Die PARTEI: Mit der Achterbahn zum Koberg

Lübeck: Für die Dauer des Umbaus der Beckergrube ist dieser Bereich auch für Busse nicht erreichbar. Die Stadt plant einen Taxi-Shuttle vom Gustav-Radbruch-Platz bis zur Breiten Straße (wir berichteten). Die PARTEI Lübeck fordert bessere Verbindungen.

Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI), die dem Satiremagazin "Titanic" nahe steht, erklärt dazu:

(")Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2024. Langsam dämmert selbst den letzten Skeptikern, dass Klimaneutralität unumgänglich ist. Nur leider kostet das aber viel Geld. So werden konsequent Klimaziele immer wieder immer weiter nach hinten verschoben, da wir schlicht und einfach neben zu wenig Wo:menpower auch keine Kohle haben.

Umso schildbürgerstreichiger erscheint da die neueste Super-Idee der Stadt: Weil man nach gefühlten 30 Jahren der sorgfältigen Planung des Umbaus der Beckergrube jetzt, also fünf Minuten vor Baubeginn, plötzlich merkt, dass Busse schlecht bis gar nicht über aufgerissene Straßen fahren können (und vermutlich auch nicht wollen), kam offenbar ein wenig Panik bei den Verantwortlichen auf. Und anstatt sich wenigstens bei dieser Problematik ein wenig Zeit für zielführende Lösungen zu nehmen, durfte offenbar jeder direkt das erste, was ihr oder ihm in den Sinn kam, in den Raum rufen. Anders ist kaum zu erklären, wie man in Zeiten, wo jeder Cent dreimal umgedreht und auch auf seine Klimabilanz geprüft werden muss, auf die unfassbare Idee kommt, für viel Geld einfach den ganzen Tag ein Taxi im Kreis herumdieseln zu lassen.

Es sind Momente wie diese, in denen man als wohlerzogene Satire-Partei die guten Sitten über Bord werfen und einfach mal ausfallend werden möchte… (aber noch obsiegt der Anstand, keine Sorge!)

Was könnte man mit so viel Geld nicht alles anstellen, was zusätzlich gar noch der Klimabilanz zugutekommt, so dass immerhin “Lübeck 2140” realistisch bleibt!

Würde man mal geschickt verhandeln, wäre dank Kleinanzeigen sogar eine Achterbahn vom Gustav zum Koberg drinnen! Oder man besorgt sich Fahrrad-Rikschas, die im Schichtbetrieb gefahren von Studenten, die sich ein karges Zubrot zum Bafög dazuverdienen und das Fitnessstudio sparen wollen, auf die Altstadt pendeln. Oder man entstaubt die Hallen voller Fahrräder, die im Fundbüro lagern und bietet Leihdrahtesel an. Selbst ein solarbetriebenes Laufband entlang der Großen Burgstraße wäre eine bessere Idee!

Und falls jemand jetzt Elektro-Taxis anführen möchte: Um Barrierefreiheit gewährleisten zu können, werden Großraumtaxis eingesetzt werden müssen - und die gibt es, zumindest in Lübeck, noch nicht elektrisch! Und die von Dorothea Bär (€sU) angekündigten Flugtaxis sind komischerweise auch irgendwie noch nicht verfügbar…

Kurzum: Bei ihrem Vorschlag muss die Stadt unbedingt nachbessern! Mit so “billigen” Lösungen können, wollen und werden wir uns 2024 nicht mehr abspeisen lassen! Das geht besser! Denn wenn das der einzige Weg sein soll, dann können wir wenigstens das Taxigeld sparen und einfach den Koberg direkt wieder zum Parkplatz machen. Das wäre genauso “schlau”…

Als vielleicht realistischste Alternative könnten wir uns eine, in Zusammenarbeit mit unserem Stadtverkehr entwickelte, neue Buslinie vorstellen, die mit diesen “Halb-Bussen” oder wie immer sie heißen mögen, prominente Haltestellen wie den Gustav, Untertrave, Holstentor und vielleicht sogar die MuK mit der Innenstadt verbindet. Durch die Kürze, in der auch hier die Würze liegt, ist sogar ohne Probleme ein angemessen hoher Takt möglich!(")

Die PARTEI fordert kreative Lösungen für die Erreichbarkeit der nördlichen Altstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die PARTEI fordert kreative Lösungen für die Erreichbarkeit der nördlichen Altstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.


Text-Nummer: 167035   Autor: Die PARTEI/red.   vom 10.07.2024 um 10.02 Uhr

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