Vier größere Feuerwehr-Einsätze in sechs Stunden in Lübeck
Lübeck: Archiv - 07.08.2025, 16.28 Uhr: Die Lübecker Feuerwehr hatte am Donnerstag viel Arbeit: In schneller Abfolge gab es einen Gefahrguteinsatz, eine mögliche Notlandung eines Flugzeuges, einen vermeintlichen Schiffsbrand und einen Wohnungsbrand.
Die Einsätze starteten um kurz nach 9 Uhr mit einem Gefahrguteinsatz am Skandinavienkai in Travemünde. Dort war beim Entladen eines Lkw ein 1000-Liter-Fass mit Gefahrgut beschädigt worden. Der Führungsdienst der Feuerwehr, die Wache 3 der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Wehren Moisling, Innenstadt, Israelsdorf, Siems und Dänischburg waren mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Der Inhalt des beschädigten Fasses wurde umgepumpt, der ausgelaufene Gefahrstoff mit Bindemittel eingedämmt und der weitere Lkw vorsichtig entladen. Die anderen Fässer waren zum Glück nicht beschädigt. Nach rund vier Stunden konnte die Einsatzstelle einer Fachfirma übergeben werden.
Gegen 10.20 Uhr folgte bereits die nächste Alarmierung. Eine Cessna meldete beim Anflug auf den Flughafen ein technisches Problem. Die Feuerwehr ging in Bereitschaft, musste aber zum Glück nicht eingreifen. Das Flugzeug landete ohne Probleme.

Um 12.20 Uhr folgte der nächste Alarm: Vom Priwall aus war eine Rauchentwicklung auf einem Schiff gemeldet worden. Auch das Feuerlöschboot aus Schlutup lief aus. Die Feuerwehr suchte auch von einer Drehleiter aus vergeblich nach einem Schiffsbrand. Die Ursache für die Alarmierung blieb unklar.

Gegen 15 Uhr gab es eine Alarmierung zu einem Wohnungsbrand in der Dorotheenstraße. Dort drang aus einer Tür im zweiten Obergeschoss Rauch aus einer Wohnung. Die Einsatzkräfte entdeckten vergessenes Essen auf einem eingeschalteten Herd, das schnell abgelöscht werden konnte. Verletzte gab es bei allen Einsätzen zum Glück nicht.

Auch das Feuerlöschboot lief zum angeblichen Schiffsbrand aus. Fotos: Karl Erhard Vögele (2), Helge Normann, STE
Text-Nummer: 174386 Autor: VG vom 07.08.2025 um 16.28 Uhr
