Fraktion SPD und FW zur Überquerung des St.-Jürgen-Rings

Lübeck - St. Jürgen: Die Zeiten der engen Treppen, steilen Rampen und dunklen Unterführungen am St.-Jürgen-Ring/Mönkhofer Weg sind bald vorbei, schreibt die Fraktion SPD und FW in einer Mitteilung. „Nach intensiven Diskussionen und Planungen hat die Hansestadt Lübeck eine Lösung gefunden, die umsetzbar und akzeptabel für alle Verkehrsteilnehmer ist.“

Wir veröffentlichen die Mitteilung von SPD und FW im Wortlaut:

(„)Die bisherige Unterführung wurde von vielen Bürgern in einer Umfrage der Stadt unter anderem als „Angstraum“ bezeichnet. Mit dem neuen Plan wird eine barrierefreie ebenerdige Querung für Fußgeher, Rollstuhlfahrer und Radfahrer ermöglicht und die damaligen innovativen und zukunftsweisenden Baumaßnahmen der 60er-Jahre für eine Bundesstraße, korrigiert.

Die geplanten und den heutigen Standard angepassten Maßnahmen umfassen:

- Verbesserung des Verkehrsflusses und bedarfsgerechte Anpassungen für alle Verkehrsteilnehmende.
- Ausstattung der Querungsstellen mit einem akustischen und taktilen Leitsystem zur sicheren Führung von blinden und sehbehinderten Menschen.
- Erhalt der Funktion der bestehenden Unterführung bis zur vollständigen Nutzungsgewöhnung der neuen Querung.
- Erhöhung der Sichtbarkeit des Radverkehrs durch Schutzstreifen und vorgezogene Haltelinien.

„Wir freuen uns, dass die Unterführung durch eine Ampelanlage ersetzt wird, wodurch der Stadtteil eine attraktivere Anbindung erhält“, so Kristin Blankenburg, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Neben der zeitgerechten Signalanlage, die allen Verkehrsarten gerecht wird, sind wir besonders erfreut über die neue Möglichkeit, vom Mönkhofer Weg in beide Fahrtrichtungen auf den St.-Jürgen-Ring fahren zu können. Dies war bisher nur in eine Richtung möglich. Dadurch vermeiden wir unnötige Verkehre im Wohngebiet, entlasten andere Kreuzungen und steigern die Attraktivität des Radverkehrs.“

Tamina Vahlendieck, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, betont die Bedeutung dieser Veränderung: „Die direkte Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Quartier St. Jürgen war bisher nur durch die Unterführung möglich. Insbesondere die Erreichbarkeit der Schulen in der Innenstadt sowie die Verbindung zur Universität wird durch die ebenerdige Querung sicherer.“

Die Hansestadt Lübeck hat somit eine lang ersehnte Lösung für ein bestehendes Problem gefunden und verbessert die Lebensqualität ihrer Bürger durch diese Maßnahme erheblich.(„)

Die SPD begrüßt die neue Ampelanlage an der Querung Mönkhofer Weg und St.-Jürgen-Ring. Foto: STE/Archiv

Die SPD begrüßt die neue Ampelanlage an der Querung Mönkhofer Weg und St.-Jürgen-Ring. Foto: STE/Archiv


Text-Nummer: 166987   Autor: SPD/red.   vom 08.07.2024 um 12.27 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Bruno Bär

(eMail: Baerenkoenig-Bruno@web.de) schrieb am 08.07.2024 um 13.02 Uhr:
Akzeptabel für die Theoretiker. Für die, die es betrifft ist es eine Zumutung. Der irrsinnige Autohass in der Politik ist soooo dermaßen Realitätsfern. Auf Krampf werden künstlich Staus geschaffen um nicht existierende "Probleme" zu beseitigen. Komplett lost

Justin_Time

schrieb am 08.07.2024 um 13.51 Uhr:
Man kann hier bestimmt nicht von "nichtexistenten Problemen" sprechen die sind schon vorhanden. Man muss schon sehr abgebrüht sein, diese nicht anzuerkennen.

Zumal ja diese Kreuzung in den 1970ern schon offen war, nur eben ohne Ampelanlage und diese dann als Unfallschwerpunkt geschlossen wurde.

Bei allem Hass auf Alles sieht doch ein Blinder das Problem.
Die Lösung ist vielleicht nicht die Beste, stelle mir aber vor, dass so einige Vorschläge zu dieser Kreuzung im Raum standen.

Martin Stein

schrieb am 08.07.2024 um 15.28 Uhr:
An den Haaren herbeigezogen :
Welcher blinde oder sehbehinderte Mensch (der keine Suizidgedanken hegt!) würde auf die Idee kommen, eine VIERspurige Straße fünfzig Meter von der nächsten Ampel entfernt zu überqueren.
Demnäschst fordert die SPD Zebrastreifen auf der Autobahn...

Ulrike B.

schrieb am 08.07.2024 um 18.20 Uhr:
Bruno Bär: wie oft mussten/ haben Sie diese Unterführung schon nutzen müssen? Wie oft haben Sie Ihre Einkäufe, Kinderwagen, Fahrrad etc. treppauf treppab tragen müssen.
Ist es wirklich so schwer zu verkraften, dass Sie mit Ihrem PKW an einer Ampel mehr stehen müssen?
Und was hat das mit Autohass zu tun? Niemand lässt seine Wut oder Hass an Ihnen als Autofahrer aus. Freuen Sie sich doch etwas, dass es eben auch Fußgänger:innen, Fahrradfahrer:innen und Busfahrende gibt - sonst stünden Sie nämlich noch mehr im Stau.
Nur das Beste,
Ulrike

Musikfreund aus Lübeck

schrieb am 09.07.2024 um 10.43 Uhr:
Ich habe 21 Jahre in der Grünewaldstraße gewohnt und den Tunnel regelmäßig genutzt. Ein Angstraum war/ist das imho nicht. Unangenehm war/ist nur das der Tunnel regelmäßig als Klo genutzt wurde/wird sowie das Grafittigeschmiere an den Wänden.

Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs war, habe ich allerdings den Umweg unter der Wakenitzbrücke hindurch genommen. Die in die Treppen intergrierten Rampen für Fahrräder und Kinderwagen sind ziemlich eng und steil. Es war ja schon mal eine bauliche Ergänzung mit Fahrstühlen angedacht, die aber verworfen wurde. Meine Alternative wäre ein Neubau von weniger steilen Treppen und Rampen und eine Beschichtung der Wände an der keine Grafitti haften bzw. leicht entfernt werden können.

Für Autofahrer ist der Umweg unter der Brücke hindurch nicht wirklich ein Problem.

Die Erweiterung der Kreuzung sehe ich aber als problematisch für den Verkehrsfluss. Wenn es nur eine Bedarfsampel wird und ggf. für einen Fußgänger dutzende Auto halten müssen, ist das wenig umweltfreundlich und erhöht die Lärmbelastung. Es sollte eine Ampel sein, die durch Koordinierung mit den anderen Ampeln auf dem St.Jürgenring eine "grüne Welle" sicherstellt und z.B. einen Rückstau an der Ampel zur RZ-Allee ca. 100m weiter weitestgehend verhindert.

G.. T.

schrieb am 09.07.2024 um 12.26 Uhr:
Es ist schon wirklich erstaunlich, dass männliche Kommentatoren den Menschen, die den Tunnel als "Angstraum empfinden, dieses denen anzusprechen.

Meist sind es die körperlich Stärken, die den weniger Starken die Angst machen, indem sie ihre Macht missbrauchen.

Und dazu gehört wahrlich nicht viel Einfühlung-Vermögen dazu.

Hier geht es immer wieder nur um das Wohl des eigenen Egos und nicht um das Wohl der vielfältigen Gemeinschaft.

Das wäre jedoch so wünschenswert.

Der Tunnel ist ein Problemfeld und darf gerne geschlossen werden.

Oliver

schrieb am 09.07.2024 um 14.32 Uhr:
Barrierefrei bedeutet auch, dass Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte ohne Probleme etwas befahren/begehen können. Und dies scheint ja wohl mit dem Tunnel nicht gegeben zu sein.
Diese Leute haben nicht immer eine Hilfsperson bei sich, die mal eben helfen kann Stufen zu überwinden. Scheint ja wohl billiger zu sein eine Ampel aufzustellen, statt die gesamte Treppe anzupassen, damit da auch eine befahrbare Rampe ist, die eine geeignete Steigung hat.
Zudem da Treppen und Rampen im Winter zudem noch eine zusätzliche Gefahr bergen, die bei einer Ampelkreuzung mit einer geräumten Straße größtenteils wegfällt.

Aber hey, betrifft ja die Autofahrer nicht, da denkt man ja ungern an andere....
Hauptsache eine Minute früher Zuhause sein, am besten noch nach dem Motto "Platz da, jetzt komm ich".

Musikfreund aus Lübeck

schrieb am 09.07.2024 um 14.40 Uhr:
@ G.T.

Beim Stichwort "Angstraum" muss ich immer an das Gedicht "das Pechmariechen" von Heinz Erhardt denken.

(...)

G.. T.

schrieb am 10.07.2024 um 00.00 Uhr:
@ Mf. aus HL

Warum so respektlos?!

Bernd Feddern

schrieb am 12.07.2024 um 19.21 Uhr:
@Bruno Bär:
Meine "Bären-Förderung" habe ich sofort beendet!
Derart respekt- und gedankenlos menschenverachtend ist mir selten ein "Kommentar" untergekommen! Und das will hier viel heißen!
Gerade im Umfeld der endlich geplanten Kreuzung wohnen viele ältere Menschen, die
ja wohl auch ein Anrecht auf möglichst hindernisarme Zuwegungen haben!
Ihre "Wartezeit" vor der neuen Ampel wird extrem viel kürzer sein, als die Umwege die jetzt von Gehandycapten bewältigt werden müssen. Vielleicht fahren Sie ja auch einfach eine andere Strecke?
Als selbst nicht-auto-hassender Rollatorpflichtiger finde ich Ihre Äußerungen absolut empörend und rücksichtslos-egoistisch!
Offenbar nur von 12.00 Uhr bis Mittag gedacht?
(meine (...) Wünsche begleiten Sie!)
Mein Trost: Auch Sie werden älter!(?)

Bernd Feddern

schrieb am 12.07.2024 um 19.39 Uhr:
@G.T.
Hee, auch Männer haben Emotionen!
Warum also (wie schon so oft) so "männerabweisend?" So schlecht sind wir doch gar nicht! Im Herzen sind wir gut. (Okay, es gibt Ausnahmen, wie auch bei Frauen)
Ich erinnere mich noch an Kommentare zu damaligen Tanzveranstaltungen..., grins.
Respektvoll-frauenfreundliche Grüße,
Bernd, alter Engtänzer aus besten Kreisen :=) und manchmal sogar Ihrer Meinung.

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