Meesenring: Stadtteilbüro bleibt schwer erreichbar

Lübeck - St. Gertrud: Archiv - 16.06.2024, 18.30 Uhr: Im Meesenring auf Marli befinden sich ein großes Stadtteilbüro und das 3. Polizeirevier. Für körperlich eingeschränkte Personen sind sie schwer erreichbar. Kopfsteinpflaster und ein schmaler alter Gehweg müssen überwunden werden. Die Sanierung wird immer weiter verschoben.

Die Straße und der Gehweg sind seit Jahrzehnten ein Ärgernis. Im September 2023 hatten die Fraktionen von CDU, FDP und Grünen Gelder in den Haushalt der Hansestadt Lübeck eingestellt und so die Sanierung für das Jahr 2024 ermöglicht. Das hat allerdings nichts genutzt. Die Verwaltung sieht keine Dringlichkeit. Sie hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass sie frühestens ab 2026 die Sanierung umsetzen will, ohne eine konkrete Zeit anzugeben.

CDU, FDP und Grüne haben nun erneut beantragt, dass die Sanierung dieses Jahr begonnen werden soll oder ersatzweise im kommenden Jahr erfolgen muss. Nun wird die kommende Bürgerschaft leider noch mal entscheiden müssen, um mit Druck auf die Umsetzung ihres Haushaltsbeschlusses zu bestehen. Mit guten Aussichten: Die drei Fraktionen haben eine Mehrheit.

Christopher Lötsch, Vorsitzender der CDU Bürgerschaftsfraktion, bleibt optimistisch: "Die gute Nachricht ist, die Sanierung und damit die barrierefreie Erreichbarkeit des Bürgerservicebüros wird kommen. Nichtsdestotrotz finde ich es nach wie vor schade, dass die Verwaltung dieses Thema so stiefmütterlich behandelt und uns noch immer keinen Zeitplan nennen kann. Ein Bürgerservicebüro muss für alle Bürger zugänglich sein. Wir hatten eigentlich darauf gepocht, dass die Zuwegung noch in diesem Jahr saniert wird - eventuell zumindest der Gehweg und die Straßenübergänge, so dass auch Rollstuhlfahrer und ältere Menschen das Bürgerservicebüro komplikationslos besuchen können. Gerade im Hinblick darauf, dass vor allem ältere Menschen von der Digitalisierung der Verwaltung nicht wirklich profitieren und genau diese Menschen ihre Anliegen oft noch nur vor Ort erledigen lassen können, muss die Zuwegung endlich saniert werden."

Ähnliche Erfahrungen hat die Politik bereits mit der benachbarten Kantstraße gemacht. Nach jahrelangem Druck sind in der Einkaufsstraße eine hoppelfreie Fahrbahn und nutzbare Gehwege entstanden.

Die Politik fordert erneut einen barrierefreien Zugang zum Stadtteilbüro Marli. Die Verwaltung sieht keine Dringlichkeit. Foto: JW

Die Politik fordert erneut einen barrierefreien Zugang zum Stadtteilbüro Marli. Die Verwaltung sieht keine Dringlichkeit. Foto: JW


Text-Nummer: 166528   Autor: VG/CDU   vom 16.06.2024 um 18.30 Uhr

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