Katastrophen: Lübecker DRK setzt auf Solar

Lübeck: Archiv - 02.11.2023, 17.13 Uhr: Ohne Energie geht nichts: Das gilt auch für die ehrenamtliche DRK-Bereitschaft und ihren Einsatz im Katastrophenfall. Um bei Überschwemmungen, Bränden oder anderen Großschadenslagen helfen zu können, werden nicht nur viele engagierte Rotkreuz-Retterinnen und Retter benötigt, sondern auch elektrischer Strom und Motorkraft.

Beides liefert jetzt kostenlos und umweltfreundlich die Sonne: Über neu angeschaffte transportable Solarkollektoren und Akkus kann genug Energie für den Betrieb einer Einsatzstelle für bis zu 48 Stunden gespeichert werden.

„Als Deutsches Rotes Kreuz haben wir uns auf allen Ebenen der Nachhaltigkeit verschrieben. Dass unsere Bereitschaft jetzt Solarenergie beim Betrieb ihrer mobilen Einsatzstelle nutzt, ist konsequent und richtig“, sagt der Lübecker DRK-Vorstand Stefan Krause. Insgesamt wurden fast 30.000 Euro in die neue Technik investiert. Etwa 25.000 Euro kamen aus einem Förderprogramm aus Spenden an den DRK-Bundesverband für Klimaanpassung und ökologische Nachhaltigkeit.

Im Ernstfall muss sich die Neuanschaffung zwar noch bewähren, doch ein erster Test auf dem Gelände des Lübecker Rotkreuzzentrums verlief sehr erfolgreich. „Ein Solarpanel speist eine Leistung von 400 Watt in die Akkus ein. Bei unserem ersten Versuch wurde mehr Strom gewonnen als unser Einsatzleitwagen mit zwei laufenden Klimaanlagen, Computern und Funk verbraucht hat“, freut sich DRK-Kreisbereitschaftsleiter Maik Matern. Wenn nicht genug Sonne zum Nachladen zur Verfügung steht, springt der mit Propangas oder Benzin getriebene, smarte Generator mit an. Dieser schaltet sich dann auch automatisch ab, sobald wieder genug Energie aus dem Akku vorhanden ist.

„Zusätzlich haben wir zwei kleinere Akkus mit USB-Anschlüssen, um zum Beispiel bei Evakuierungen das separate Laden von Handys zu ermöglichen, ohne das Einsatzstromnetz belasten zu müssen“, erklärt der Kreisbereitschaftsleiter weiter. Mobiltelefone sind im Katastrophenfall ein wichtiges Mittel der Kommunikation zwischen den Einsatzkräften, aber auch für betroffene Menschen, die zum Beispiel nach einer Überschwemmung nach Angehörigen oder Freunden suchen.

Eine Schätzung, wieviel umweltschädliches CO2 mit der neuen Ausstattung künftig eingespart werden kann, fällt dem Leiter der DRK-Bereitschaft schwer: „Das hängt von der Art und der Häufigkeit der Einsätze ab, von den Wetterverhältnissen und weiteren Faktoren“, so Maik Matern. Doch so viel steht für ihn auch ohne genaue Zahlen fest: „Jeder Beitrag, den wir als DRK Lübeck zum Klimaschutz leisten können, lohnt sich. Es geht um die Zukunft unseres Planeten.“

Generator, Akku, Solarpanel: So sieht die nachhaltige Energieversorgung des DRK für Katastropheneinsätze aus. Foto: DRK Lübeck

Generator, Akku, Solarpanel: So sieht die nachhaltige Energieversorgung des DRK für Katastropheneinsätze aus. Foto: DRK Lübeck


Text-Nummer: 162203   Autor: DRK   vom 02.11.2023 um 17.13 Uhr

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