Sozialministerin besucht Auftakt-Veranstaltung des Projekts Prävio

Lübeck: Archiv - 02.11.2023, 14.37 Uhr: Gleichstellungsministerin Aminata Touré nahm heute in Lübeck an der Kick-Off-Veranstaltung des Projekts „Prävio“ („Prävention in Organisation“) des Landesverbands Frauenberatung Schleswig-Holstein (LFSH) teil.

Mit dem Projekt ist die erste geförderte Maßnahme des Kompetenzzentrums gegen geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Damit wird eine wichtige Maßnahme zur Gleichstellung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt und der Prozess der Umsetzung der Istanbul-Konvention fortgeführt.

Ziel von „Prävio“ ist die Förderung von Gewaltschutz in öffentlichen und privaten Organisationen. Das Sozialministerium fördert das Projekt als Maßnahme des Kompetenzzentrums gegen geschlechtsspezifische Gewalt in diesem Jahr mit 50.000 Euro.

„Mit dem Kompetenzzentrum gegen geschlechtsspezifische Gewalt kommen wir unserem Ziel näher, Gewalt gegen Frauen einzudämmen und die Ursachen zu bekämpfen. Immer mehr Institutionen in Schleswig-Holstein setzen sich mit dem Thema Gewaltschutz auseinander und das ist wichtig. Mit Prävio unterstützen wir sie dabei, die Ursachen von geschlechtsspezifischer Gewalt innerhalb eigener Organisationen zu identifizieren und vorzubeugen. Das ist eine entscheidende Maßnahme, um Frauen ein sicheres und diskriminierungsfreies Leben und Arbeiten zu ermöglichen“, sagte Touré.

„Prävio“ stellt interessierten Institutionen Organisationsberatung und enge fachliche Begleitung bei der Etablierung von Konzepten zu Prävention und Intervention gegen geschlechtsspezifische Gewalt zur Verfügung. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Verwaltung handeln, die ein Beschwerdemanagement etablieren möchte, einen Verein, der ein Gewaltschutzkonzept braucht oder ein Unternehmen, das sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz thematisieren will - die Aufträge sind so vielfältig, wie die Anlässe aus denen heraus „Prävio“ kontaktiert wird. Außerdem erweitert das Projekt die Präventionslandschaft in Schleswig-Holstein und ergänzt die Arbeit der Frauenfachberatungsstellen und KIK-Koordinatorinnen.

„Eine klare Haltung gegen Machtmissbrauch und Gewalt ist ein Qualitätsmerkmal moderner Organisationen. Unsere Gewaltprävention schafft ein wertschätzendes Arbeitsklima und einen sicheren Umgang mit herausfordernden Situationen", so Mareike van Elsacker, Referentin im Projekt „Prävio“.

Der erste Workshop im Rahmen des Projektes fand in Kooperation mit dem Frauennotruf Lübeck statt. Knapp 20 Organisationen kamen zusammen, um sich über Gewaltschutz zu informieren. Ministerin Touré tauschte sich bei dem Termin mit den Teilnehmern über die Bedeutung von Gewaltschutzkonzepten aus und nahm an der Gruppenarbeit sowie anschließenden Diskussionen zur Erarbeitung eines solchen Konzeptes teil.

Hintergrund:
Ziel des Kompetenzzentrums gegen geschlechtsspezifische Gewalt ist die Bündelung vorhandener und neuer Expertise aus Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, dem Netzwerk KIK (Kooperations- und Interventionsprojekt bei häuslicher Gewalt) sowie weiterer Institutionen. Zum Angebot gehören landesweite Fortbildungen, Beratungen und Strategien für relevante Institutionen. Insbesondere die Unterstützung von Frauen mit Behinderungen, Suchterkrankungen oder Migrationsbiografien sollen zukünftig stärker in den Blick genommen werden.

Gleichstellungsministerin Aminata Touré nahm heute in Lübeck an der Kick-Off-Veranstaltung des Projekts „Prävio“ („Prävention in Organisation“). Foto: Archiv/Alina Schessler.

Gleichstellungsministerin Aminata Touré nahm heute in Lübeck an der Kick-Off-Veranstaltung des Projekts „Prävio“ („Prävention in Organisation“). Foto: Archiv/Alina Schessler.


Text-Nummer: 162199   Autor: Sozmi/red.   vom 02.11.2023 um 14.37 Uhr

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