Ausbildungszertifikat für das A-ROSA Travemünde

Lübeck - Travemünde: „Mit unserem Ausbildungszertifikat, das wir seit 2007 an Unternehmen verleihen, möchte ich meinen Dank stellvertretend an alle richten, die engagiert und mit großer Qualität jungen Menschen berufliche Chancen bieten“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck. Eines der Unternehmen, das dieses Jahr mit dem Ausbildungszertifikat ausgezeichnet wird, ist das Hotel A-ROSA Travemünde.

Das Kurhaushotel gehört seit 2005 der DSR Hotel Holding GmbH an und bildet seitdem regelmäßig aus. Aktuell gibt es 32 Nachwuchskräfte, zehn bis 12 werden dieses Jahr eingestellt. „Eine Ausbildungsquote von 20 Prozent belegt eindrucksvoll, wie wichtig Ihnen die Gewinnung eigener Fachkräfte ist. Diese Quote liegt weit über dem Durchschnitt aller Betriebe in der Hansestadt Lübeck (4,9 Prozent), im Land Schleswig-Holstein (5,1 Prozent) und im Bundesgebiet (4,6 Prozent)“, so Markus Dusch bei der Zertifikatsübergabe.

Ausgebildet werden Hotelfachleute, Fachkräfte - Gastronomie, Fachkräfte – Küche, Fachleute - Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, Köche/Köchinnen, Kosmetiker, Sport- und Fitnesskaufleute, Veranstaltungskaufleute sowie zurzeit auch Dualstudierende Tourismusmanagement. Außerdem nimmt das Hotel am ASTOR-Programm teil, bei dem in 33 Monaten drei Abschlüsse erreicht werden können. Dieses Programm wird in Schleswig-Holstein eingestellt und das Hotel plant derzeit ein eigenes Konzept, um etwas Vergleichbares, wie beispielsweise eine Fachwirtausbildung im Gastgewerbe, anzubieten.

„Bei der Suche nach Personal binden wir viele Wege ein. Wir arbeiten eng mit der Arbeitsagentur zusammen, sind auf Messen dabei, öffnen die Türen bei der Ausbildungsrallye oder schicken Ausbildungsbotschafter in Schulen. Wir arbeiten auch mit dem Bugenhagen Berufsbildungswerk (BBW) in Timmendorfer Strand oder anderen Bildungseinrichtungen zusammen“, berichtet Hoteldirektor Thomas Arndt. „Wir bieten auch Teilzeitausbildung an und passen die Arbeitszeit den Bedürfnissen an oder unterstützen bei familiären Herausforderungen. Wichtig ist für uns, dass die jungen Menschen Interesse am Beruf haben, motiviert und zuverlässig sind. Sie sollten Ziele vor Augen haben und sich mit dem Beruf sowie dem Unternehmen auseinandersetzen. Deshalb sehen wir es gerne, wenn bei uns oder in einem anderen Gastrobetrieb hineingeschnuppert wird. Den Berufsalltag lernt man am besten im Rahmen eines Praktikums kennen. In Einzelfällen haben wir auch schon Langzeitpraktika, die sogenannte Einstiegsqualifizierung, durchgeführt“, erläutert Alena Neubauer, die Personalverantwortliche für den Ausbildungsbereich.

Erste Einblicke ins Hotel hat Lucas Zarbock während der Ausbildungsrallye erhalten und nach einem zweiwöchigen Praktikum wusste er: Fachkraft Gastronomie, das ist die Ausbildung, die ich machen möchte. Nach seinem Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss startete er am 01. August 2023 mit der Ausbildung. „Mir gefallen die Aufgaben im Restaurant und ich komme mit zahlreichen Menschen ins Gespräch. Ich lerne aber auch Abläufe hinter den Kulissen kennen und kann hier viele Erfahrungen sammeln. Wenn alles gut läuft, kann ich nach der zweijährigen Ausbildung weitermachen und mich beruflich weiterentwickeln“, erzählt der 16‑Jährige.

Die Entwicklungsmöglichkeiten und der gute kollegiale Umgang gefallen auch Valeria Toxqui Sànchez sehr. Die 24‑Jährige ist 2023 aus Mexiko zur Ausbildung nach Deutschland gekommen und startete zunächst als Hotelfachfrau bei einem anderen Unternehmen. Schnell merkte sie, dass es nicht die richtige Wahl war und ihr der Service besser gefällt. Im April 2024 wechselte sie zum A-ROSA Travemünde in die Ausbildung als Fachfrau - Restaurants und Veranstaltungsgastronomie. „Ich habe bereits in Mexiko und den USA in der Gastronomie gearbeitet, aber ich wollte einen deutschen Berufsabschluss machen, der für Qualität steht und auf der ganzen Welt sehr angesehen ist. Vier Monate lang habe ich in Pueblo (Mexiko) Deutsch gelernt und es macht mir Spaß, meine Sprachkenntnisse im Beruf und der täglichen Arbeit weiter zu verbessern“, berichtet sie.

