Ver.di: Wir geben Karstadt Lübeck nicht so einfach auf

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 28.07.2023, 07.57 Uhr: Die Lage um das GaleriaKarstadtKaufhof-Haus (GKK) in Lübeck spitzt sich zu. Trotz starkem Engagement der Stadt, Vermittlungsversuchen von ver.di und Sanierungsbeiträgen der Beschäftigten scheint die Schließung des Hauses in Lübeck am 27. Juli 2023 beschlossen (wir berichteten).

„Die Entwicklung muss ein Schock für die Beschäftigten sein. Sie haben in den letzten Monaten seit der Insolvenz mit großem Einsatz für einen Erhalt ihres Hauses gearbeitet. Die Entscheidung des Unternehmens ist insgesamt nicht nachvollziehbar, da es eigentlich sehr offensichtlich ist, dass das Haus ökonomisch erfolgreich betrieben werden kann“, sagte ver.di Landesbezirksfachbereichsleiter Bert Stach und appellierte an das Unternehmen, die Entscheidung zu revidieren.

ver.di kämpfe seit langem um jeden Arbeitsplatz und jedes GKK-Haus. Bereits unmittelbar nach Bekanntgabe der Insolvenz Ende 2022 hatten sich Susanne Schöttke, Landesbezirksleiterin ver.di Nord, und Bert Stach, Landesbezirksfachbereichsleiter Handel Nord, an die Politik gewandt. In einem Schreiben verwiesen Susanne Schöttke und Bert Stach darauf, dass Kaufhäuser Standortfaktoren sind und eine wichtige Rolle bei der Attraktivität der City-Lagen spielen. Das Schreiben ging an den Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern und den Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein. Ebenso ging das Schreiben an die Oberbürgermeister beziehungsweise die Bürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, sowie der Hansestädte Lübeck, Rostock und Wismar. "Der von Schöttke und Stach angeregte Dialog für einen Erhalt der Arbeitsplätze und Standorte eröffnete Perspektiven und Zukunftskonzepte der GKK-Häuser im Norden. Er war ein wichtiger Faktor, um die Häuser in Kiel, Rostock und Wismar zu erhalten", so die Gewerkschaft.

„Wir geben Lübeck nicht einfach so auf“, fasste Bert Stach die Lage am 27. Juli 2023 zusammen.

Die Gewerkschaft Ver.di kündigt an, sich weiter für den Erhalt des Standortes einzusetzen. Foto: JW/Archiv

Die Gewerkschaft Ver.di kündigt an, sich weiter für den Erhalt des Standortes einzusetzen. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 160287   Autor: Verdi/red.   vom 28.07.2023 um 07.57 Uhr

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