Was wurde aus dem Lübecker Münzschatz?

Lübeck: Es war der größte Münzschatz, der jemals in Deutschland gefunden wurde: Bei den Bauarbeiten zur Musikhochschule an der Obertrave wurden am 5. Juni 1984 Münzen gefunden. Bis zum Jahr 2011 waren sie im Burgkloster ausgestellt. Seitdem ist der Schatz nicht mehr zu sehen.

Im Jahr 1984 machte der Fund Schlagzeilen. Ein Baggerfahrer stieß in der Baugrube auf Münzen und informierte die Behörden. Die Archäologen zählten schließlich 22.866 Silber- und 393 Goldmünzen. Die jüngste Münze war auf das Jahr 1533 datiert. Vermutet wird, dass ein Kaufmann seinen Schatz vergraben hat, als ein Angriff aus Dänemark drohte.

Es gab Streit, wem der gefundene Schatz jetzt gehört. Er wurde dem Land Schleswig-Holsten zugesprochen, dem das Grundstück für die Musikhochschule gehörte. Ein Teil blieb aber in Lübeck und wurde im Keller des Burgklosters ausgestellt. Das Burgkloster wurde Ende 2011 geschlossen und ging im neuen Europäischen Hansemuseum auf. Die Münzen verschwanden aus Lübeck.

Lars Rottloff (CDU) hat im Kulturausschuss nachgefragt: "Wo befindet sich der Lübecker Münzschatz aktuell?" Die Stadtverwaltung hat nachgeforscht: "Der Lübecker Münzschatzfund befindet sich im Magazin des schleswig-holsteinischen Landesmuseums in Schleswig, er wird derzeit digitalisiert sowie neu und umfänglich erfasst."

Immerhin sollen ihn die Lübecker in Zukunft wieder bewundern können. Es sei eine Ausstellung mit einer archäologischen und historischen Kontextualisierung geplant.

Bis 2011 war ein Teil der Münzen im Burgkloster ausgestellt. Jetzt schlummert der Schatz im Landesmuseum. Foto: Archiv

Bis 2011 war ein Teil der Münzen im Burgkloster ausgestellt. Jetzt schlummert der Schatz im Landesmuseum. Foto: Archiv


Text-Nummer: 166901   Autor: VG   vom 03.07.2024 um 16.40 Uhr

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