Rund 60 Teilnehmer bei Fledermausführung im Bartelsholz
Lübeck - Moisling: Archiv - 19.08.2025, 08.42 Uhr: Rund 60 Naturinteressierte folgten am Samstagabend der Einladung des Bündnisses „Lübecker Stadtwald retten“ zur Fledermausführung durch das bedrohte Bartelsholz.Bei Einbruch der Dunkelheit begaben sich die Teilnehmenden gemeinsam mit Eva Apelt von der NABU-Fledermausambulanz Reinfeld auf Entdeckungstour durch das Waldgebiet – ausgestattet mit Ultraschalldetektoren, die die geheimnisvollen Rufe der Fledermäuse hörbar machten.
Die etwa 90-minütige Exkursion bot ein geradezu magisches Naturerlebnis: Drei verschiedene Fledermausarten konnten gehört werden – der Große Abendsegler, die Breitflügelfledermaus und die Zwergfledermaus. Besonders bei den jüngeren Teilnehmern sorgte das hörbare „Klicken“ der Tiere für Staunen und Begeisterung. Eva Apelt vermittelte mit viel Fachwissen und Leidenschaft spannende Einblicke in das nächtliche Verhalten der Tiere und ihre Lebensräume.
Doch die Führung war mehr als nur ein Naturerlebnis: Das Bartelsholz steht durch den geplanten Bau einer Stromtrasse unter massivem Druck. Über 60 Biotopbäume könnten verloren gehen, ebenso wie mehr als 10 Hektar zusammenhängender Waldlebensraum. Das Bündnis „Lübecker Stadtwald retten“ nutzt Veranstaltungen wie diese, um auf die ökologische Bedeutung des Gebietes aufmerksam zu machen.
„Die große Resonanz und die Faszination der Teilnehmenden zeigen, wie wertvoll dieser Wald für die Menschen ist“, sagt Caroline Weck vom Bündnis. „Wir setzen uns weiterhin für eine alternative Trassenführung ein, die die Zerschneidung des Waldes vermeidet – denn Klimaschutz und Naturschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“
Weitere Informationen zum Schutz des Bartelsholzes unter: openpetition.de/!stadtwaldretten.

Rund 60 Teilnehmer informierten sich über die Fledermäuse in dem Waldstück. Foto: Bündnis/Archiv
Text-Nummer: 174544 Autor: Bündnis vom 19.08.2025 um 08.42 Uhr
