Städtische Seniorenheime wollen Entgelte erhöhen

Lübeck: Die Städtischen Senioren-Einrichtungen verhandeln mit Kostenträgern über eine Anpassung von Pflege-Entgelten. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.

"Über 500 Mitarbeiter arbeiten Hand in Hand, um den Bewohnenden eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen", begründet die Stadtverwaltung die geplante Erhöhung. "Stark gestiegene Kosten machen nun eine Erhöhung der Entgelte notwendig, um diesen hohen Standard auch weiterhin gewährleisten zu können – die derzeit gültigen Entgelte für die Pflege und Betreuung sowie Unterkunft und Verpflegung sind nicht mehr ausreichend."

Aus diesem Grund verhandeln die Senioren-Einrichtungen der Hansestadt Lübeck mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern über den Abschluss einer neuen Pflegesatzvereinbarung. Die Entgelterhöhungen würden frühestens zum 1. August 2024 wirksam werden.

Die Erhöhung sei vor allem auf gestiegene Personal- und Sachkosten zurückzuführen. In den neuen Pflegesätzen seien tarifliche Anpassungen und die stark gestiegenen Sachkosten enthalten sowie der Umstand, dass die bisher durch gesondert mit Fördermitteln finanzierten Pflege- und Pflegehilfskräfte nun mit den gesamten Kosten in die Pflegesätze eingerechnet werden.

In Bezug auf Personalkostensteigerung gilt eine Tariftreueregelung, die der Verbesserung der Entlohnung von Pflegekräften dient und eine gesetzlich geregelte Steigerung im Personalkostenbereich vorsieht. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die neue Pflege- und Personalbemessung in vollstationären Pflegeeinrichtungen, durch die die Ausstattung mit Personal in der Pflege verbessert wird.

Gleichzeitig wurden die bisher auf Grundlage verschiedener Pflegereformen geschaffenen zusätzlichen Stellen, welche bislang allein von den Kostenträgern finanziert wurden, in die neuen Pflegesätze integriert. Dies führt einerseits zu einer spürbaren Verbesserung des Pflegepersonalschlüssels, andererseits zu einer Steigerung der Pflegesätze.

Inflationsbedingt sei eine Kostensteigerung im Bereich der Sachkosten unausweichlich. Zusätzlich erfolge eine Steigerung in den Bereichen Energiekosten, Materialaufwendungen und Lebensmittelkosten.

Durch die deutlich geringere Bettenanzahl im Heiligen-Geist-Hospital müssten nun, aufgrund der geringeren Anzahl der verfügbaren Betten (etwa nur noch die Hälfte), insbesondere die fixen oder auch Strukturkosten auf weniger Bewohnende verteilt werden.

"Die aufgeführten Punkte machen deutlich, warum eine Entgelterhöhung unausweichlich wird, um eine hohe Pflege- und Betreuungsqualität dauerhaft aufrechtzuerhalten", so die Stadtverwaltung. "Seit geraumer Zeit zahlen die Pflegekassen zur Entlastung nach dem Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz (PUEG) Zuschläge, die belastungsmindernd wirken und abhängig von der Aufenthaltsdauer sind. Anspruch auf diese gestuften Leistungszuschläge (15%, 30%, 50%, 75%) haben alle Bewohnenden."

Besonders im Heiligen-Geist-Hospital sind die Kosten nach Angaben der Stadt stark gestiegen.

Besonders im Heiligen-Geist-Hospital sind die Kosten nach Angaben der Stadt stark gestiegen.


Text-Nummer: 166872   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 02.07.2024 um 19.07 Uhr

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