Fahrzeug-Sperren: Es soll kein Auto auf die Meile
Lübeck - Travemünde: Archiv - 18.07.2025, 11.20 Uhr: Die Travemünder Woche macht die Schotten dicht, jedenfalls an Land: In Sachen Durchfahrtsperren hat die am Freitag (18.07.2025) beginnende Großveranstaltung massiv aufgerüstet. „Es soll kein Auto auf die Meile“, hatte Matthias Rösing, Revierleiter des 3. Polizeirevier Lübeck, bei der Auftakt-Pressekonferenz deutlich gemacht. Die Anzahl der sandgefüllten „Bigpacks“ und Betonsperren hat sichtbar zugenommen.
Nicht nur am Anfang und Ende der Einkaufsstraße „Vorderreihe“, sondern auch bei jeder Zufahrt sind die großen, Sandgefüllten Säcke aufgestellt worden. Die hatten bereits am Donnerstag ihre Wirkung gezeigt, als sie die „Bimmelbahn“ für Touristen ausbremste, wie in der Facebook-Gruppe „Travemünder Magazin“ berichtet wurde.

Massive Zufahrt-Sperren von der Vorderreihe bis zum Möwenstein
Die Feuerwehr half am Donnerstag, die riesigen Sandsäcke in der Vorderreihe in Position zu bringen. Auch entlang der der Tornadowiese und der kompletten Travemünder Strandpromenade wurden an sämtlichen Zugängen Betonsperren oder riesige Sandsäcke aufgestellt. Weder von der Kaiserallee noch vom Parkplatz „Möwenstein“ aus sollen Autos auf die Promenade fahren können.


Plakate weisen auf Messerverbot hin
Auch die Plakate „Kein Ort für Messer“ wurden inzwischen aufgehängt. Sie sind an der Promenade, besonders aber auch in der Bertlingstraße auf dem Weg vom Strandbahnhof zur Festmeile zu sehen. „Das soll nicht heißen, dass wir große Angst haben, dass es irgendwelche Messerträger gibt“, erläuterte Matthias Rösing. Er betonte mehrfach, dass es ein fröhliches und friedliches Fest werden solle. Erinnerte aber auch an die Kontrollen am Lübecker Bahnhof. „Gegebenenfalls werden wir auch hier Kontrollen machen.“

Wasserschutzpolizei kontrolliert auf Alkohol und Drogen
Für Sicherheit auf dem Wasser sorgt die Wasserschutzpolizei. Das fängt an bei der Einhaltung der Regeln, falls es „den ein oder anderen Freizeitkapitän vor Schwierigkeiten stellt, wenn die Großschifffahrt durchgeht“, wie Revierleiter Christian Langbehn erklärte. Man werde auch allabendlich auf der Trave sein. „Und den ein oder anderen Skipper mal anhalten und auf Drogen kontrollieren“.
Bigpack kaputtgefahren
In den sozialen Medien wird vielfach darüber berichtet, dass Autos besonders in der Vorderreihe trotzdem zwischen den Bigpacks hindurchfahren. „Ich verstehe das mit den Säcken nicht, da fahren die Autos doch trotzdem durch. Eben sind an mir auf der Vorderreihe sechs Autos, auch SUV´s und ein Transporter, vorbeigefahren“, kommentiert etwa ein Nutzer im „Travemünder Magazin“.

Tatsächlich konnte man in der Vorderreihe am Freitagmorgen sehen, dass bereits der erste Sandsack kaputtgefahren worden war.

Bigpacks überall: Die Anzahl der Anti-Terror-Sperren auf der Travemünder Woche hat massiv zugenommen. Fotos: Helge Normann
Text-Nummer: 174021 Autor: Helge Normann vom 18.07.2025 um 11.20 Uhr
