EU fördert Technikzentrum und Flughafen

Lübeck: Archiv - 09.07.2023, 10.30 Uhr: Der internationale Begleitausschuss des INTERREG-Ostseeprogramms, der in Stockholm tagte, hat gut 65 Millionen Euro EU-Mittel genehmigt. Die Delegationen aus allen acht EU-Mitgliedstaaten des Ostseeprogramms und Norwegen hatten über 88 im Rahmen der zweiten Ausschreibungsrunde eingereichte Anträge entschieden. Auch zwei Projekte aus Lübeck werden gefördert.

„Die Bandbreite der Projekte und die Einsatzbereitschaft der beteiligten Akteure zeigt deutlich, wie wichtig die kontinuierliche Zusammenarbeit des Landes mit Partnern im Ostseeraum ist. Gerade durch dieses Engagement können wir die Europäische Union für alle greifbarer und erlebbarer machen – nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im täglichen Leben“, sagte Europaminister Werner Schwarz.

Das Ostseeprogramm ist eines von sechs transnationalen Interreg B-Programmen mit deutscher Beteiligung und verfügt für die Förderperiode 2021 bis 2027 über EFRE-Mittel in Höhe von 250 Millionen Euro. Gefördert werden Projekte in den vier Prioritäten „Innovative Gesellschaften“, „Intelligente Wassernutzung“, Klimaneutrale Gesellschaften“ und „strategische Zusammenarbeit“.

Projekte mit Lübecker Beteiligung

Priorität 1 (Innovative Gesellschaft)

Ziel des Projekts „BSR Go-abroad“ ist es, die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen Unternehmen im Ostseeraum zu stärken, indem der Handel und die Zusammenarbeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) innerhalb der Ostseeregion gefördert wird. Ihnen sollen Wissen, Instrumente und Netzwerke zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie sich internationaler aufstellen und transregionale Wertschöpfungsketten aufbauen können. Auch Wirtschaftsförderungsagenturen sollen dieses Konzept in ihre Beratungen übernehmen können. Projektpartner aus Schleswig-Holstein ist das Technikzentrum-Fördergesellschaft mbH Lübeck. Das Vorhaben erhält 283.000 Euro EFRE-Mittel und umfasst ein Gesamtbudget von 353.750 Euro.

Priorität 3 (Klimaneutrale Gesellschaften)

Mit dem Projekt „BSR HyAirport“ soll die Wasserstofftechnologie in der Luftfahrt etabliert werden. Wasserstoff ist als Treibstoff im Flugverkehr für kurze Distanzen und damit für Flugverbindungen in der Ostseeregion besonders geeignet. Partnerschaften mit Flughäfen, Technologiepartnern, Fluggesellschaften und Forschungseinrichtungen schaffen praktische Lösungen, um Flughäfen den Umstieg auf diese Schlüsseltechnologie zu erleichtern und sie auf Herausforderungen wie Speicherung, Handhabung und Bereitstellung von grünem Wasserstoff vorzubereiten. Als Projektpartner aus Schleswig-Holstein sind Flughafen Sylt GmbH (Partnerbudget: 100.000 Euro/ davon EFRE-Mittel: 80.000 Euro), Sylt Air GmbH (Partnerbudget: 123.100 Euro/ davon EFRE-Mittel: 98.480 Euro), Lübeck Air GmbH (Partnerbudget: 100.000 Euro / davon EFRE-Mittel: 80.000 Euro) und Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG (Partnerbudget: 100.000 Euro / davon EFRE-Mittel 80.000 Euro) beteiligt.

Der Lübecker Flughafen und Lübeck Air beteiligen sich an dem Projekt zur Umstellung auf Wasserstoff. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Der Lübecker Flughafen und Lübeck Air beteiligen sich an dem Projekt zur Umstellung auf Wasserstoff. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 159902   Autor: MLLEV/red,   vom 09.07.2023 um 10.30 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.


Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]