Ein Wechsel zwischen den Ausbildungsrichtungen ist für das Kurhaushotel nichts Ungewöhnliches. „Wenn unsere Nachwuchskräfte feststellen, dass ihre Stärken in einem anderen Bereich liegen und ihnen eine andere Ausbildung besser gefällt, unterstützen wir sie dabei. Denn sie sind die Gastgeber*innen, die Seele unseres Hauses. Wir bieten auch spezielle Lerneinheiten bei Schwierigkeiten oder eine Lernplattform an. Bei Interesse können die jungen Leute an einem europaweiten Azubitausch mit den anderen Partnerhotels der DSR Hotel Holding GmbH teilnehmen oder nach Ausbildungsabschluss wechseln“, ergänzt Alena Neubauer.

„Herzlichen Dank an A-ROSA Travemünde für Ihr Engagement. Ich möchte alle Unternehmen in Lübeck und Ostholstein bitten, in ihrer Ausbildungsbereitschaft nicht nachzulassen. Entdecken Sie mit uns die versteckten Talente, die zu Fachkräften in Ihrem Unternehmen entwickelt werden können. Jeder junge Mensch, der ohne Ausbildung bleibt, ist einer, der künftig als Fachkraft fehlen wird. Bei Bedarf unterstützen wir mit der „Assistierten Ausbildung“ - unserem kostenfreien Angebot an zusätzlichem Unterricht und sozialpädagogischer Begleitung. Gerne informieren wir Sie zu den Angeboten. Den Arbeitgeber-Service erreichen Sie unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/4555520“, bietet Dusch Unternehmen an.

Jugendlichen rät der Agenturchef: „Es ist noch nicht zu spät für den Start in diesem Jahr. Sie werden in vielen Branchen gebraucht und haben als ausgelernte Fachkraft die besten Aufstiegs- und Entwicklungsperspektiven. Nehmen Sie Ihre Zukunft jetzt in die Hand! Die Berufsberatung unterstützt Sie bei der Berufswahl.“ Termine können Jugendliche per E-Mail an luebeck.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbaren.

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2023 nahmen 2.297 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. Das waren 272 mehr als im letzten Jahr. 865 (-7) Jugendliche suchten im Juni noch eine Stelle. Von den Betrieben wurden 2.901 Ausbildungsstellen angeboten. Das waren 467 Stellen weniger als im Vorjahr. Davon waren im Juni 2024 noch 1.485 (-324) zu besetzen. Rechnerisch kamen damit 1,7 noch offene Ausbildungsstellen auf einen unversorgten Bewerber (Vorjahr 2,1).

In der Hansestadt Lübeck wurden 1.724 Ausbildungsstellen zur Besetzung angeboten, 150 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig haben 1.413 Bewerbende die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 213 mehr als im Vorjahr. Im Juni 2024 waren 578 Jugendliche noch auf der Suche und 881 Stellen nicht besetzt. Damit kommen derzeit 1,5 Stellen auf einen Bewerber (Vorjahr 1,7).

Die Top 5 der unbesetzten Ausbildungsplätze in der Hansestadt Lübeck:

Kaufmann/-frau im Einzelhandel (96)
Verkäufer (58)
Elektroniker - Energie-/Gebäudetechnik (50)
Handelsfachwirte (Ausbildung, 38)
Kaufmann/-frau – Groß- und Außenhandel (31)

Thomas Arndt (4.v.l.), Alena Neubauer (r.) und die Nachwuchskräfte Lukas Zarbock (v.l.), Valeria Toxqui Sànchez, Lara-Marie Suckow, Stina Clasen sowie Ayleen Hoffmann freuen sich über das von Markus Dusch überreichte Ausbildungszertifikat.

Thomas Arndt (4.v.l.), Alena Neubauer (r.) und die Nachwuchskräfte Lukas Zarbock (v.l.), Valeria Toxqui Sànchez, Lara-Marie Suckow, Stina Clasen sowie Ayleen Hoffmann freuen sich über das von Markus Dusch überreichte Ausbildungszertifikat.


Text-Nummer: 166842   Autor: Agentur für Arbeit/red.   vom 01.07.2024 um 16.41 Uhr

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