Rettet das HGH fordert Konsequenzen

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 30.09.2023, 11.37 Uhr: "Die Dunklen Wolken über dem HGH haben sich verzogen", kommentiert die Initiative Rettet das HGH die Entscheidung zum Weiterbetrieb des Seniorenheims. Die Initiative weist den Hinweis der Stadtverwaltung auf sehr hohe Kosten zurück.

Wir veröffentlichen die Mitteilung im Wortlaut:

(")Das HGH wird langfristig als stationäre Pflegeeinrichtung bestehen bleiben. Die jetzt dort lebenden Menschen verlieren nicht ihr Zuhause. Niemand wird ausziehen müssen. Die Ungewissheit und der Druck, der auf den Bewohnern und Mitarbeitenden lastete, sind verschwunden. Damit wurden die Pläne zur Schließung des HGH, die der Bürgermeister und die Sozialsenatorin seit einem Jahr unbeirrt verfolgt haben, Makulatur. Das lange Ringen um den Erhalt des HGH hat sich gelohnt. Bewohner, Mitarbeitende, Angehörige und Freunde feierten daher am Freitag ausgelassen.

Die Entscheidung zum Weiterbetrieb der fast 800-jährigen Pflegeeinrichtung mitten in der Altstadt ist ein großer Gewinn für Lübeck. Das ist eine gute Nachricht.

Es stellt sich aber die kritische Frage, warum erst ein Manöver des letzten Augenblicks in der Verwaltungsspitze nötig wurde, um ein Konzept umzusetzen, das der Brandschutzsachverständige und Kenner des HGH bereits im Januar vorgeschlagen hat: eine temporäre reduzierte Anzahl von Pflegeplätzen, um die notwendigen Renovierungsmaßnahmen durchzuführen, aber auch der Stiftung Heiligen-Geist-Hospital die notwendigen Einnahmen zu sichern.

Vor diesem Hintergrund fällt die Klage der städtischen Pressestelle über die hohen Kosten für die Sanierung und den Weiterbetrieb den verantwortlichen Fachbereichen und der Werkleitung der SIE auf die Füße. Ihre Verweigerung, rechtzeitig Pläne für den Weiterbetrieb zu entwickeln und das sture Festhalten an einem Schließungsszenario durch eine Nutzungsuntersagung, können nicht anders als Missmanagement bezeichnet werden. Die benannten Verluste von über 700.000 € sind u.a. deshalb aufgelaufen, weil seit Monaten in anderen Pflegeeinrichtungen Plätze freigehalten wurden. Die neue Brandmeldeanlage, die jetzt für 71.000 € eingebaut werden soll, hätte, wenn sie schon vor einem Jahr installiert worden wäre, die Kosten für die Brandwache einsparen können.

Die jetzige Lösung stellt die dringend benötigten Pflegeplätze auch zukünftig zur Verfügung. Zudem vermeidet sie einen jahrelangen Leerstand, der für die Stiftung Heiligen-Geist-Hospital die teuerste Variante gewesen wäre.

Die Initiative „Rettet das HGH“ wird die Zukunft des HGH und die Umsetzung der notwendigen Modernisierungsarbeiten weiterhin konstruktiv und kritisch begleiten. Wir fordern die Ertüchtigung des Koberghauses für weitere Pflegeplätze und personelle Konsequenzen aufgrund des benannten Missmanagements! Zudem muss die sofortige Baubeginnanzeige für die getätigten Maßnahmen erfolgen, damit die bestehende Baugenehmigung nicht gefährdet wird!(")

Die Initiative ist froh: Die dunklen Wolken über dem Heiligen-Geist-Hospital hätten sich verzogen. Foto: Initiative

Die Initiative ist froh: Die dunklen Wolken über dem Heiligen-Geist-Hospital hätten sich verzogen. Foto: Initiative


Text-Nummer: 161517   Autor: Initiative/red.   vom 30.09.2023 um 11.37 Uhr

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