Deutschland-Ticket wird verbessert

Schleswig-Holstein: Archiv - 28.06.2023, 15.33 Uhr: Nach dem erfolgreichen Start des Deutschland-Tickets – von dem allein im Schleswig-Holstein-Tarif bislang rund 88.200 Exemplare verkauft wurden – stellt die Landesregierung zusammen mit der NAH.SH und der NSH weitere Weichen. So müssen Studenten nur noch die Differenz zum Semesterticket zahlen, Bundesfreiwillige erhalten Zuschüsse und das Job-Ticket wird erweitert.

Wie Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide am Mittwoch zusammen mit NAH.SH-Geschäftsführer Arne Beck erläuterte, können ab dem 1. August die rund 3.000 Freiwilligendienst-Leistenden im Land einen Zuschuss zum Deutschlandticket erhalten. Zum 1. September werde zudem das Job-Ticket auf Betriebe mit weniger als fünf Beschäftigten ausgedehnt. Und zum 1. Juli starte das so genannte Semesterticket-Upgrade. Studierende müssen dann nur noch die Differenz zwischen ihrem Semesterticket-Preis und den 49 Euro für das Deutschland-Ticket nachzahlen. Je nach Hochschule seien das zwischen 14,82 Euro und 18,49 Euro im Monat.

Wie von der Heide sagte, seien durch das Deutschland-Ticket schon jetzt 20.000 neue Abonnenten gewonnen worden, was einer Steigerung von 30 Prozent entspreche. "Wir verzeichnen eine weiter steigende Nachfrage, so dass ich noch in diesem Jahr mit mehr als 100.000 verkauften Tickets rechne." Für die Landesregierung sei dies weiterer Ansporn, den Schienenverkehr sowie den gesamten ÖPNV weiter auszubauen und den Landesweiten Nahverkehrsplan umzusetzen.

"Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, weiter in die Schieneninfrastruktur zu investieren und sogar neue Projekte aufzunehmen", sagte von der Heide. Als Beispiele nannte er die Bäderbahn in der Lübecker Bucht und den Gleisanschluss von Geesthacht. "Mit dem Fahrplanwechsel 2024 werden wir zudem weitere Bahnangebote in den Randzeiten schaffen und modernere Fuhrparks beschaffen."

Wie NAH.SH-Chef Beck mit Blick auf das Freiwilligendienst-Ticket erläuterte, sei die Basis dafür immer das Deutschland-Ticket als Jobticket. "Das heißt: Nur, wenn ein Rahmenvertrag des Arbeitgebers vorliegt und der Arbeitgeber mindestens 15 Euro Zuschuss zahlt, dann gewährt auch das Land einen Zuschuss von 16,55 Euro." Der Freiwilligendienst-Leistende zahle dann nur 15 Euro für sein Deutschland-Ticket.

Mit Blick auf das Semesterticket-Upgrade sagte von der Heide: "Ich bin froh, dass die zuständige Bahntochter DB-Vertrieb nun die hohen organisatorischen und technischen Hürden auch für uns genommen hat." Das Upgrade sei sowohl digital als auch auf Papier möglich – das Papierticket habe allerdings einen Bestellvorlauf und sei erst ab dem 1. August erhältlich. Der Anteil von Papier-Tickets beim Semesterticket liegt bei rund 10 Prozent.

NAH.SH-Chef Beck erinnerte daran, dass die Umsetzung technisch sehr komplex sei. So müsse bei der Ausgabe des Tickets unter anderem geprüft werden, ob der Besteller wirklich Student sei. Dafür bedürfe es eines Abgleichs mit den Datenbanken der Hochschulen. Beck und von der Heide gehen davon aus, dass zwischen fünf und zehn Prozent der rund 55.000 Studierenden in Schleswig-Holstein das Upgrade kaufen werden. Mit Blick auf diejenigen Studenten, die im Mai und Juni neben ihrem Semesterticket zusätzlich das Deutschland-Ticket zum Vollpreis gekauft haben und damit doppelt zahlten, sagte Beck: "Wer im Mai und Juni ein Semesterticket und ein Deutschlandticket hatte, kann sich bei seinem AStA für Mai und Juni vom Semesterticket befreien lassen. Der zu viel gezahlte Betrag wird dann an die Studierenden zurückerstattet."

Im Öffentlichen Personennahverkehr gibt es weitere Vergünstigungen. Symbolbild: JW

Im Öffentlichen Personennahverkehr gibt es weitere Vergünstigungen. Symbolbild: JW


Text-Nummer: 159653   Autor: WiMi   vom 28.06.2023 um 15.33 Uhr

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