2,1 Millionen zur Förderung von Bildung und Jugend

Schleswig-Holstein: Archiv - 11.07.2023, 14.41 Uhr: Noch bevor die Fehmarnbelt-Querung ab 2029 die Regionen Seeland und Norddeutschland miteinander verbindet, sollen die jungen Menschen auf eine erfolgreiche, grenzüberschreitende Zukunft vorbereitet sein. Und genau dafür steht ein neues Fehmarnbelt-Bildungsnetzwerk mit dänischen und deutschen Bildungseinrichtungen nun in den Startlöchern.

Dabei wird eng mit Unternehmen, kulturellen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen zusammenarbeiten, um das Bildungs- und Jugendumfeld in der Fehmarnbelt-Region attraktiver zu gestalten.

Aus Lübeck am Projekt beteiligt sind unter anderem der Bereich Schule und Sport der Hansestadt, das Institut für Mathematik der Universität zu Lübeck sowie das Technikzentrum Lübeck (TZL). Das Bildungsnetzwerk hat dafür 16 Millionen DKK (rund 2,1 Millionen Euro) aus einem EU-Fond erhalten.

In enger Zusammenarbeit mit 43 dänischen und deutschen Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Kulturorganisationen und öffentlichen Verwaltungen wird das neue Fehmarnbelt-Bildungsnetzwerk eine Reihe von Kooperationsinitiativen im Rahmen des kürzlich genehmigten Projekts starten.

Die Initiativen, die am 1. September 2023 beginnen und bis 2026 laufen werden, wurden genehmigt und werden finanziert vom Programm Interreg 6A Deutschland-Dänemark- der Europäischen Union und der Region Sjælland, mit dem Ziel, die Bildungseinrichtungen, Lernmöglichkeiten und Jugendangebote der Region zu stärken.
Das Projekt „Fehmarn Belt Learning Region“, auch „Dannelsesregionen“ auf Dänisch und „Bildungsregion“ auf Deutsch genannt, zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Kultur über den Fehmarnbelt hinweg zu stärken. "Es ist großartig, dass Interreg das Projekt genehmigt hat, das für Schüler, Studenten, Auszubildende und Lehrer in der
Fehmarnbelt-Region von großem Nutzen sein wird. Wir sind mit der Planung bereits weit fortgeschritten und freuen uns nun darauf, im September mit dem Projekt und all den Initiativen zu beginnen", sagt Jeppe Pers, der Gesamtprojektleiter der Bildungsregion und Mitarbeiter der Næstved Kommune.

Qualifikationen für den Arbeitsmarkt der Zukunft schaffen
Das Projekt konzentriert sich auch darauf, jungen Menschen die gefragten STEAM-Kompetenzen (Science, Technology, Engineering, Mathematics in Kombination mit Kunst, Kultur und Sozialwissenschaften (Arts)) zu vermitteln. Die Projektpartner erwarten, dass es eine Nachfrage nach Kompetenzen geben wird, die interdisziplinäres und grenzüberschreitendes Arbeiten ermöglichen, die computergenerierte Daten interpretieren und kommunizieren können und die dazu beitragen, eine nachhaltige Gesellschaft mit Blick auf die knappen Ressourcen der Erde und eine positive Interaktion zwischen den Menschen aufzubauen. So sollen im Rahmen des Projekts Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende aus beiden Ländern an gemeinsamen Projekten wie der Planung und Gestaltung öffentlicher Räume oder kultureller Angebote arbeiten. Technologie und Kreativität, aber auch Lebenskompetenzen und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit in internationalen Kontexten stehen im Mittelpunkt, wenn die Bildungsregion am 1. September 2023 startet und bis zum 31. August 2026 läuft.

Hintergrund: Der Fehmarnbelt-Tunnel ab 2029
Im Jahr 2029 wird die Fehmarnbelt-Querung die Region Seeland mit Norddeutschland verbinden. Dies wird der Region Entwicklung und Wachstum bringen und die Menschen physisch und geistig näher zusammenbringen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass junge Menschen in der Fehmarnbelt-Region in der Lage sein werden, über die dänisch-deutsche Grenze hinweg kulturell, sprachlich und akademisch erfolgreich zu sein. Deshalb arbeitet die Bildungsregion daran, die Relevanz und Qualität der Bildungsprogramme im Fehmarnbelt zu erhöhen, um die Attraktivität der Bildung auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze zu fördern. Verbindungen zwischen dänischen und deutschen Jugendlichen werden durch ein informelles Botschafterprogramm geschaffen, welches Mut, Entschlossenheit und pragmatische interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Letztlich zielt die Bildungsregion darauf ab, der neuen Generation junger Menschen in der Grenzregion mehr Chancen und ein besseres Leben zu ermöglichen. Die Bildungsregion greift eine Reihe von Herausforderungen und Bedürfnissen in der Fehmarnbelt-Region auf, die ein Handeln erfordern.

Am neuen Interreg-Projekt sind auch das Technikzentrum Lübeck (TZL) sowie der Bereich Schule und Sport der Hansestadt Lübeck und das Institut für Mathematik der Universität zu Lübeck als Projektpartner beteiligt. Foto: TZL

Am neuen Interreg-Projekt sind auch das Technikzentrum Lübeck (TZL) sowie der Bereich Schule und Sport der Hansestadt Lübeck und das Institut für Mathematik der Universität zu Lübeck als Projektpartner beteiligt. Foto: TZL


Text-Nummer: 159957   Autor: TZL/red.   vom 11.07.2023 um 14.41 Uhr

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