Die Sparliste der Stadt: Höhere Preise und viele Streichungen
Lübeck: Archiv - 12.08.2025, 14.37 Uhr: Im Haushalt der Stadt fehlen im kommenden Jahr 162,4 Millionen Euro (wir berichteten). Die Auswirkungen werden viele spüren. So schlägt der Bürgermeister vor, die Zuwendungen an die Fraktionen in der Bürgerschaft um zehn Prozent zu kürzen.Die Verwaltung hat ein fünfseitiges Papier mit Sparvorschlägen erarbeitet. So kann auf preiswertere Software gewechselt und der städtische Botendienst ausgedünnt werden. Die zentrale Telefonnummer der Stadt 122-0 wird abgeschaltet und auf die Behördennummer 115 umgelenkt. Das spart bereits 90.000 Euro pro Jahr. Neben der Kürzung bei den Fraktionen trifft auch ein zweiter die Politik. Der Zuschuss an ihre Jugendorganisationen in Höhe von 12.300 Euro soll entfallen.
Gestrichen werden aus Mangel an Anträgen das Begrüßungsgeld für Auszubildende und Studenten (75.000 Euro) und die Förderung für E-Taxis (90.000 Euro). Projekte wie "Gesundheitliche Vorteile der aktiven Mobilität" und "Treibhausgasneutrale Verwaltung" werden verschoben. Ab 2027 sollen die Budgets für soziale Einrichtungen um zehn Prozent gekürzt werden (3,85 Millionen Euro).
Teurer werden die Eintrittsgelder in Lübecker Museen (45.000 bis 60.000 Euro pro Jahr) und in die Schwimmhallen (300.000 Euro). Dazu kommt die bereits umgesetzte Erhöhung der Parkgebühren (eine Million Euro). Von der Einführung einer Übernachtungssteuer erwartet die Stadt vier Millionen Euro pro Jahr.
Die Zuschüsse für die Travemünder Woche sollen um 50.000 Euro gekürzt werden, für die LTM um 100.000 Euro und für die MuK um 520.000 Euro.

Bürgermeister Jan Lindenau möchte auch bei der Politik kürzen. Foto: JW/Archiv
Text-Nummer: 174446 Autor: VG vom 12.08.2025 um 14.37 Uhr
