BfL: Strategien gegen den Leerstand

Lübeck: Die Wählergemeinschaft BfL (Bürger für Lübeck) wünschen sich eine Marketingkampagne, um das Bewusstsein für den Leerstand von Geschäften in der Hansestadt zu schärfen und auf die Gefahren des Online-Shoppings hinzuweisen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Lothar Möller, Mitglied der Bürgerschaft und Vorsitzender der BfL, im Wortlaut:

(")Ziel ist es, zusammen mit den Immobilienbesitzern den Leerstand von rund 100 Ladenlokalen in Lübeck zu bekämpfen.

Durch humorvolle Plakate mit Sprüchen wie „Mich kann man auch mieten“ oder „Ich bin auch noch zu haben“, ergänzt durch Informationen zur Größe und zum Mietpreis der Objekte, sollen potenzielle Mieter angesprochen und gleichzeitig die Bevölkerung auf das Problem des Leerstands aufmerksam gemacht werden.

Diese Plakataktion könnte mit Hilfe der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH erfolgen.

Ein weiteres Ziel der Kampagne ist es, die Auswirkungen des zunehmenden Online-Handels auf den Einzelhandel in den Innenstädten aufzuzeigen. Der Anteil des Online-Handels am gesamten Einzelhandelsumsatz beträgt bereits rund 12,5 Prozent. Trotz dieser digitalen Herausforderung bevorzugen viele Lübecker weiterhin den Einkauf in lokalen Geschäften.

Durch gezielte Maßnahmen und eine aktive Förderung des Einzelhandels könnte Lübeck auch in Zeiten des Online-Handels lebendig und attraktiv bleiben.(")

Die Bürger für Lübeck fordern eine neue Kampagne gegen den Leerstand von Geschäftsräumen in der Innenstadt. Foto: JW/Archiv

Die Bürger für Lübeck fordern eine neue Kampagne gegen den Leerstand von Geschäftsräumen in der Innenstadt. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 166972   Autor: BfL/red.   vom 07.07.2024 um 13.35 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Kai

schrieb am 08.07.2024 um 08.18 Uhr:
„Ein weiteres Ziel der Kampagne ist es, die Auswirkungen des zunehmenden Online-Handels auf den Einzelhandel in den Innenstädten aufzuzeigen.”

Sorry, aber warum soll mich die Probleme des Einzelhandels interessieren? Wer nicht mit der Zeit geht, geht eben mit der Zeit.

Thorsten

schrieb am 08.07.2024 um 08.52 Uhr:
Die Vermieter müssten einfach nur lernen das sie keine goldenen Quadratmeter Ladenflächen haben. Aktuell Mühlenstraße 24 Quadratmeter 5500€ ohne Nebenkosten - wenn das Verhältniss wieder stimmen würde könnte der lokale Einzelhandel auch wieder problemlos gegen den Onlinehandel mitschwimmen, aber es gibt immer mehr Kosten und Auflagen die einem Einzelhändler graue Haare machen. Ich bin froh seit 5 Jahre nur noch Online Handel zu machen und meine Geschäft geschlossen zu haben !

gernotM

schrieb am 08.07.2024 um 09.32 Uhr:
Wozu Plakataktionen und Kampagnen, die vielleicht auch noch viel Geld kosten ?
Die Gründe für den sterbenden Einzelhandel sind vielfältig, aber auch klar:
Zunächst die exorbitant hohen Immobilienpreise in den Innenstädten ! Durch Immobilien, die sich oft in den Händen international agierender Konzerne befinden.
Und dann natürlich das Käuferverhalten durch Generationen von zumeist jüngeren Konsumenten, die es gelernt finden, im Internet zu stoppen, wo die Ware auch noch oft deutlich preiswerter zu haben ist...
Und bequem noch dazu ! Man braucht nicht mal vor die Tür zu gehen, der Paketbote bringt es an die Wohnungstür...
Damit kann kein Einzelhändler konkurrieren, und Nebenkosten kommen noch dazu...
Also BfL, also Herr Möller, alles bekannt ! Sparen Sie sich Ihre Aktionen, sie werden nichts ändern !

