliche Toilettencontainer im Bereich der Liegewiese und des Sportstrandes geben. Im kommenden Jahr entsteht auf der Liegewiese dann eine feste Sanitäranlage. Darüber hinaus hat der Kurbetrieb auf Wunsch vieler Nutzer bereits zusätzliche Strandumkleiden aufgebaut, weitere werden folgen. Auch die bestehenden Spiel- und Sportangebote an den Stränden sollen erweitert werden, um die Aktionen auf den gesamten Strandabschnitt zu verteilen. Zu den ordnungspolitischen Maßnahmen gehört ein temporäres Grillverbot auf der Liegewiese am Grünstrand vom 15. Juni bis 31. August eines jeden Jahres, um die Aufenthaltsqualität für alle Besucher der Liegewiese in der Hochsaison zu gewährleisten. Außerdem erfolgt in den Sommermonaten bei gestiegener Besucherzahl eine Aufstockung des kommunalen Ordnungsdienstes und der Einsatz eines privaten Wachdienstes.

„Aufgrund der intensiven Nutzung der Erholungsflächen Liegewiese und Kurstrand ist ein gutes Miteinander entscheidend. Völlig unabhängig von Alter, Herkunft, Tages- oder Übernachtungsgast gilt es, sich auf Standards zu einigen, die für alle gelten,“ erklärt Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff. „Den Gesamtprozess flankiert die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH vor Ort durch eine fokussierte Kommunikationsstrategie, die im wunderschönen Seebad-Design an den Gemeinsinn Einzelner appelliert, jedoch nicht die Ver- und Gebotskommunikation von Seiten der Verwaltung ersetzen kann.“

Ziel der Kommunikationsstrategie der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) ist, den Gästen die einzelnen Maßnahmen von Müllentsorgung über Strandbenutzungsgebühr bis hin zum Grillverbot spielerisch zu erläutern. Kernmoment der Kommunikation sind Piktogramme und das „Strand 1x1“ in Deutsch und Englisch. Hauptfigur der Kommunikation und begleitendes Maskottchen ist eine kleine Möwe, die an allen wichtigen Stationen als Bademeisterin vor Ort erklärt, was richtig und was falsch ist. „Entscheidend für die Kommunikation ist eine sympathische Vermittlung der Information – alle Akteure sollen sich als Teil der Lösung verstehen,“ so LTM-Chef Christian Martin Lukas. „Wir sitzen ja alle am selben Strand!“

Herzstück der begleitenden Werbemittel, die die LTM im Seebad-Design entwickelt hat, ist ein Flyer (Wir berichteten am 21.05.2023) mit dem neuen Einmaleins der zehn wichtigsten Strandregeln und einem großen Strandplan mit Serviceeinrichtungen wie Duschen, Umkleiden, Toiletten und so weiter. Die Flyer werden in der Tourist-Information Travemünde an der Travepromenade (Am Leuchtenfeld 10a), bei den Strandkorbvermietern und beim Kurbetrieb Travemünde ausgegeben. Darüber hinaus gibt es Plakate und Postkarten mit dem „Strand 1x1“ sowie eine Beklebung der Umkleidekabinen, Aufkleber bei den Strandduschen, eine Beschilderung der Strandzugänge und der Toilettenhäuschen.

Alle Infos und viele nützliche Service-Tipps für einen entspannten Ausflug ans Meer finden sich online auf www.travemuende-tourismus.de und in den Social Media Kanälen der LTM für Travemünde.

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer LTM (links), und Uwe Kirchhoff, Kurdirektor Travemünde, werben gemeinsam mit Kollegen der LTM für das Strand 1x1. Foto: HL

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer LTM (links), und Uwe Kirchhoff, Kurdirektor Travemünde, werben gemeinsam mit Kollegen der LTM für das Strand 1x1. Foto: HL


Text-Nummer: 159321   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 14.06.2023 um 12.03 Uhr

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