BfL: Wärmewende scheint nicht umsetzbar

Lübeck: „Die Wärmewende, ein zentraler Bestandteil der Energiewende in Deutschland, steht vor erheblichen Herausforderungen“, schreiben die „Bürger für Lübeck“ (BfL) in einer Mitteilung. „Die Idee, verstärkt auf Fernwärme statt auf Wärmepumpen zu setzen, scheint die Bundesregierung als Antwort auf die öffentliche Kritik am Heizungsgesetz zu betrachten.“

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut: (") Doch es gibt grundlegende Voraussetzungen, die das Gelingen dieser Wende infrage stellen.

Ein Beispiel dafür ist die Stadt Lübeck, wo etwa 50.000 Gebäude umgerüstet werden müssten, um die Wärmewende voranzutreiben. Insbesondere in ländlichen Gebieten erscheint dies problematisch, da die Siedlungsdichte zu gering ist, um wirtschaftlich tragfähige Wärmeplanungen zu erstellen. Zudem fehlen oft lokale Industrieunternehmen, die Abwärme liefern könnten. Diese Faktoren führen dazu, dass die Ausgaben für solche Planungen als Verschwendung angesehen werden könnten, die letztlich die Bürger belasten.

Die finanziellen Aufwendungen sind enorm. Allein die Erstellung von Wärmeplanungen kostet Städte etwa 200.000 Euro plus Personalkosten. Die tatsächlichen Umsetzungskosten sind jedoch weitaus höher. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft schätzt, dass die Energiewende bis 2030 mehr als 600 Milliarden Euro kosten wird. Davon entfallen rund 100 Milliarden Euro auf wesentliche Investitionen für die Wärmewende, darunter Verteilnetze, Gaskraftwerke, Fernwärme-Infrastrukturen, Geothermie, Gas-Rohrleitungen und Biogasanlagen.

Obwohl die Ziele der Wärmewende gut fürs Klima sind, stellt sich die Frage der Finanzierbarkeit. Die enormen Kosten werden die Wärmewende an ihren eigenen Zielsetzungen scheitern lassen. Wir argumentieren daher, dass der Begriff „Wärmewende“ in Anführungszeichen gesetzt werden sollte, da letztlich wenig „gewendet“ wird.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Wärmewende zwar klimapolitisch sinnvoll ist, aber aufgrund der hohen Kosten und logistischen Herausforderungen nicht umsetzbar erscheint. („)

„Die enormen Kosten werden die Wärmewende an ihren eigenen Zielsetzungen scheitern lassen“, heißt es in einer Mitteilung der BfL. Foto: JW/Archiv

„Die enormen Kosten werden die Wärmewende an ihren eigenen Zielsetzungen scheitern lassen“, heißt es in einer Mitteilung der BfL. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 167056   Autor: BfL/red.   vom 11.07.2024 um 14.47 Uhr

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