Martin

schrieb am 08.07.2024 um 09.37 Uhr:
In dem abgebildeten Gerry Weber Laden befindet sich mittlerweile ein Brax Geschäft. Es gibt also wenigstens dort keinen Leerstand. Die Breite Straße ist übrigens soweit neugestaltet, dass man auf beiden Seiten locker in die Geschäfte kommt. Schade eigentlich, dass die Umfassungen um die Bäume nicht erneuert wurden, die sehen im Vergleich zum neuen Pflaster jetzt direkt schäbig aus.

Marlies Nöthen

schrieb am 08.07.2024 um 12.02 Uhr:
Verwaiste Ladenlokale und Vermietungsschilder sind heute selbst auf belebten Einkaufsstraßen wie der Breiten Straße ein häufiges Bild. Während es schon immer Leerstände in weniger attraktiven Nebenstraßen gab, hat sich die Situation inzwischen verschärft.

Der Einzelhandel alleine kann diese Herausforderung nicht bewältigen. Auch die Kommune ist gefordert, Konzepte zu entwickeln, die für mehr Erlebnis in den Läden und Fußgängerzonen sorgen. Diese Maßnahmen sind den Bürgern ebenso wichtig wie Freizeitangebote, die Einrichtung von freiem WLAN sowie Fragen der Sicherheit und Sauberkeit. Hier steht die Stadt in der Verantwortung, um attraktive und belebte Innenstädte zu erhalten.

Horst

(eMail: im-oh@web.de) schrieb am 08.07.2024 um 12.05 Uhr:
Das Problem stellt die Bürgegerschaft selbst dar. Die Stdt kümmert sich aus meiner Sicht zu wenig um die Einzelhändler. Die Mieten, wei man hier lesen kann, sind für die Gewerbebetreibenden zu hoch. Ein weiteres Problem ist das Karstadt-Gebäude. In anderen Städten hat das besser geklappt. In Landhut z.B. hat die Stadt dafür gesorgt, dass das Karstadt weiterbertrieben wird. Hier in Lübeck hat man das Gefühl, dass der Bürgermeister sich darum nicht gekümmert hat. So ist der Eindruck, der beim Bürger an kam. Das Gbäude sollte nun schnelsstmöglichst abgerissen werden, um Bauten mit "Luxux-Wohnungen" zu ermöglichen. Beleben wird das aber die Innenstadt nicht.

Christian Lukas

schrieb am 08.07.2024 um 12.09 Uhr:
Liebe BfL,
die Idee ist sehr gut und wird bereits über das ZIZ-Projekt Übergangsweise als Teilprojekt gemeinsam mit der WiFö, Stadtplanung, GMHL und LTM umgesetzt (Schaufenstergestaltung z.B. ehemaliges Esprit/S.Oliver-Gebäude, Haus A). Die Herausforderung bleibt, dass viele Immobilienbesitzende -aus ganz individuellen Gründen- keine Gestaltung ihrer Leerstandsimmobilie wünschen. Dies gilt es - im Rahmen einer freiwilligen Kampagne - zu berücksichtigen. Das Gesamtprojekt ist dargestellt auf www.luebeck-uebergangsweise.de

Lothar Möller

schrieb am 08.07.2024 um 14.03 Uhr:
Sehr geehrter Herr Lukas,

eine „Strategie gegen Leerstand“ sollte nicht allein darauf abzielen, brachliegende Immobilien zu identifizieren und ihre Fensterfronten zu dekorieren, sondern auch darauf, mögliche Nachnutzungen zu entwickeln und potenzielle Interessenten zu gewinnen.

Im optimalen Szenario bringen wir Eigentümer und interessierte Mieter, Pächter oder Investoren zusammen.

Mit freundlichen Grüßen


Lothar Möller
BfL-Vorsitzender

Christine Köpsel

schrieb am 08.07.2024 um 20.01 Uhr:
Guten Tag, die beste Initiative wären günstigere Mieten.mfg

Oliver

schrieb am 09.07.2024 um 09.31 Uhr:
Finds ja echt komisch, dass die ganzen Immobilienhaie lieber auf Leerstände sitzenbleiben anstelle die Mieten zu mindern, damit sie überhaupt Einnahmen von Mietern bekommen. Aber hey, wenn man in Städten wie München oder Berlin schon bereitwillig hohe Mieten zahlt für Wohnungen, spekuliert man lieber bei Geschäften ebenfalls drauf, dass einer vielleicht blöd genug ist horrende Summen an Mieten zu zahlen und sich übern Tisch ziehen zu lassen...

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