IHK warnt vor Kürzungen bei der A20

Schleswig-Holstein: Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtete vergangene Woche, dass das Bundesverkehrsministerium überlegt, den Weiterbau der A20 zu stoppen. Die IHK Schleswig-Holstein machte bei einem Besuch der Landesgruppen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in Berlin deutlich, dass A-20-Kürzungspläne ein gravierender Fehler wären.

Ein Abbruch gefährde die wirtschaftliche Entwicklung und die Energiewende, warnte IHK-Präsident Hagen Goldbeck, der auch Präses der IHK zu Lübeck ist. Er forderte einen fraktionsübergreifenden Einsatz für das zentrale Infrastrukturprojekt.

„Der volkswirtschaftliche Nutzen der A 20 und des neuen Elbtunnels erstreckt sich weit über Norddeutschland hinaus: Diese Autobahn ermöglicht eine effiziente und zuverlässige Anbindung der Küstenregionen. Schleswig-Holstein findet sich in einer neuen europäischen Zentrumslage wieder – mit Blick auf Handel, Energie und Sicherheit. Wenn die A 20 dem Rotstift zum Opfer fällt, riskieren wir die Energiewende und Deutschland fällt im internationalen Wettbewerb zurück“, betonte Goldbeck in Berlin.

Die A 20 ist seit Jahrzehnten in Planung. Seit 2009 wurde kein Meter gebaut, doch nun nimmt die Umsetzung nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Tunnelbau Fahrt auf. Goldbeck: „Wir erwarten, dass die Bauarbeiten 2025 fortgesetzt werden. Volker Wissing hat sich noch im vergangenen Jahr mehrfach und deutlich für den Bau der A 20 ausgesprochen. An dieses Versprechen erinnern wir den Bundesverkehrsminister im Namen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft. Jedes politische Zögern bremst die A 20 aus und ermutigt Bedenkenträger, die Planungen zu beklagen”, sagte Goldbeck.

Noch in diesem Jahr ist mit dem Planfeststellungsbeschluss für den Bad Segeberger Teil der A 20 zu rechnen. Die DEGES plant, 2027 mit dem Bau zu starten; die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen. „Auch wenn das noch fünf Jahre sind, ist ein Ende der schwer tragbaren Verkehrssituation in Bad Segeberg in Sicht. Neue Unsicherheiten bei der Planung und der Finanzierungsfrage sind ein fatales Signal. Wir rufen alle Abgeordneten aus Schleswig-Holstein fraktionsübergreifend auf, sich weiter für das wichtigste Verkehrsinfrastrukturprojekt unseres Bundeslands einzusetzen“, so der IHK-Präsident.

Die HK warnt vor einem Stopp für den Weiterbau der A20.

Die HK warnt vor einem Stopp für den Weiterbau der A20.


Text-Nummer: 166862   Autor: IHK/red.   vom 02.07.2024 um 14.35 Uhr

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