Possehl-Stiftung Lübeck
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Plakat-Aktion gegen Raumnot der Schulen

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 05.01.2024, 14.23 Uhr: Am 5. Januar 2024 war der Vorstand des Lübecker Stadtschülerparlaments in der Innenstadt unterwegs und hat Plakate an leerstehenden Gebäuden angebracht. “Hier könnte eine Schule stehen” ist darauf zu lesen. „Damit wollen wir auf die großen Raumbedarfe der Lübecker Schulen und die zeitgleich hohe Anzahl leerstehender, ungenutzter Geschäftsflächen in Lübeck aufmerksam machen“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Stadtschülerparlaments.

Die Mitteilung der Schüler dazu im Wortlaut:

„Gute Bildung braucht Platz: 381 Räume fehlen den Lübecker Schulen gerade. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass unsere Kapazitäten aktuell eigentlich nur für die Hälfte aller Lübecker Schüler ausreichen. Die Räume die wir haben sind dann aber meist so klein, dass sie den Lehranforderungen nicht mehr entsprechen, oder in einem baulich völlig desolaten Zustand sind. Gerne auch beides zusammen. Spätestens dann ist klar: So kann und wird hier niemals gut gelernt und gelehrt werden. Es ist ein Widerspruch, dass wir uns einerseits über zu viel Leerstand, und dann wieder über zu wenig Klassenräume ärgern. Wir müssen die Probleme viel öfter zusammendenken. Allein in der Innenstadt standen 2022 9.000 Quadratmeter leer. In ganz Lübeck waren es sogar 17.000 Quadratmeter.

Bild ergänzt Text

Das Karstadt- beziehungsweise Übergangshaus ist ein erster guter und großer Schritt in die richtige Richtung und wird die Innenstadtgymnasien sicherlich räumlich entlasten. Ob das ehemalige Karstadtgebäude auch langfristig für alle Raumbedarfe der Lübecker Innenstadtgymnasien ausreichen wird, bleibt noch anzweifelbar. Aber auch die meisten anderen Schulen sind vom Raummangel massiv betroffen und brauchen dringend Unterstützung.

Bildung muss auf unserer Prioritätenliste ganz oben stehen. Sie ist die beste Investition in eine funktionierende Gesellschaft und ein gutes Zusammenleben. Bevor zum Beispiel weitere Hotels gebaut werden, sollte die Stadt die Gebäude selbst erwerben und Schulraum schaffen. Aufgrund der stark ansteigenden, jährlichen Schülerzahlen wird es demnächst zwingend notwendig, die Zügigkeiten der Schulen auszuweiten. Das kann aber unter den aktuellen, räumlichen Bedingungen schlichtweg platztechnisch nicht umgesetzt werden. Einige Schulen sehen sich inzwischen eher dazu gedrängt, ihre Zügigkeiten zu verkleinern.

Die Plakate sollen als Anregung zum Nachdenken dienen. Uns ist klar, dass nicht überall, wo wir die Plakate angebracht haben, tatsächlich eine Schule stehen kann. Aber wenn man es denn wirklich möchte, ist es eben doch vielerorts möglich!“

Mit ihrer Plakataktion an leerstehenden Gewerbeflächen wollen die Schüler auf die Raumnot der Schulen aufmerksam machen. Fotos: Stadtschülerparlament

Mit ihrer Plakataktion an leerstehenden Gewerbeflächen wollen die Schüler auf die Raumnot der Schulen aufmerksam machen. Fotos: Stadtschülerparlament


Text-Nummer: 163457   Autor: Stadtschüler/red.   vom 05.01.2024 um 14.23 Uhr

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