Tierschutz: BfL fordert echte Reform statt Symbolpolitik

Lübeck: Archiv - 08.08.2025, 08.24 Uhr: Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) erhebt in einer Mitteilung schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung: Das Tierschutzgesetz sei ein weiterer Kniefall vor Agrarlobby und Wirtschaftsinteressen – und ein Schlag ins Gesicht für alle Tierfreunde in Deutschland.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

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„Was den Tierschutz angeht, geht in Deutschland tatsächlich alles schief – und das scheint gewollt“, so Lothar Möller, BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.

Trotz wachsender öffentlicher Empörung über Tierquälerei und Missstände in der Nutztierhaltung bleibt der Gesetzesentwurf mutlos und lückenhaft. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher – während in den USA mit dem PACT-Gesetz Tierquälerei als schweres Verbrechen gilt, wird sie hierzulande oft nur mit Bußgeldern geahndet.

Die BfL verlangt eine grundlegende Wende in der Tierschutzpolitik. Die zentralen Forderungen:

Härtere Strafen für Tierquälerei
Bis zu 7 Jahre Freiheitsstrafe bei abscheulichen Taten wie Ertränken, Verbrennen, Aufspießen oder sexueller Nötigung von Tieren.

Anerkennung von Tierwürde und -wohl
Tiere sind fühlende Wesen – keine Sachen. Ihre Würde und ihr Wohlergehen müssen rechtlich abgesichert sein.

Wirksame Sanktionen und Kontrollen
Klare Straftatbestände, tierärztliche Verwarnungen vor Ort, sofortige Betriebsschließungen und Entzug von Haltungsberechtigungen bei Verstößen.

Schnelle Weitervermittlung beschlagnahmter Tiere
Gerichte sollen innerhalb von 14 Tagen entscheiden können, damit Tiere nicht monatelang in Amtsstuben verharren.

Während andere Länder handeln, verwaltet Deutschland das Tierleid. Das ist untragbar. Tierquälerei ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern ein Gewaltverbrechen. „Wer Tiere schändet, gehört hinter Gitter – nicht auf freien Fuß“, so Möller abschließend.

Die BfL appelliert an Bundesregierung und Bundestag, Tierschutz endlich zur politischen Pflicht zu machen – nicht zur PR-Floskel. „Denn wer Tiere schützt, schützt die Menschlichkeit.“
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Eine Ente mit einem Pfeil im Hals sorgte im Jahre 2012 für Aufsehen in Travemünde. Die „Bürger für Lübeck“ fordern härtere Strafen für Tierquälerei. Foto: Archiv/HN

Eine Ente mit einem Pfeil im Hals sorgte im Jahre 2012 für Aufsehen in Travemünde. Die „Bürger für Lübeck“ fordern härtere Strafen für Tierquälerei. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 174375   Autor: BfL/red.   vom 08.08.2025 um 08.24 Uhr

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