Kleingarten-Gelände Buntekuh: GAL-Politikerin spricht von groteskem Vorgehen

Lübeck - Buntekuh: „Vierzehn Brände in dem ehemaligen Kleingartengelände in Buntekuh sind vierzehn zu viel. Es ist pures Glück, dass bisher keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, sagt Katja Mentz (GAL) in einer Mitteilung von Linken und GAL zufolge. Mentz ist auch Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung. Sie sei „entsetzt über den erneuten Brand auf dem Gelände und das bisherige Verhalten der zuständigen KWL“, so die Mitteilung der Fraktion.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Linken und GAL zum Thema Kleingarten-Gelände und KWL im Wortlaut: („) Diese will dort 2027 ein Gewerbegebiet entwickeln, aber erst Ende des Jahres 2024 die verfallenen Lauben und den Müll beseitigen lassen. Die Gärten sind seit Jahren verlassen. Seither vermehrt sich der Müll, teilweise Sondermüll und verteilt sich in der Landschaft.

„Dieser Zustand veranlasste mich im Februar 2024 einen Dringlichkeitsantrag im Ausschuss Umwelt, Sicherheit und Ordnung zu stellen, die Verantwortlichen mit Fristsetzung aufzufordern, den Müll auf und neben dem Gelände inklusive der Lauben unverzüglich fachgerecht zu beseitigen.“

„Sollte der/die Zuständige dem nicht nachkommen, soll die Entsorgung durch die Hansestadt Lübeck übernommen werden und die Kosten dem/der Verantwortlichen in Rechnung gestellt sowie ein mögliches Bußgeld verhängt werden“, lautete es weiter in dem Antrag. Zahlreiche beigefügte Fotos bezeugten den unhaltbaren Zustand des vermüllten Geländes.

Dieser Antrag erhielt von den Ausschussmitgliedern aller anderen Fraktionen – mit einer Ausnahme – keine Dringlichkeit und wurde somit auf die März-Sitzung vertagt. Im März erklärte dann der Fachbereich Umwelt- Natur- und Verbraucherschutz, dass aus Natur- und Artenschutzgründen eine Entsorgung nach dem 1. März nicht möglich sei und erst wieder im Herbst erfolgen könne. „Das war bereits allen Ausschussmitgliedern im Februar bekannt, trotzdem stimmten sie gegen die Dringlichkeit“, ist Katja Mentz immer noch sauer über die fehlende politische Unterstützung.

„Derweil richten nun die Brände Schäden in der Natur an und die KWL will Schneisen für die Feuerwehr schlagen. Das gesamte Vorgehen ist in meinen Augen total grotesk“, so Katja Mentz, die nach einer Pressemitteilung im Februar Anrufe eines Anwohners und einer Müll-Sammel-Gruppe aus Mecklenburg-Vorpommern erhielt, die als Freiwillige helfen wollten, den Müll behutsam aus dem Gelände zu entfernen. „Diese Angebote hatte ich weitergeleitet. Wahrscheinlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich nicht möglich, das Gelände von dem Müll zu befreien, ohne dabei gegen Natur- und Artenschutz zu verstoßen. In meinen Augen ist es jedoch eine Abwägungssache, denn durch Brände können neben Flora und Fauna auch Menschen ums Leben kommen. So weit darf es nicht kommen. Deshalb appelliere ich an die KWL und den Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz mit dem zuständigen Senator Hinsen, einen Mittelweg zu finden. Häufiger Wachdienste zu schicken und Schneisen für die Feuerwehr zu schlagen, um besser auf die nächsten Brände reagieren zu können, sind keine Lösung.“ („)

„Das gesamte Vorgehen ist in meinen Augen total grotesk“, so Katja Mentz (GAL). Foto: Linke und GAL

„Das gesamte Vorgehen ist in meinen Augen total grotesk“, so Katja Mentz (GAL). Foto: Linke und GAL


Text-Nummer: 166947   Autor: LinkeuGAL/red.   vom 05.07.2024 um 14.27 Uhr

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